Neue Brücke zwischen St.Gallen und St.Josefen

Am Montag wurde die neue Nasenweg-Brücke eröffnet. Sie führt über den Wiesenbach und verbindet St.Josefen mit der Stadt St.Gallen.

Elena Fasoli
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Filtrox-CEO Cristian Rusch und Projektleiter Peter Hildebrand auf der neuen Brücke. (Bild: Elena Fasoli)

Filtrox-CEO Cristian Rusch und Projektleiter Peter Hildebrand auf der neuen Brücke. (Bild: Elena Fasoli)

Wanderer können den Wiesenbach ab sofort über die neue Nasenweg-Brücke queren. Der Bach bildet die Grenze zwischen der Stadt St.Gallen und der Gemeinde Gaiserwald. «Es ist wichtig, Brücken zu bauen, statt Grenzen zu setzen», sagte Cristian Rusch, CEO der Filtrox AG, an der Eröffnungsfeier.

Pflicht zum Unterhalt der Wege

Das Land auf beiden Seiten des Wiesenbaches gehört der Filtrox. Die Firma benötigt zur Herstellung von Mikrofiltern zwar weder Wald noch Wiesenbach. Sie nutzt heute lediglich die Wasserkraft der Sitter zur Stromgewinnung. Das Unternehmen hat das Gelände aber schon im Gründungsjahr 1938 vom Vorbesitzer, einer Textilfirma, übernommen. Mit dem Landbesitz kommt auch die Pflicht, die Wege zu unterhalten.

Mehrere Wanderwege queren das Grundstück der Firma. Einer davon führt über die Nasenweg-Brücke Richtung St.Josefen. Vor drei Jahren teilte die Stadt mit, die Brücke sei sanierungsbedürftig. «Zunächst hatten wir natürlich keine Freude», sagte Rusch. Doch nun sei Projektleiter Peter Hildebrand ein solides Bauwerk gelungen. Ausserdem seien Wanderer sowie Mitarbeiter der Firma, die in Abtwil oder St. Josefen wohnten und zu Fuss zur Arbeit kämen, dankbar für den Weg auf die andere Seite des Baches.

Die Kosten wurden aufgeteilt

Die Brücke besteht aus Holz und ist mit einem Glasfaserkunststoff überzogen, damit sie länger intakt bleibt. «Wir waren überrascht, wie aufwendig das Projekt war», sagt Rusch. Die Brücke ist fast 20 Meter lang und befindet sich vier Meter über dem Bach, was den Bau erschwert hat.

50'000 Franken kostet die Brücke, wobei die Gemeinde Gaiserwald und die Stadt St.Gallen je 30 Prozent der Kosten übernehmen. Bei der Eröffnung bedankten sich auch Gemeindepräsident Boris Tschirky und Andreas Keller vom Tiefbauamt St.Gallen für die gute Zusammenarbeit.