Der St.Galler Bär 2021

Seit 19 Jahren glossiert der St.Galler Bär Samstag für Samstag im Teil des «St.Galler Tagblatt» für die Stadt St.Gallen ein Ereignis der jeweils zurückliegenden Woche. Gezeichnet wird der Bär seit seinen Anfängen von Corinne Bromundt. Hier der Jahrgang 2021.

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Sparen  Mit dem Budget fürs nächste Jahr hat das Stadtparlament Abstriche beim Strassenunterhalt gemacht. Allerdings im Wissen, dass die Umsetzung der Gegenvorschläge zur Zukunfts- und zur Gute-Luft-Initiative bei der Gestaltung des Strassenraums Kosten auslösen. Aber eben: Das ist die Zukunft. Die Gegenwart bedeutet: Sparen.
Sitzpflicht  In den anderen Bodenseeländern sind Weihnachtsmärkte wegen des Coronavirus behördlich untersagt. Auf dem Bohl in St.Gallen aber heisst es: Hoch die Glühweintassen! Allerdings darf nur im Sitzen gebechert werden. Die Anbieter sind erfinderisch: Jetzt haben wir schon einen Glühweingarten in der Stadt.
Nachttarif  Wer ab Neujahr 2022 sein Auto auf einem Parkplatz abstellt, der von der Stadt bewirtschaft wird, muss neu in der Nacht 1,50 Franken pro Stunde bezahlen. Das Ausgeh- und Partyvolk soll gefälligst mit dem Velo, dem ÖV oder zu Fuss anreisen. Das Polizeipersonal, das Bussen ausstellt, wird nachttauglich ausgerüstet.
O Tannenbaum  Der Stadtrat will das Baumschutzgebiet erweitern. Alle Bäume, die einen Stammdurchmesser von mehr als 25 Zentimeter haben, dürfen nur noch mit einer Bewilligung gefällt werden. Auch der Christbaum, der zur Kathedrale geflogen kommt, darf nicht mehr einfach so gespendet werden. Bald ist Christbaumimport angesagt.
Platznot  Die Stadt St. Gallen baut ihre Verwaltung auch im nächsten Jahr aus. Diesmal um 16 Stellen. Damit wird ein Trend fortgesetzt: Die Verwaltung wächst und wächst. Dem Vernehmen nach soll im nächsten Schritt das Hochbauamt mehr Fachkräfte erhalten. Ihr spezieller Auftrag: Den Ausbau des Rathauses planen. Es droht zu platzen.
Humba Täterä  Am Donnerstag wird auf dem Bohl in der St. Galler Innenstadt die Fasnacht eingeläutet. Wie viele Leute kommen werden, ist ungewiss. Doch eines scheint klar: Der Anteil an Maskierten wird wegen des Coronaregimes so gross sein wie noch nie. Bereits wird über das beliebteste Sujet spekuliert. Der Favorit ist «Arzt».
Engpass  Im Frühling 2022 soll es endlich so weit sein: Die Stadt möchte mit der Neugestaltung der Zürcher Strasse beginnen – zeitgleich mit den Hauptarbeiten zur Sanierung der Stadtautobahn. FDP-Kantonsrat Walter Locher befürchtet einen Verkehrskollaps. Ob Autobahn-Maskottchen Fredi Vogl das Schreckensszenario abwenden kann?
Fortschritt  Die Glocken der Kathedrale haben jüngst mitten in der Nacht sturmgeläutet. Das wurde weitherum gehört – und nicht nur geschätzt. Der katholische Konfessionsteil des Kantons St. Gallen reagiert dem Vernehmen nach fortschrittlich: Die binäre Uhr beim Hauptbahnhof wird kopiert und demnächst an den Türmen installiert.
Flugwetter  Am Sonntag geht die Olma zu Ende. Am ersten Messewochenende überraschte die PC-7-Staffel der Schweizer Luftwaffe am Himmel über der Stadt nicht nur die Olma-Besucherinnen und -Besucher, sondern auch grüne Politiker und Klimaschützer. Die ersten Proteste gab es, da waren die Kondensstreifen noch kaum verblasst.
