Bilanz: Die Kinder in Rorschacherberg toben sich gerne am Sonntag aus

Die Stiftung Idéesport lädt in der kalten Jahreszeit jeden Sonntag Kinder zum Gratis-Sport in die Turnhalle Klosterguet in Rorschacherberg ein. Das Angebot kommt an.

Martin Rechsteiner
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Ob Ringturnen oder Mattenschaukeln: Die Opensundays in der Klosterguet-Halle sind auch in ihrer sechsten Saison beliebt. (Bild: zVg)

Ob Ringturnen oder Mattenschaukeln: Die Opensundays in der Klosterguet-Halle sind auch in ihrer sechsten Saison beliebt. (Bild: zVg)

Mattenschaukeln, Sprossenwandhangeln oder Kurse in Selbstverteidigung: Das Programm des Opensunday, das in den kalten Monaten wöchentlich für Kinder in Rorschacherberg stattfindet, ist abwechslungsreich. Noch bis Ende März steht die Klosterguet-Halle jeden Sonntag Kindern offen. Die Veranstalterin, die Schweizer Stiftung Idéesport, schaut zufrieden auf die Saison zurück.

«Wir nutzen Sport als Mittel der Gewalt- und Suchtprävention, der Gesundheitsförderung und der gesellschaftlichen Integration», sagt Lena Kopp, Projektmanagerin der Stiftung. Projekte wie das Opensunday führt Idéesport in der ganzen Schweiz in 161 Gemeinden durch.

Sport statt Netflix

In Rorschacherberg findet das Projekt in seiner sechsten Saison statt. «Das Angebot ermöglicht Kindern, sich einen Nachmittag lang in der Sporthalle auszutoben, statt sich zu Hause vor dem Bildschirm zu verschanzen.» Die Stiftung ist mit den Rorschacherberger Besucherzahlen zufrieden: «Zum Saisonstart stürmten rekordverdächtig viele Kinder die Sporthalle Klosterguet», sagt Kopp. Nach dem Schnee- und Wettersegen im neuen Jahr habe die Anzahl Kinder in der Halle leicht abgenommen, da sich die Kleinen vermutlich lieber im Pulverschnee und auf der Piste ausgetobt hätten als in der Turnhalle. «Der treue Kern der Opensunday-Teilnehmenden jedoch nahm die Halle stets in Beschlag und gestaltete zusammen mit dem Team das Programm nach Lust und Laune.»

Gemeinde zahlt den Grossteil

Im Durchschnitt besuchten jede der vergangenen 14 Veranstaltungen 28 Primarschüler – Mädchen und Knaben ausgeglichen. «Im Schweizer Schnitt nehmen 34 Kinder an einem Opensunday teil. Da die Halle in Rorschacherberg aber zu den kleineren der beteiligten gehört, ist 28 eine gute Zahl», sagt Kopp. Für die Kinder ist das Angebot gratis – 80 Prozent der Kosten trägt die Gemeinde, den Rest übernimmt die Stiftung mit Hilfe von Spendengeldern.

Jugendliche haben Aufsicht

«Die Atmosphäre ist lebendig, animiert zum Mitmachen und jeder Nachmittag ist gestalterisch wieder anders», sagt Kopp. Regionale Vereine besuchen Opensundays und präsentieren ihr Angebot. Die Kinder erhalten so einen Einblick in die Jugi, ins Zumba oder in die Selbstverteidigung. «Junge Erwachsene und Jugendliche organisieren und betreuen die Nachmittage.»

Das Angebot findet bis am 31. März sonntags von 13.30 bis 16.30 Uhr für alle Kinder im Primarschulalter statt. «Es machen auch regelmässig die Kinder der Sonderschule Wiggenhof mit. Das freut uns besonders», sagt Kopp. Zwischen den Herbst- und Frühlingsferien 2019/20 soll das Projekt in Rorschacherberg erneut stattfinden.