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Der St.Galler Bär 2020

Seit 18 Jahren glossiert der St.Galler Bär Samstag für Samstag im Teil des «St.Galler Tagblatt» für die Stadt St.Gallen ein Ereignis der jeweils zurückliegenden Woche. Gezeichnet wird der Bär seit seinen Anfängen von Corinne Bromundt. Hier der Jahrgang 2020.

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Zug statt Bus.  St.Gallens Busnetz ist überdimensioniert, neue Buslinien und das geplante 100 Millionen Franken teure Busdepot im Lerchenfeld sind überflüssig. Stattdessen will Remo Daguati vom Hauseigentümerverband eine schnelle S-Bahn zwischen Winkeln und Bruggen. Für Stadtrat Peter Jans sind das nur «realitätsfremd» Spiele. (Illustration: Corinne Bromundt - 3. Juli 2020)
Land unter im Museum.  Das Dach des St.Galler Kunstmuseums ist undicht, bei Regen dringt Wasser ins Innere. Und nun hat der Stadtrat die Sanierung erneut verschoben. Wenn aber in absehbarer Zeit nichts unternommen wird, muss sich Museumsdirektor Roland Wäspe auf Führungen unter erschwerten Bedingungen einstellen. (Illustration: Corinne Bromundt - 27. Juni 2020)
'S isch nöd.  Rekord: So früh ist die Absage des St. Galler Kinderfests noch nie gekommen. Ein gutes Jahr vor der geplanten Durchführung im Sommer 2021 hat der Stadtrat die Coronanotbremse gezogen. 2024 findet dafür das 200-Jahr-Jubiläumskinderfest statt. Das ist ein schwacher Trost für viele Städter, denen das Kinderfest lieb ist. (Illustration: Corinne Bromundt - 20. Juni 2020)
Mit unseren Stärken werben. St.Gallerinnen und St.Galler sollen die Vorzüge ihrer Stadt neu entdecken, das Zentrum beleben und dem Gewerbe klingelnde Kassen bescheren. Diese Ziele verfolgt eine neue Kampagne mit dem Slogan «Sankt» und einem Stichwort zu einer Stadtsanktgaller Stärke. Die Kokser setzen sie schon um. Sie sind eine Nasenlänge voraus und haben St.Gallen an die Spitze der Schweiz geschnupft.Illustration: Corinne Bromundt - 13. Juni 2020)
Wildwuchs bei den Öffnungszeiten Die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten in der St.Galler Innenstadt macht es Shoppern und Touristen nicht einfacher, einkaufen zu gehen. Während einige Läden neuerdings an Werktagen bis 20 Uhr offen haben, schliessen andere schon viel früher. Künftig braucht man wohl einen Shoppingführer. (Illustration: Corinne Bromundt - 6. Juni 2020)
Super-Lukas stoppt die Bagger.  Auf einer Baustelle auf dem Rosenberg wurden auf den Wurzeln von 100-jährigen Bäumen Schutt und Baumaschinen abgeladen. Das sei immenser Stress für sie, sagt WWF-Geschäftsführer Lukas Indermaur: «Als ob man mit einer Walze über Zehen fährt.» Er ist Retter in der Not und stoppt die Baufirma. (Illustration: Corinne Bromundt - 30. Mai)
Langsamverkehr neu definiert. Die Organisation Umverkehr will dafür sorgen, dass Fussgänger, Velofahrer, Busse und Bäume mehr Platz auf den St.Galler Strassen bekommen – zu Lasten von Autos. Zu diesem Zweck hat sie zwei Initiativen lanciert. Autofahrer müssen sich also darauf einstellen, auch bald zum Langsamverkehr zu gehören. (Illustration: Corinne Bromundt - 23. Mai)
Das Virus hat zugeschlagen. Was SVP-Kantonsrat Erwin Böhi mit Vorstössen im Kantonsrat nicht schaffte, schafft das Coronavirus spielend: Die Festspiele St.Gallen finden nicht statt. Böhi dürfte sich freuen – zusammen mit allen, die auf dem Klosterplatz an der Sonne liegen wollen. Keine Freude herrscht sicher bei Theaterdirektor Werner Signer. (Illustration: Corinne Bromundt - 16. Mai)
