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Rund um die St.Galler Burgweier

Die Stadt St.Gallen kann überraschend das Areal der Burgweier erwerben. Die Öffnung der grössten innerstädtischen Grünfläche für die Bevölkerung ist bereits beschlossene Sache. Auf den neun Hektaren wartet eine idyllische Weiherlandschaft, warten aber auch Zeugnisse der Textilgeschichte und Naturobjekte auf Besucherinnen und Besucher.

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Das Wahrzeichen des Burgweier-Areals ist der Tröckneturm. Er ist das letzte Überbleibsel einer hier einst im 19. Jahrhundert angesiedelten Rotfärberei. Heute beherbergt der Turm Veranstaltungsräume und eine grosse Kolonie Mauersegler. (Bilder: Hanspeter Schiess - 16. September 2019)
Ein Idyll: Tröckneturm und einer der beiden Burgweier.
Neben dem Tröckneturm steht im Areal, das die Stadt gekauft hat, auch eine landwirtschaftlich genutzte Scheune.
Der Steg am unteren der beiden Burgweier mit dem Tröckneturm im Hintergrund.
Seit einer gescheiterten Zonenplanänderung im Jahr 2004 liegt das Burgweier-Areal im Dornröschenschlaf. Was der Natur sichtlich nicht schlecht bekommen ist.
Ein Grund für den ökologischen Wert des Burgweiher-Areals ist das strukturreiche Umfeld der Weiher. Die Weiher selber sind mit Kohle- und Öl-Rückständen aus dem alten Güterbahnhof belastet. Das ist im Moment kein Problem, weil die verseuchten Sedimente von einer rund 50 Zentimeter mächtigen sauberen Schicht auf dem Weihergrund abgedeckt sind. Das Wasser ist qualitativ in Ordnung.
In Bäumen, Hecken und dem ausgedehnten Schilfbestand tummeln sich viele Vögel, Amphibien und Kleinsäuger. Die Weiher warten zudem mit einer gesunden Fischpopulation auf.
Zwei der bisherigen «Bewohnerinnen» des Burgweier-Areals - mit Hörnern!
Das Burgweier-Areal liegt am Rand des Siedlungsgebiets des Lachen- und des St.Otmar-Quartiers.
Seit 2004 ist das Burgweier-Areal aus Sicherheitsgründen eingezäunt. Diese Zäune will die Stadt schnellstmöglich abräumen.
Blick auf die Kapelle neben dem Burgweier-Areal.
Sie haben den Kauf der Burgweier durch die Stadt eingefädelt: Hans Jörg Schmid, der bisherige Eigentümer, und...
...Matthias Fuchs, Stabschef der Direktion Bau und Planung.
Ein legendäres Bild aus der jüngsten Geschichte des Burgweier-Areals: Aus Protest darüber, dass das Gebiet abgezäunt wurde, ging Stadtoriginal Albert Nufer hier langlaufen - und riskierte eine Anzeige wegen unbefugten Betretens von Privateigentum. (Bild: Hanspeter Schiess - 27. März 2007)
Rundgang im Tröckneturm. Das Gebäude diente ab 1828 dem Trocknen gefärbter Stoffbahnen. Bei schlechtem Wetter wurden sie innen aufgehängt, bei gutem an der Aussenseite. (Bilder: Hanspeter Schiess - 28. September 2016)
Hier trugen einst Arbeiter die die frisch gefärbten, nassen und gefalteten Stoffbahnen auf dem Buckel die Treppen hinauf.
Die Auskragung oben am Turm: Die Stoffbahnen wurden hier auf die Hölzer gelegt und auf der Aussenseite des hölzernen Turms nach unten hängend getrocknet.
Der Tröckneturm von aussen: Gut zu erkennen ist die Auskragung unter dem Dach. Hier hingen die Stoffbahnen herunter - siehe oberes Bild.