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Bevölkerungszahlen Region Rorschach: Goldach legt deutlich zu

Die meisten Gemeinden der Region Rorschach verzeichnen laut aktuellsten Zahlen mehr Einwohner. In Goldach sind die Gründe dafür eindeutig. Lediglich Rheineck hatte einen Rückgang.
Valentina Thurnherr

Laut aktuellsten Zahlen darf Goldach für das Jahr 2018 ein auffälliges Wachstum der Einwohnerzahlen verzeichnen. 220 Personen mehr zog es in die Gemeinde, das ist ein Plus von 2,4 Prozent. In den vorangegangenen vier Jahren stagnierten die Zahlen oder waren gar rückläufig.

Warum es genau im letzten Jahr so viele Neuzuzüger gab, erklärt sich Gemeindepräsident Dominik Gemperli mit den vielen Neubauten, die im 2018 fertiggestellt wurden. «Dazu kommt, dass in den vergangenen Jahren viele Liegenschaften renoviert oder saniert wurden. Entsprechend blieben die Einwohnerzahlen gleich oder gingen sogar zurück.» Im vergangenen Jahr konnten bereits einige Renovationen und Sanierungen abgeschlossen werden. So zum Beispiel ein Hochhaus an der Haini-Rennhasstrasse, das komplett saniert wurde. «Die Wohnungen sind mittlerweile allesamt wieder bezogen.» Hinzu kommen Neubauten an der Schulstrasse.

«Der Wachstumstrend wird wohl so weitergehen», sagt Gemperli. «In den kommenden Jahren sollen nämlich in verschiedenen Etappen rund 300 neue Wohnungen entstehen.»

Immer mehr Wohnfläche benötigt

Auch Rorschacherberg lockte im letzten Jahr viele Neuzuzüger an. Die Gemeinde verzeichnet 108 Einwohner mehr, was ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2017 ausmacht. «Wir hatten eine starke Bautätigkeit und viele neue oder renovierte Wohnungen, die 2018 bezogen werden konnten», sagt Gemeindepräsident Beat Hirs. «Die Entwicklung wird auch im kommenden Jahr so weitergehen, da wir noch einige Wohnhäuser haben, deren Renovationen in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen.» Wo viele Neubauten entstehen, nehme die Bevölkerung meist zu. «Wenn gar keine entstehen, nimmt sie eher ab.» Gründe dafür gebe es einige. Zum Beispiel blieben viele Eltern in ihren Häusern wohnen, wenn die Kinder ausziehen – diese wiederum bezögen eigene Wohnungen, meist in derselben Gemeinde, und benötigten somit zusätzlich Wohnfläche.

«Neuere Wohnungen sind zudem in der Regel altersgerecht gebaut und die Spitex erspart den Wechsel ins Altersheim.»

In den meisten Gemeinden der Region Rorschach konnte 2018 ein Plus verzeichnet werden. So hatte Tübach ein Mehr von 2,2 Prozent, Untereggen 1,7 Prozent und Thal 1,4 Prozent. Eher stagnierend sind die Zahlen in Steinach mit 0,4 Prozent Plus und Rorschach mit 0,2 Prozent mehr Einwohnern.

Nach stetigem Zuwachs, auffällige Abnahme

Lediglich in einer Gemeinde der Region sind die Einwohnerzahlen deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2017 durfte Rheineck noch ein Plus von einem Prozent verzeichnen und im Jahr davor eines von 4,3 Prozent. Umso überraschender ist das Minus von 1,9 Prozent im vergangenen Jahr. Eine Schwankung, die laut Gemeindepräsident Hans Pfäffli aber gar nicht so ungewöhnlich sei. «In den letzten vier Jahren entstanden einige neue Mehrfamilienhäuser, was entsprechend Neuzuzüger anlockte.» Besonders 2016 sei der Zuwachs enorm gewesen, nachdem Wohnblöcke fertiggestellt worden seien.

«Im Normalfall bleibt der Zuwachs relativ stabil. Weder sind wir eine grosse Gemeinde, noch haben wir bodenmässig viel Entwicklungsmöglichkeit», sagt Pfäffli. Wo zum Beispiel viele Einfamilienhaus-Quartiere entstünden, ziehe es automatisch mehr Leute an. Bezüglich des deutlichen Minus bei den Einwohnerzahlen mache er sich aber keine Sorgen. «Gegen Ende Jahr muss es nur ein paar Todesfälle geben und einige Personen die wegziehen, dann kann das schnell diese 66 Einwohner weniger ausmachen», sagt Pfäffli.

«Wichtig ist, dass wir die Zahlen über mehrere Jahre beobachten. Ein einmaliger solcher Rückgang ist daher kein spezielles Vorkommnis.»

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