Spiel mir das Lied vom Knast. Stadtparlamentarier und Barista Gallus Hufenus widersetzt sich der Weisung der Behörden, im Kaffeehaus wegen der Anti-Corona-Schutzmassnahmen keinen Pianisten spielen lassen zu dürfen. Notfalls will er dafür sogar ins Gefängnis gehen. Für die passende Musik könnte man dort schon auch sorgen. (Illustration: Corinne Bromundt - 9. Mai)
Open Air in Zeiten von Corona. Die Fans des Open Air St.Gallen sind es sich ja gewohnt, dass das Festival regelmässig ins Wasser fällt – zumindest wörtlich. Dieses Jahr fällt es wegen der Coronakrise sprichwörtlich ins Wasser. Dabei wäre es Festivalleiter Christof Huber mit etwas Fantasie bestimmt möglich gewesen, es trotzdem durchzuführen. (Illustration: Corinne Bromundt - 2. Mai)
Die Stadt ist ein Schwamm. Im ehemaligen Kino Rex am Blumenbergplatz plant Entsorgung St.Gallen ein Rückhaltebecken für Regenwasser. Nicht etwa, um am Rand der Altstadt ein Schwimmbad zu eröffnen, sondern als Massnahme aus dem Konzept einer «Sponge City», für höhere Lebensqualität. Auf einem Schwamm lebt sich’s bestimmt gut. (Illustration: Corinne Bromundt - 25. April)
Urwaldstadt. Die Begrünung von Fassaden und Dächern soll in der Stadt St.Gallen finanziell gefördert werden. Das findet der grüne Stadtparlamentarier Andreas Hobi und das findet auch der Stadtrat. Im Fonds der Deponie Tüfentobel liegen dafür knapp eine Million Franken. Die Gefahr, dass St.Gallen eine Urwaldstadt wird, ist nicht akut. (Illustration: Corinne Bromundt - 18. April)
Kein Wunder, dass sie zittert ...  Im Garten der Villa Wiesental ist der Bau eines Hotels samt Tiefgarage geplant. An diesen Neubau ist die Sanierung der Villa geknüpft. Allerdings ist fraglich, ob das 1878 in der Gründerzeit erbaute Haus an der Rosenbergstrasse den Spatenstich fürs Hotel überlebt, so wacklig und verwittert steht es heute da. (Illustration: Corinne Bromundt - 11. April)
Endlich Ferien! Die Coronakrise fordert viele Eltern doppelt. Während sie zu Hause im Homeoffice arbeiten, müssen sie sich auch noch um das Homeschooling ihrer Kinder kümmern. Dass drei Wochen nach den Schulschliessungen jetzt die Frühlingsferien beginnen, freut deshalb vor allem die Eltern. (Illustration: Corinne Bromundt - 4. April)
Supersunday im September. Wegen der Coronakrise hat die Stadt die Abstimmungen über die Neugestaltung von Marktplatz und Bohl sowie über einen Nachtrag zur Gemeindeordnung auf Ende September verschoben. Dann stehen auch eidgenössische Abstimmungen sowie die Gesamterneuerungswahlen von Stadtrat und Stadtparlament an. (Illustration: Corinne Bromundt - 28. März)
ÖV im Zeitalter von Corona. Die Fahrgastzahlen der städtischen Verkehrsbetriebe sind wegen des Corona-Virus stark eingebrochen. Die Busse fahren deshalb ab kommenden Montag im Ferienfahrplan. Doch wie lange braucht es überhaupt noch Busse, wenn das so weitergeht? Die VBSG halten besser schon mal Ausschau nach Ersatz. (Illustration: Corinne Bromundt - 21. März)
Endlich ungestört arbeiten. Am Montag ging in der Stadtverwaltung nichts mehr: Weder per Mail noch per Telefon waren die Angestellten erreichbar. Böse Stimmen sagen, dass etliche von ihnen gleich auch in den Ruhemodus gegangen seien. (Illustration: Corinne Bromundt - 14. März)
Es lebe der Sport. Die Migros Ostschweiz will nicht mehr, dafür interessieren sich gut 20 Bewerber für eine Zwischennutzung der Sportanlage Gründenmoos im Westen der Stadt: Springreiter, Fussballer, Volleyballer und viele Sportler mehr. Der Stadtrat entscheidet bald, wer den Zuschlag erhält. Für die Bewerber ist das eine Zitterpartie. (Illustration: Corinne Bromundt - 7. März)
