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Beim Ferienspass Wittenbach-Häggenschwil-Muolen geht es zu wie im Bienenstock

Die Ferienspass-Saison hat am Montag mit einem Einblick in ein Bienenvolk begonnen. Dabei machte der Imker einen speziellen Fund.
Laura Manser
Imker Beat Hug zeigt den Kindern eine Wabe seines Bienenvolkes. (Bild: Laura Manser)Imker Beat Hug zeigt den Kindern eine Wabe seines Bienenvolkes. (Bild: Laura Manser)
8 Bilder

Ferienspass-Saison hat begonnen: Imkerei-Besuch in Winden

«Schön bist du hier, Mutter», begrüsst der leidenschaftliche Imker und Tierheilpraktiker Beat Hug die Königin seines Bienenvolks. Hug verschafft den Kindern aus dem Ferienspass-Programm von Wittenbach, Häggenschwil und Muolen einen Einblick in die Arbeit eines Imkers. Zwei seiner zehn in Häggenschwil verteilten Bienenvölker befinden sich auf dem Biohof Enderlin in Winden.

Dort findet auch der Kurs statt, der um 14 Uhr beginnt. «Ich möchte in den Kindern eine Faszination wecken», sagt Hug. Allerdings ist der Kurs mit nur sieben Kindern eher mager belegt. Zuerst kommt der theoretische Teil, bei dem Hug die Organisation eines Bienenvolkes erklärt. Anhand eines Sachbuches zeigt er, wie es in den Waben aussieht und wie die Königin ihr Volk beschützt. Der Imker findet das Zusammenspiel der Bienen äusserst eindrücklich.

«Menschen haben Angst vor den Insekten und trotzdem lieben sie den Honig.»

Nach der Einführung bereitet Hug die Kinder auf den Besuch bei den Bienen vor: «Es ist wichtig, nicht herumzufuchteln und ruhig zu bleiben, falls eine Biene zu nahe kommt.» Als Schutz bekommt jedes Kind eine stichfeste Schutzbluse, ein netzartiges Kopfteil und Einweghandschuhe. Weil beinahe alle Kinder aufgrund der Hitze kurze Hosen tragen, bleibt auch Hug in seinen knielangen Jeans: «Dann sind wir alle im gleichen Boot.»

Von einer Biene gestochen

Mit einem Smoker ausgerüstet, der die Bienen mit Rauch ruhigstellen soll, macht sich die Gruppe auf zum Bienenhaus. Dieses Jahr gebe es nicht so viel Honig: «Die Bienen holen den Nektar erst ab 18 Grad und dieses Jahr war es lange kühl.» Hug nimmt eine Wabe aus dem Haus und zeigt sie den Kindern. Doch plötzlich wird ein Mädchen gestochen. «Wir packen zusammen und gehen zurück», sagt Hug.

Aber alles halb so schlimm: Nachdem der Stachel entfernt und der Stich mit Eis gekühlt wurde, kann auch das tapfere Mädchen wieder lachen. Beim Tischgespräch erwähnt ein Schüler, wie interessant es sei, auch einmal richtige Honigwaben zu sehen und nicht nur die Larven der Wildbienen. Aufgefrischt vom eiskalten Honigeistee geht es nochmals zum Bienenhaus. Auf dem Weg entdeckt Hug in einigen Tannenästen Hummeln, Wespen, Bienen, Schlupfwespen und Schwebfliegen.

«Was für eine schöne Überraschung, dieses Jahr gibt es wohl doch noch Tannenhonig.»

Damit habe er gar nicht gerechnet, sagt Hug. Er scheint überaus erfreut über seinen Fund.

Das Flugverhalten bestimmt die Stimmung

Beim Bienenhaus angelangt, nimmt der Imker einen «komischen Flugton» wahr. Die Bienen scheinen unfreundlich und aggressiv, weshalb Hug entscheidet, lieber zurückzugehen. Dort offeriert er drei verschiedene Honigsorten und einen Zopf. «Heute Abend esse ich wohl nichts mehr», sagt ein Schüler und verschlingt sein fünftes Honigbrot.

Und was haben die Kinder während des Einblicks in die Imkerei gelernt? «Ich wusste nicht, dass die Königin Eier legt», sagt ein Schüler. Mit einem Zwinkern fügt Hug hinzu: «Und dass Bienen stechen können, haben wir auch gelernt.»

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