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Brand im St.Galler Linsebühl: Alle Verletzten konnten das Spital wieder verlassen

Im Linsebühl in der Stadt St.Gallen ist am frühen Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen. Die beim Dachstockbrand verletzten Personen konnten das Spital mittlerweile wieder verlassen. Der Schaden am Haus neben der Kirche Linsebühl beträgt weit über 100'000 Franken.
Reto Voneschen/Stephanie Martina
Beim Brand wurden unter anderem drei Kinder und drei Feuerwehrleute verletzt. (Kapo SG)

Beim Brand wurden unter anderem drei Kinder und drei Feuerwehrleute verletzt. (Kapo SG)

Gegen 19.15 Uhr war im Küchenbereich einer Dachwohnung des Mehrfamilienhaus an der Linsebühlstrasse 105 ein Feuer ausgebrochen. Eine Bewohnerin alarmierte die Feuerwehr, ein 43-jähriger Nachbar versuchte die Flammen zu ersticken. Dabei zog er sich leichte Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung zu. Neben ihm mussten drei Kinder und am Ende des Einsatzes auch drei Feuerwehrleute im Alter zwischen 28 und 36 Jahren mit Anzeichen von Rauchgasvergiftungen ins Spital gebracht werden.

"Alle Verletzten konnten das Spital in den frühen Morgenstunden wieder verlassen", sagt Hanspeter Krüsi am Freitag auf Anfrage von "Tagblatt Online". Zudem hätten die Bewohner des ersten und zweiten Stocks Stockes teilweise wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Der dritte Stock sei allerdings unbewohnbar.

Über die Brandursache konnte Krüsi nur wenig Auskunft geben. "Zurzeit wissen wir lediglich, dass das Feuer im Bereich der Küche ausgebrochen ist." Aktuell würden die Bewohner befragt.

Fünf Wohnungen zerstört

Im Haus an der Ecke Linsebühl- und Singenbergstrasse sind zehn Wohnungen und ein seit einiger Zeit leer stehendes Restaurant untergebracht. Fünf der Wohnungen und Teile des Dachstocks wurden beim Brand zerstört. Für die durch das Feuer obdachlos gewordenen Personen wurden auch mit Hilfe von Privatpersonen Notunterkünfte organisiert.

Video: Christian Oswald

Im Haus Linsebühlstrasse 105 hatten sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs zwanzig Personen befunden, die grösstenteils durch Feuerwehr und Polizei evakuiert werden mussten. Ebenfalls lebend gerettet werden konnten Haustiere, darunter eine ziemliche verstörte Katze und ein offensichtlich geschockter Dackel. Der Schaden am Haus dürfte sich nach ersten Schätzungen eines Experten der Gebäudeversicherungsanstalt auf weit über 100'000 Franken belaufen.

Der erste Hinweis auf den Brand im Linsebühl: Die Rauchfahne vom Rosenberg her gesehen. (Bild: Martin Oswald)
Der Brand des Mehrfamilienhauses Linsebühlstrasse 105 zeichnete sich durch eine ausserordentlich grosse Rauchentwicklung aus: Die Rauchfahne von Dreilinden her. (Bild: Sabine Rüthemann)
Spaziergänger und Velofahrer auf der Dreilindenstrasse schauen alarmiert Richtung Stadt. Rechts im Bild die Kirche Linsebühl mit ihrem markanten Turm. (Bild: Sabine Rüthemann)
Die Rauchwolke über dem Linsebühl-Quartier. (Pia Hollenstein)
Der Blick einer Anwohnerin aufs qualmende Haus Linsebühlstrasse 105. (Bild: Ellen Tedaldi)
Die Feuerwehr bekam die Flammen rasch in den Griff, was sich von aussen an der langsam abnehmenden Rauchentwicklung zeigt. (Bild: Christoph Sprecher)
Wieso Feuerwehrleute schwindelfrei sein müssen: Einsatz auf dem Dachfirst des Hauses Linsebühlstrasse 105. (Bild: Kantonspolizei St.Gallen)
Geschafft! (Bild: Christoph Sprecher)
Die Feuerwehrleute sammeln sich vor der Brandliegenschaft. (Bild: Reto Voneschen)
Die Brandbekämpfung unter Atemschutz wie am Donnerstagabend im Linsebühl ist härtester Körpereinsatz. Was man den Feuerwehrleuten nach dem Einsatz auch ansieht: Kurze Pause auf der Singenbergstrasse. (Bild: Reto Voneschen)
Grosseinsatz der Feuerwehr auf der Kreuzung Linsebühl-, Singenberg-, Flurhof- und Steingrüeblistrasse. (Bild: Pia Hollenstein)
Wie weiter? Einsatzbesprechung am Hubretter vor dem Haus Linsebühlstrasse 105. (Bild Reto Voneschen)
Kontrolle von oben: Gibt's noch Glutnester im Dachstock des Mehrfamilienhauses Linsebühlstrasse 105? (Bild Reto Voneschen)
Vor der Orientierung der anwesenden Medienleute: Hanspeter Krüsi (Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen - rechts) und Dionys Widmer (Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen) koordinieren die Information. (Bild: Reto Voneschen)
14 Bilder

Brand im St.Galler Linsebühl-Quartier

Auf der Suche nach Glutnestern

Dank eines raschen, gezielten und massiven Einsatzes gelang es den Feuerwehrleuten, die Flammen rasch unter Kontrolle zu bringen und eine Ausdehnung des Brandes auf untere Stockwerke des Hauses zu verhindern. Kurz nach 20 Uhr waren die Löscharbeiten beendet. Die Feuerwehr untersuchte danach das Gebäude noch mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern, um einen erneuten Brandausbruch zu verhindern.

Insgesamt standen siebzig Angehörige der Berufsfeuerwehr St.Gallen, der Kompanie Ost der Milizfeuerwehr St.Gallen, der Sanität sowie der Kantons- und der Stadtpolizei im Einsatz.

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