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Animation statt Gipsmodell: Waldkircher können neue Bauprojekte in 3D betrachten

Die Gemeinde Waldkirch präsentiert heute die Auswirkungen des neuen Richtplans auf die Zonenplanung. Um den Bürgern ein konkretes Bild zu verschaffen, setzt die Gemeinde auf ein 3D-Geoportal.
Arcangelo Balsamo
Waldkirch virtuell: Künftig können sich Einwohnerinnen und Einwohner am Bildschirm ein besseres Bild von geplanten Bauprojekten machen. (Sreenshot: Gemeinde Waldkirch)

Waldkirch virtuell: Künftig können sich Einwohnerinnen und Einwohner am Bildschirm ein besseres Bild von geplanten Bauprojekten machen. (Sreenshot: Gemeinde Waldkirch)

«Das sieht ganz anders aus, als ich es mir vorgestellt habe.» Diesen Satz habe er nach Abschluss von Bauprojekten schon mehrfach gehört, sagt Aurelio Zaccari, der Gemeindepräsident von Waldkirch. «Nicht jeder kann auf einen herkömmlichen Plan schauen und sich danach räumlich vorstellen, wie das Ergebnis aussehen wird.» Auch deshalb möchte die Gemeinde auf 3D-Geodaten setzen. «Man sieht so auf den Plänen nicht mehr alles aus der Vogelperspektive und hat direkt eine Vorstellung wie ein Gebäude oder eine umgestaltete Strasse nach der Realisierung aussehen wird», sagt Zaccari.

Die Umstellung auf die virtuellen Pläne soll vor allem bei der Öffentlichkeitsarbeit helfen; etwa im Hinblick auf den neuen Richtplan. Am Mittwochabend um 20 Uhr findet diesbezüglich eine Info-Veranstaltung in der Aula des Oberstufenzentrums Bünt statt. Dabei wird das neue System verwendet. «Wir werden die Auswirkungen des neuen Richtplans, des Zonenplans und des Baureglementes in 3D zeigen», sagt Zaccari. Es soll zu sehen sein, wie die räumliche Entwicklung geplant ist, wie gross künftig die Abstände zwischen den Gebäuden sein dürfen und wie hoch an welchem Ort gebaut werden darf.

Baupläne werden im Netz aufgelegt

Mit den 3D-Plänen soll sich irgendwann auch die Prozedur bei der Ausschreibung von Bauprojekten ändern. «Architekten können ihre Vorschläge digital einreichen. Diese werden dann direkt in das dreidimensionale System übernommen», sagt Zaccari. Auf der digitalen Karte könne der Vorschlag danach von allen Seiten und Höhen betrachtet werden.

Denkbar ist, dass das Auflegen der Pläne im Gemeindehaus damit eines Tages überflüssig wird. Stattdessen können die Bürger geplante Bauprojekte von zu Hause aus im Internet begutachten. Gipsmodelle würden ebenfalls nicht mehr benötigt. Dies verringere auch die Kosten, sagt Zaccari. «Vorläufig werden bei öffentlichen Auflagen aber nach wie vor Planunterlagen in Papier aufgelegt.»

Andere Gemeinden sind gespannt auf Reaktion

Für das dreidimensionale Geoportal hat die Gemeinde mit der Geoinfo AG zusammengearbeitet. Das Unternehmen hat mit den Vermessungsdaten der Grundstücke und Gebäude einen dreidimensionalen Gemeindeplan für Waldkirch entwickelt. Gemeinsam mit der St. Galler ERR Raumplaner AG wurden nun der neue Zonenplanentwurf sowie die Rahmenbedingungen aus dem neuen Baureglement im 3D-Geoportal zusammengeführt.

Die Geoinfo AG hat schon diverse 3D-Geoportale für Ostschweizer Gemeinden realisiert. «Für die Öffentlichkeitsarbeit, wie sie Waldkirch vorschwebt, werden die Portale aber bisher nirgends verwendet», sagt Ingolf Jung von der Geoinfo AG. Entsprechend gespannt seien die anderen Kunden des Unternehmens, wie diese neue Herangehensweise von der Waldkircher Bevölkerung aufgenommen werde.

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