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Unteregger Bürgermusik verleiht sich einen Oscar

Bei den Abendunterhaltungen der Bürgermusik Untereggen hat sich alles um das Thema Hollywood gedreht. Es gab starke Filmmusik, einen verzweifelten Regisseur und eine hinterhältige Assistentin.
Ramona Riedener
Das Orchester spielte Melodien aus Film-Klassikern wie zum Beispiel «Grease». (Bild: Ramona Riedener)

Das Orchester spielte Melodien aus Film-Klassikern wie zum Beispiel «Grease». (Bild: Ramona Riedener)

In Untereggen ist am Wochenende ein richtiger Blockbuster entstanden. Die Bürgermusik Untereggen (BMU) hat bei ihren Abendunterhaltungen am Freitag und am Samstag nicht nur einen Film gedreht, sondern dem Publikum in der Mehrzweckhalle auch an echtem Hollywood-Feeling teilhaben lassen.

Tierdoku statt Actionstreifen

Was Star-Regisseure wie Steven Spielberg, James Cameron oder Kathryn Bigelow können, kann die BMU auch, sagten sich die Organisatoren der Unterhaltung. So gibt es einen energiegeladenen musikalischen Auftakt des Filmorchesters, bevor sich der Regisseur mit seinem Team ans Drehbuch macht. Ein Streifen mit wilden Schiessereien, Verfolgungsjagden und leidenschaftlichen Affären schwebt dem Meister seines Faches vor, doch dann soll es ein simpler Tier-Dokumentarfilm werden. Während die rund 30 Musikanten der BMU bereits von einem Film zu anderen zippen und Melodien aus bekannten Streifen zum Besten geben, versuchen der Regisseur Peter Kurt, seine Assistentin Samantha Klein und der Kameramann Reto, Schauspieler zu rekrutieren.

Regisseur vor dem Zusammenbruch

Das Casting verkommt jedoch, zur Erheiterung des Publikums, zum Desaster. Der Kameramann stellt sich als unzuverlässige Schlaftablette heraus und die Assistentin zwar als einfallsreich, aber intrigant. Peter Kurt ist deshalb kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Einzig das Filmorchester unter der stellvertretenden musikalischen Leitung von Susanne Rechsteiner präsentiert sich filmreif und inspiriert mit Melodien aus Filmen wie «Far and Away», «Conquistador», «Grease» oder «Superman» das Filmemacher-Trio zur einen oder anderen fantasievollen Filmszene.

Die Schlacht der Ameisen am Mötteliweiher, künstlerisch dargestellt von Menschen, gelingt dank spontanem Einsatz von Zuschauern, die als Statisten für den Dreh einspringen. Im Programm mit Musik aus allen Stilrichtungen fehlte auch ein Besuch auf Münchens Wiesn nicht. Eine musikalische Meisterleistung zeigte Solist René Cahenzli mit der Polka «Bariton Lechner».

Nachwuchs auf dem Vormarsch

«Die Sternchen von heute sind die Stars von morgen.» Unter diesem Motto eröffneten die Jungbläser unter der Leitung von Daniel Riedener den zweiten Teil der Unterhaltung. Zwei von ihnen durften danach gleich sitzen bleiben in den Reihen der Grossen. Sie sind das Resultat der Jugendförderung und somit vielversprechender Nachwuchs der BMU. Starallüren, Divagehabe und Zickenkrieg gibt es nicht in Untereggen. So dürfen die Musikanten den verdienten Applaus für ihre solistischen Einlagen neidlos einstecken. Nicht so gut geht es dem entnervten Regisseur, als er von seiner Assistentin kurzerhand aus dem Dreh rausgemobbt wird. Der Geplagte verpasst so seinen Triumph an der Oscarverleihung und die Übergabe der begehrten Trophäe.

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