In die Schranken weisen. Immer wieder verwechseln betrunkene Automobilisten ihr Vehikel mit einem Zug und brettern vom Bahnhofplatz her auf die Gleise beim Gaiserbahnhof. Vielleicht hätten Appenzeller Bahnen ihre Schranken statt am Fussgängerübergang hinter der Haltestelle besser auf der Seite zum Bahnhofplatz hin aufgestellt. (Illustration: Corinne Bromundt - 29. Februar 2020)
SP gegen PS. Der SP geht es zu langsam mit der geplanten Pförtneranlage in der Liebegg, die den Autoverkehr aus dem Appenzellerland in die Stadt dosieren soll. Am Mittwoch hat sie im Riethüsli mit einem Transparent auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Höchste Zeit für Genossinnen und Genossen, selbst Hand anzulegen. (Illustration: Corinne Bromundt - 22. Februar 2020)
Alarmstufe Kot. Die Stadtverwaltung hat diese Woche den einzigen Robidog-Behälter auf der Klosterwiese abmontiert – weil sie ihn reparieren muss. Das bringt Hündeler ins Rotieren. Obwohl es im Umkreis der Kathedrale diverse Abfallkübel und weitere Robidogs gibt, scheinen einige mit dem Häufchendrang ihres Vierbeiners überfordert zu sein. (Illustration: Corinne Bromundt - 15. Februar 2020)
Kampf um jeden Vogel. Am Freitagabend ist in St.Gallen eine Lokalsektion von Birdlife, dem Schweizer Vogelschutz, gegründet worden. Das erbost einzelne Mitglieder des städtischen Naturschutzvereins, der seit 50 Jahren «im Geschäft» ist. Konkurrenz belebt dieses, heisst es. Auf den Wohnungsmarkt für Vögel kommen traumhafte Zeiten zu. (Illustration: Corinne Bromundt - 8. Februar 2020)
Vollbad. Das Amt für Eis und Bad hat den Schwimmvereinen im Blumenwies mehr Platz zugesprochen. Den Hobbyschwimmern steht damit am Mittwochabend nur noch eine Bahn zur Verfügung. Das verärgert Schwimmer, dabei meint es die Stadt eigentlich gut: Ein Bad in der Menge ist nun jedem Gast garantiert. (Illustration: Corinne Bromundt - 1. Februar 2020)
Es geht auch ohne Stau. Wegen zahlreicher Baustellen kommt es auf der Stadtautobahn derzeit regelmässig zu Behinderungen und Stau. Am Mittwoch war alles anders: US-Präsident Donald Trump zeigte auf der Fahrt vom WEF in Davos zum Flughafen Zürich, wie’s geht: Alle Ein- und Ausfahrten absperren, dann herrscht freie Fahrt. (Illustration: Corinne Bromundt - 24. Januar 2020)
Unter falschem Namen Das Hollywood Symphony Orchestra steht für hochstehende Interpretationen weltbekannter Filmmusik. Das gleichnamige Orchester, das am Donnerstag in der St.Galler Tonhalle aufgetreten ist, stammt jedoch aus Europa. Der Soundtrack-Zauber dürfte sich – wie kurz zuvor in Genf – schnell aufgelöst haben. (Illustration: Corinne Bromundt - 18. Januar 2020)
Ab auf die grüne Piste! Von Schnee fehlt in St. Gallen Mitte Januar noch jede Spur – und die weisse Pracht ist auch in den kommenden Tagen nicht zu erwarten. Die Skilifte in der Stadt waren diesen Winter noch keinen einzigen Tag in Betrieb. Höchste Zeit also, in der «Stadt im grünen Ring» über Alternativen nachzudenken. (Illustration: Corinne Bromundt - 11. Januar 2020)
Schon wieder etwas grösser! Im November hat die Stadt St.Gallen erneut die Grenze von 80'000 Bewohnerinnen und Bewohnern geknackt. Dies sicher zur Freude von Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Zwar dürfte die Bevölkerungszahl Ende 2019 wieder unter die magische Marke gesunken sein, aber: Wir wachsen! (Illustration: Corinne Bromundt - 4. Januar 2020)