Eiszeit  Schlittschuhlaufen, Eisstockschiessen, Fondue und Raclette essen: Das hätte von November bis Januar bei der Reithalle auf der Kreuzbleiche stattfinden sollen. Doch so weit kommt es nicht: Der Eiszauber 2021/2022 wurde abgesagt. Nicht wegen Corona wie letzten Winter. Beim Amt für Baubewilligungen ist eine Einsprache hängig.
Entsorgungswut  Bei einer etwas grosszügig geratenen Entrümpelungsaktion haben Mitarbeiter der Stadt den Ring des Boxclubs St. Gallen versehentlich entsorgt. Clubpräsidentin Géraldine Brot nahm’s zwar sportlich, der Stadt war’s trotzdem gar nicht recht. Ob bald «Sportminister» Mathias Gabathuler den neuen Ring einweihen darf?
International  Der Spanierverein Hogar Español schliesst sein Klubhaus beim Hauptbahnhof. Der Grund: Personalmangel. Das Haus gehört der Stadt. SP-Stadtparlamentarier Gallus Hufenus hat eine Idee, wie es umgenutzt werden könnte: Als Haus der Kulturen. Ob das Unterstützung findet? Nicht alle sind gleich weltgewandt wie Hufenus.
Taxilabyrinth  Gemäss dem Entwurf des neuen Taxireglements müssen Chauffeure künftig keine Ortskenntnisprüfung mehr ablegen, um eine Chauffeurlizenz zu erhalten. Ganz nach dem Motto: Google Maps wird’s schon richten. Ein gewagtes Experiment – schliesslich drücken Irrfahrten im Taxi auch immer aufs Portemonnaie.
Die Verzögerung  Die Sanierung des Theaters in St. Gallen dauert länger als ursprünglich vorgesehen. Die künstlerische Leitung macht aus der Not eine Tugend. Die Eigenproduktion «Die Verzögerung» soll aufgeführt werden, auch wenn der Theatersaal noch nicht ganz fertig ist. Zirka im Sommer 2023, allenfalls später. Regie: Rainer Zufall.
Der Bär tanzt  Bald gibt es neues Leben am Bärenplatz. Die Bäckerei Kuhn eröffnet im ehemaligen Zollibolli einen Laden mit Café. Gleich nebenan zieht das in der Skateboardszene bekannte Fachgeschäft Blue Tomato ein. Skateboarder in der Halfpipe, Senioren im Café: das ist eine Mischung! Auf dem Bärenplatz tanzt bald wieder der Bär.
Extra muros  Das St.Galler Fest 2021 ist wegen Corona zuerst verschoben und diese Woche abgesagt worden. OK-Präsident Bruno Bischof hatte sich überlegt, das Fest auf dem Breitfeld abzuhalten, damit der Einlass hätte kontrolliert werden können. Er liess die Idee fallen. Ein Stadtfest ohne Stadt – das wollte St.Gallens Mister Fest dann doch nicht.
MS Rohrbruch  Am Mittwoch ist den VBSG bei einem Wasserrohrbruch an der Fürstenlandbrücke ein Bus abgesoffen. Abtwil war so vom ÖV abgeschnitten. Mit der nächsten Tranche neuer Busse müssten wir etwas Schwimmfähiges beschaffen. Es käme zum Einsatz, wenn die Stadtwerke mit ihren alten Leitungen wieder Canale Grande spielen.
Lago Mio!  Die Stadt muss nicht St.Fiden fluten, um zu einem See zu kommen. Das steht seit dieser Woche fest. Bei Bohrungen auf dem Marktplatz sind Bauarbeiter nämlich auf die Überreste eines alten Sees gestossen. Warum nicht gleich das Potenzial nutzen? Gerade bei dieser Hitze wäre eine Riviera in der Altstadt ein echter Standortfaktor.
Mayday  Das Bundesamt für Strassen will mit der Fredi-Vogl-Kampagne auf originelle Weise erklären, warum die Stadtautobahn saniert wird. Der Comic, der in die Briefkästen flatterte, kam nicht gut an. Viele fanden ihn kindisch und gar nicht lustig. Geht die Kampagne weiter, muss Fredi Vogl durchstarten, sonst gibt’s eine Bruchlandung.
