Die Weieren sind halbleer und eingezäunt: Wegen Bauarbeiten gibt es keinen Badespass

Bis im Februar muss eine Verbindungsleitung zwischen dem Mannen- und Bubenweier saniert werden.

Sandro Büchler
Merken
Drucken
Teilen
Wegen Bauarbeiten ist der Mannenweier bis im Februar abgesperrt.
Das Wasser wurde in den vergangenen Tagen abgelassen. Nun ist die Wasseroberfläche rund fünf Meter tiefer als normal.
So ergeben sich ungewohnte Blicke auf die Uferpartien.
Die Boje wurde an Land gezogen und liegt vor der Badhütte.
Das Sprungbrett ist abgebaut. Das Betreten der Baustelle verboten.
Grund für die Bauarbeiten ist eine knapp 100-jährige hölzerne Leitung und ein alter Schieber zwischen dem Mannenweier und dem etwas höher gelegenen mittleren Bubenweier.
Die Leitung (im Bild rechts neben dem Umkleidegebäude ist die Röhre sichtbar) muss ersetzt werden.
Um überhaupt an die marode Verbindungsleitung heranzukommen, wird das Wasser beim Bubenweier komplett abgelassen und beim Mannenweier (im Bild) teilentleert.
Hinter dem Umkleidegebäude wurde ein Fahrweg für die schweren Baumaschinen angelegt.
Der Pegel ist rund fünf Meter tiefer: «Da wäre es zu gefährlich, wenn sich jemand auf den Stegen aufhalten würde», sagt Marcel Spielmann, Fachspezialist für Wasserbau bei der Stadt.
«Das Risiko ist zu gross, dass jemand runterfallen könnte.»
Wegen der Unfallgefahr hat sich die Stadt entschieden, das Gelände grossräumig abzusperren.
Einige hartgesottene Schwimmer, die beinahe das ganze Jahr über und bei kühlen Wassertemperaturen ihre Längen im Mannenweier ziehen, ärgern sich über die Sperrung.
Man sei im äusserst knappen Bauprogramm sehr auf gutes Wetter und nicht zu kaltes Wasser angewiesen, sagt Wasserbauexperte Spielmann.
Damit die Badi zum Beginn der Badesaison im kommenden Mai wieder eröffnen könne.
Ein weiteres Risiko sind neben den Holzstegen...
...die Uferpartien, die durch den wegfallenden Wasserdruck instabil werden könnten.
Unbefugten ist der Zutritt zur Baustelle verboten.
Beim Augenschein am Mannenweier waren einzig zwei Bademeister damit beschäftigt, allerlei Unrat einzusammeln, der zum Vorschein gekommen ist.
Herausgefischt wurden zum Beispiel Flaschen und Dosen.
Auch beim Bubenweier ist das Wasser schon zum Teil entleert.
Enten suchen im Schlick nach Futter.
Und die Seerosen liegen auf Grund. Trotzdem leidet die Romantik auf dem Steg am Bubenweier scheinbar nicht.