Rundgang durchs St.Galler Stadtzentrum: Wie St.Galler Geschäfte ihre Kundschaft informieren

Einkaufen in Zeiten des Corona-Virus. Auch im Stadtzentrum ist das immer noch möglich - in Lebensmittelgeschäften, in einigen Handy-Shops, auf dem ständigen Markt. Non-Food-Geschäfte und Gastrobetriebe sind aber dicht. Ein fotografischer Rundgang durch den gewerblichen Ausnahmezustand.

Reto Voneschen
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Ein Erinnerungsfoto muss sein: Das St.Galler Stadtzentrum hat sich dank der Corona-Krise geleert. Alle Restaurants und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Damit entfallen nicht nur die üblichen Passantenströme, sondern auch der Anlieferungsverkehr.
Jene, die geschlossen haben, müssen ihre Kundschaft darüber informieren. Viele weisen gleichzeitig auf ihren Online-Shop hin - wie im Bild ein Schild im Schaufenster von Zolli-Bolli am Bärenplatz.
Einzelne hinken am Dienstagmorgen auch noch der Realität hinterher - wie im Bild das Café Blumenmarkt. Die Regel mit nicht mehr als 50 Personen wurde vom Bundesrat am Montag kurzfristig durch ein Öffnungsverbot ersetzt.
Auch die Märlistation in der alten Telefonzelle auf dem Blumenmarkt ist geschlossen.
Es geht auch einfacher und in dem Fall persönlicher: mit einem handgeschriebenen Zettel an der Ladentüre wie bei Merk-Hüte an der Brühlgasse.
Die einen informieren wie die Lokremise kurz und sec in Druckschrift oder...
...kurz und sec wie beim Spanischen Klubhaus, dem Hogar Espanol, handschriftlich.
Betreiberin Kitag informiert am Eingang zum Kinozentrum Scala am Bohl sogar mehrsprachig - auf Englisch, Französisch und Deutsch.
Die Gebrauchsanweisung beim Zentrum der Fachhochschule (FHS) hinter dem Hauptbahnhof fällt mehrteilig aus.
Andere Info-Tafeln sind einfach überholt: Wie die allgemeinen Öffnungszeiten am Eingang zur Militärkantine.
Andere haben Glück: Der Star-Grill an der Brühlgasse baut seit dem 9. März um, was weiter gestattet ist.
Andere sind richtige Pechvögel: Das Café Roox an der Ecke Poststrasse und Schützengasse muss - kaum eröffnet - schon wieder schliessen. Wieder anderen...
...verdirbt der Corona-Virus die geplante Neueröffnung: der neue Standort der Metro-Boutique am Bärenplatz.
Ein Werbeprofi: Das Geschmackslokal an der Brühlgasse macht grossflächig auf seinen Schaufenstern auf den neuen Hauslieferdienst aufmerksam.
Die Information, dass das Programm bis 30. April auf Eis liegt, wird auf der Eingangstüre im Palace gleich mit einem Buchtipp verbunden. Für jene, die Zeit zum Lesen haben: Viele Buchhandlungen - darunter aus der Stadt Rösslitor und Comedia - bieten Bücher auch online an.
Doppelt gemoppelt bei Ochsner-Sport an der Multergasse.
Lebensmittelläden haben auch im Stadtzentrum geöffnet, doch dürfen sich gleichzeitig nicht zu viele Leute im Ladenlokal aufhalten. Der Biopionier Stadtladen an der Katharinengasse löst das mit einem Ampelsystem:...
...Hängt wie im Bild der grüne Zettel in der Türe, darf man eintreten. Ist der Zettel rot, muss man warten, bis jemand den Laden verlassen hat.
Ein spezielles Problem haben Lebensmittelabteilungen, die in ein Warenhaus eingebettet sind. Lebensmittel dürfen verkauft werden, die Non-Food-Abteilungen müssen geschlossen bleiben. Manor löst das auf der Webersbleiche mit einem grossen Schild am Eingang...
...und mit Abschrankungen, die die Kundschaft ins Untergeschoss führen.
Coop-City am Bohl hat die Non-Food-Bereiche mit rot-weissem Absperrband und Warengestellen als Barrieren abgetrennt. Der Supermarkt im Untergeschoss ist geöffnet.
Auch für die Grossen gilt: Es dürfen gleichzeitig nicht zu viele Kundinnen und Kunden im Laden sein. Der Migros Bach hinter dem Bahnhof St.Fiden fängt die Kundschaft vor dem Laden ab und informiert.
Andere Läden - wie der Coop Lerchenfeld - bieten neu am Eingang die Möglichkeit zur Desinfektion der Hände.
Und einfach den Humor nicht verlieren: ein altes Hausmittelchen im Schaufenster eines Asia-Take-Away in der Metzgergasse.