Veloboom  2020 wurden in der Stadt St.Gallen so viele Wege wie nie zuvor mit dem Velo zurückgelegt. Und diese Woche hat Jolanda Neff, die im Wahlkreis Rorschach lebt, in Tokio an den Olympischen Spielen die Goldmedaille im Mountainbiking geholt. Die Pedaleure sind auf der Überholspur. Hoffentlich bekommt der Stadtrat das mit.
Hochwasserschutz  Bei der geplanten Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrdepots explodieren die Kosten. Unter anderem, weil der Hochwasserschutz in der Projektierung vergessen ging. Das müssen wir uns vorstellen: Die Feuerwehr müsste bei einem Hochwasser zuerst das Depot schützen, bevor sie ausrücken und helfen kann.
Plötzlich Platz  Das Coronavirus hat viele St.Gallerinnen und St.Galler dazu animiert, die Sommerferien daheim zu verbringen. Tief Bernd hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht; die erste Sommerferienwoche war nass und kalt. Das Positive: Plötzlich gab es Platz im Freibad. Gemäss den Meteorologen ändert sich das bald wieder.
Glöcknerstress  Während der Aufführungen von «Notre Dame» an den Festspielen müssen die Glocken der Kathedrale verstummen. Danach werden sie manuell wieder in Gang gesetzt. Eine Panne führte diese Woche dazu, dass die Glocken mit Verspätung schlugen. Oder lag’s etwa doch an Quasimodo, der mit der Doppelrolle überfordert war?
Alles muss raus  Zum ersten Mal seit 15 Monaten findet heute im Klosterviertel wieder ein Flohmarkt statt. Verkäufer dürfte es mehr als genug geben. Backformen, Zimmerpflanzen, vorrätiges WC-Papier: Nach zwei Lockdowns hat sich bei vielen so einiges angestaut, was man sich 2020 zwar anschaffte, jetzt aber nicht mehr braucht.
Intermezzo  Das von der Stadt verhängte Musikverbot auf Drei Weieren war ein kurzes Zwischenspiel. Nach wenigen Tagen ist es diese Woche wieder aufgehoben worden, weil der Mannenweier keine herkömmliche Badeanstalt, sondern rund um die Uhr zugänglich ist. Gleichwohl ist Rücksichtnahme gefragt. Leise Jam-Sessions sind erlaubt.
So ein Zufall  Die Fraktion der Grünliberalen hat am Dienstag die Sitzung des Stadtparlaments in der Olma-Halle 2.1 geschlossen verlassen. Aus Protest: Die immer gleiche Kritik an der Spitex St. Gallen AG wollten sich die acht Grünliberalen nicht mehr anhören. Es ist reiner Zufall, dass die verantwortliche Stadträtin auch in der GLP ist.
Rechte und Pflichten  Die Kantonsregierung war dafür, die Stadtregierung ebenso. Der Kantonsrat hat aber Nein gesagt zu einem Stimm- und Wahlrecht für Ausländerinnen und Ausländer auf kommunaler Ebene. Der Weg ins Rathaus steht der ausländischen Bevölkerung weiterhin offen. Ihren Pflichten dürfen sie nachkommen.
Sankt Grössenwahn St.Gallen hat zu wenig Selbstbewusstsein, behauptet die Imagekampagne «Sankt». Fürs Theater gilt das nicht: Es baut für die Festspiele gleich Notre-Dame neben unser Weltkulturerbe. Mal schauen, wie Theaterdirektor Werner Signer das nochmals toppen will. Zwei Jahre Zeit hat er noch vor der Pensionierung.
Frauen verstehen  Der Stadtrat und besonders Baudirektor Markus Buschor müssen dem Stadtparlament berichten, wie künftig mehr Strassen nach Frauen benannt werden können. Wer diese sichtbarer machen will, muss das Weibliche verstehen. Die Verwaltung macht sich nun ans Intensivstudium.
