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Binäre Uhr in St.Gallen: «Skandalös» - Pro Bahn wirft Stadtrat vor, die Interessen der ÖV-Kunden mit Füssen zu treten

Der St.Galler Stadtrat will die Anzeigetafel unter der binären Uhr am St.Galler Hauptbahnhof umplatzieren. Die Kritik lässt nicht auf sich warten: Pro Bahn, der Interessenverband der Bus- und Bahnkunden, hält den Entscheid für «skandalös».
Christina Weder
Der Stadtrat hat entschieden: Die Anzeigetafel soll nicht mehr lange unter der binären Uhr am St.Galler Hauptbahnhof hängen. (Bild: Urs Bucher)

Der Stadtrat hat entschieden: Die Anzeigetafel soll nicht mehr lange unter der binären Uhr am St.Galler Hauptbahnhof hängen. (Bild: Urs Bucher)

Die binäre Uhr am St.Galler Hauptbahnhof erhitzt weiter die Gemüter. Kaum hat der Stadtrat sein Vorhaben bekannt gegeben, die Anzeigetafel mit den Abfahrtszeiten der Busse im Glaskubus umzuplatzieren, damit sie der Lichtinstallation von Norbert Möslang nicht mehr in die Quere kommt, folgt postwendend die Kritik. Bruno Eberle, Präsident des Verbands Pro Bahn Ostschweiz, bezeichnet den Entscheid als «skandalös».

In einer Mitteilung schreibt Eberle, offenbar seien dem Stadtrat die Interessen von 80000 Personen, die tagtäglich den Hauptbahnhof und die städtischen Verkehrsbetriebe nutzen, «völlig egal». Anders könne er sich nicht erklären, dass der Stadtrat Informationsmöglichkeiten beseitige, weil die Tafel «angeblich die Sicht auf die binäre Uhr verdecke». Aus der Sicht des Präsidenten von Pro Bahn handelt es sich um einen «Fehlentscheid».

«Es ist wirklich nicht verständlich, warum der Stadtrat 400000 Franken für eine binäre Uhr ausgibt, aber die Interessen der öV-Nutzer mit Füssen tritt.»

Stattdessen hätte sich der Stadtrat besser darum gekümmert, dass auch in der «noch völlig unternutzten Schalterhalle» eine Anzeigetafel für Busse aufgestellt werde, findet Eberle.

Stadtrat hat sich mit SBB abgesprochen

Vorausgegangen war dem Entscheid des Stadtrats eine Einfache Anfrage von zwei Stadtparlamentariern. Clemens Müller (Grüne) und Karl Schimke (FDP) hatten darin die Platzierung der Anzeigetafel direkt unter der Lichtinstallation bemängelt und von einer Schildbürgerei gesprochen.

Der Stadtrat prüfte daraufhin mehrere Optionen und entschied in Absprache mit der SBB als Eigentümerin der Ankunftshalle, die Tafel neu an der Ostseite des Kubus zu montieren. Er tat dies im Bewusstsein, dass die Transportunternehmen, die sich an der Finanzierung der Tafel beteiligt hatten, diese am bisherigen Standort belassen wollten.

Stadträtin Maria Pappa zeigt sich vom Entscheid überzeugt. Es sei eine gute Lösung, die der Wirkung des Kunstwerks Rechnung trage und für die Passanten kaum Nachteile habe. Die Tafel soll innerhalb der nächsten zwei Wochen umplatziert werden.

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