Public-Private-Viewing  Stell Dir vor, es ist Cupfinal und keiner geht hin: Jetzt hat unser liebster Klub, der FC St. Gallen, im Berner «Wankdorf» die Chance, nach 21 Jahren endlich wieder einen Titel zu erobern, und die Fans dürfen nicht ins Stadion. Wegen Corona ist selbst das Public Viewing untersagt. Aber: In Kleingruppen ist es möglich.
Natur findet Tobel  Das zweite Jahr in Folge bleibt das Sittertobel diesen Sommer coronabedingt vom Open Air unberührt. Was Musikfans traurig stimmt, freut die Natur: Die Wasserbüffel von Bauer Max Gmür können ungestört ihre Runden im Tobel drehen. Und für 2022 heisst es dann wohl: Erst die Gartenarbeit, dann das Vergnügen.
Windelpionier  Stadtparlamentarier Daniel Bosshard von den Grünen möchte, dass die Stadt Eltern bei der Anschaffung von Mehrwegbabywindeln finanziell unterstützt. Er hat ein Postulat eingereicht. Gut möglich, dass die Stadt im Rathaus eine Windelabgabe einrichtet. Das wäre unkomplizierter als das Prüfen von Windelsubventionsanträgen.
Für helle Köpfe  Die Universität St. Gallen kommt aus ihrem Elfenbeinturm auf dem Rosenberg hinunter an den Altstadtrand. Der geplante zweite Campus am Platztor ist das Gegenstück zum Betonbau auf dem Hügel – leicht, lichtdurchflutet, transparent und öffentlich zugänglich. Der helle Kopf, der das plant, hat an der ETH studiert.
Lagunenstadt  Mit seiner Idee, in der Stadt einen See anzulegen, hat Unternehmer Christoph Züllig eine Debatte ausgelöst. Manche halten seinen «Ostsee» für Mumpitz, andere für eine mutige Vision. Warum nicht gleich aufs Ganze gehen? Ein Canal Grande in der Marktgasse würde schliesslich auch neue Mobilitätslösungen ermöglichen.
Teurer Blitzer  Nicht schlecht staunte, wer im Open-Data-Tool der Stadt St. Gallen las, die Stadtpolizei beschaffe sich für 1,8 Millionen Franken einen neuen Blitzer. Der hätte ja aus Gold sein müssen, dieser Blechpolizist. Die Klärung: Eine Null zu viel dran; das Gerät kostet «nur» 180000 Franken. Hoffentlich passiert das bei den Bussen nie.
Krawalltourismus  Nach den Ausschreitungen vom Karfreitag wurde schnell klar: Jugend­liche aus der ganzen Schweiz waren angereist, um der ausgearteten Party am Roten Platz beizuwohnen. Endlich Action! Eines muss man der Stadt St. Gallen also lassen: Sie schafft es auch mitten in der Pandemie, neue Tourismussegmente zu erschliessen.
Präzisionspiks  Nach Ostern nimmt das Impfzentrum in St. Gallen den Betrieb auf. Im Vorfeld löste die Standortwahl Diskussionen aus. Denn geimpft wird im Curling-Center – und nicht in der Olma-Halle, wie viele erwartet hatten. Dass der Piks im Lerchenfeld erfolgt, hat aber auch Vorteile: Der Ort ist bekannt für Treffsicherheit.
Pflegefachfrau  Der neu gegründeten Spitex AG in der Stadt St.Gallen läuft das Personal davon. Stadträtin Sonja Lüthi, Vorsteherin der Direktion Soziales und Sicherheit, sagt, die Rekrutierung neuer Kräfte sei im Gang. Dem Vernehmen nach soll sie sich aber bereits eine weisse Schürze anprobiert haben, falls es temporäre Aushilfen braucht.
Momentaufnahme  Stadtpräsidentin Maria Pappa hat ihre erste Jahresrechnung präsentiert. Und erst noch eine mit tiefschwarzen statt mit roten Zahlen wie budgetiert. Die Kurve mit der Besserstellung fürs Jahr 2020 zeigt steil nach oben. Pappa freut’s. Doch sie weiss genau: Wegen Covid-19 kann die Kurve bald in die andere Richtung zeigen.
Plattwurf  Der Schlussgang war eine klare Sache: Die Glarner Kandidatur für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025 stach die St.Galler Bewerbung deutlich aus. Die Glarner feiern und danken Schutzpatron Fridolin. Und die St.Galler? Sie lassen sich traditionsgemäss das Sägemehl vom Rücken klopfen.
Unkonventionell  Über 20 Jahre präsidierte Robert Schmid den Naturschutzverein der Stadt St. Gallen und Umgebung. Er ist kein typischer Naturschützer. Er politisierte in der SVP und fährt Auto. Aber eines ist für ihn klar: Wandernden Fröschen, wie sie gerade in diesen Tagen anzutreffen sind, lässt Robert Schmid immer den Vortritt.
Ladet zum Bade Nach der Sanierung des Grundablasses wird seit Dienstag endlich der Buebenweier wieder geflutet. Bis er und der benachbarte Mannenweier voll sind, braucht’s aber noch viel Wasser. Ein Februarbad liegt also trotz des Traumwetters nicht drin. Dafür ist der Weiher noch zu untief und das Virus immer noch zu aktiv.
Spelterini-Aerensemble  Sechstklässler des Spelterini-Schulhauses sind in den Genuss eines Blasmusikunterrichts gekommen. Mit von der Partie war auch der Schulleiter. Weil er später positiv auf das Coronavirus getestet wurde, mussten 40 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Geübt hatte das Ensemble «Never Be Alone» von Shawn Mendes.
Fasnacht im Homeoffice  Corona hat der St. Galler Fasnacht 2021 den Garaus gemacht. Agugge, Umzug, Föbü-Verschuss: Alles abgesagt. Nur die Schnitzelbänkler trotzen dem Lockdown und streamen ihr Programm ins Internet. Das hat auch Vorteile: Die Garderobe ist im Homeoffice doch um einiges bequemer.
Sankt Velostadt Der letzte Schneefall ist Wochen her. Velofahrerinnen und Velofahrer wurden aber noch bis vor kurzem an den Wintereinbruch erinnert. Verschiedenerorts waren die Velostreifen in der Stadt nämlich immer noch zugepfadet. Im Winter hilft in der Velostadt St. Gallen offenbar nur eins: Auf einen baldigen Frühlingsanfang hoffen.
Impfung?  Im Altersheim Heiligkreuz in St. Gallen hat sich lediglich rund ein Drittel der betagten Bewohnerinnen und Bewohner gegen Covid-19 impfen lassen. Im Gegenzug haben im Thurgau und in Appenzell Ausserrhoden Impfdrängler Empörung ausgelöst. Die behördlichen Impfstrategen stehen vor einer äusserst schwierigen Aufgabe.
Coronastreik Es gibt Berufsschüler und Kantonsschüler, die sehen nicht ein, weshalb für sie in der Coronapandemie Präsenzunterricht gilt. Sie drohen mit Streiks. Die Drohung ist ernst zu nehmen. Schliesslich ist das Streikmaterial, mit dem sie sich für die Rettung des Klimas einsetzten, ruckzuck umfunktioniert.
Verkettung  Der Skilift Beckenhalde ist ausgefallen – just vor dem grossen Schnee. Und der Hersteller des Ersatzteils war bis vor kurzem in den Ferien. Nun warten die Santjörgler Kinder ungeduldig, dass der Lift heute wieder läuft. Das Teil wurde wohl nicht per Post geliefert. Denn auch der Gelbe Riese hatte schwer mit dem Schnee zu kämpfen.
Schwere Blechlawine  Im Sommer geht es los auf der St. Galler Stadtautobahn: Mit der umfassenden Sanierung kann begonnen werden, nachdem Beschwerden die aufschiebende Wirkung nicht erteilt wurde. Die Ampeln für die Baumaschinen stehen auf Grün. Ob es da für Autos und Motorräder noch ein Durchkommen gibt? Es gibt Zweifler.