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Beschwerde weitergezogen: Bauprojekt der katholischen Kirche Region Rorschach bleibt blockiert

Weil der Administrationsrat der Katholiken auf eine Abstimmungsbeschwerde in Rorschach nicht eingegangen ist, hat der Beschwerdeführer diese an das St.Galler Verwaltungsgericht weitergezogen. Damit kann auch das Haus Navan im Zentrum von Rorschach vorläufig nicht gebaut werden, da der Kredit von 13,2 Millionen Franken blockiert bleibt.
Rudolf Hirtl

Der Administrationsrat der Katholiken ist auf eine Abstimmungsbeschwerde in Rorschach nicht eingetreten und hat diese zurückgewiesen («Tagblatt» vom 24. August). Der Beschwerdeführer forderte unter anderem, die Schlussabstimmung zum Projekt Navan für ungültig zu erklären. Laut katholischem Administrationsrat hat der Beschwerdeführer Verfahrensfehler bei der Kirchbürgerversammlung geltend gemacht. Gemäss Gemeindegesetz gelten Verfahrensmängel allerdings nur, wenn sie noch während der Versammlung gerügt worden sind. Der Beschwerdeführer habe es laut Administrationsrat aber während der Versammlung unterlassen, konkrete Rügen vorzutragen. Eine Beschwerde nur anzukünden genüge nicht.

Administrationsrat der Katholiken hält an Beurteilung fest

Mit diesem Entscheid ist der Beschwerdeführer allerdings nicht einverstanden. «Die Beschwere wurde an das Verwaltungsgericht St.Gallen weitergezogen», bestätigt Verwaltungsdirektor Thomas Franck. Der Administrationsrat der Katholiken nehme es zur Kenntnis, dass der Fall nun von der höchsten katholischen Instanz zur staatsrechtlichen Körperschaft wechsle. Kommentieren wolle er dies nicht. «Wir halten am Nichteintreten fest und erachten unsere Beurteilung als korrekt. Wir sind nun selbst gespannt, wie ein anderes Gericht entscheidet», so Franck. Betrachte man den Fall für sich und lasse alles andere weg, so sei ein Weiterzug nicht nur interessant, sondern in der Regel meist auch lehrreich.

Der Spatenstich für das Haus Navan , das die Kirche Region Rorschach im Stadtzentrum bauen möchten, muss weiter warten. (Visualisierung: PD)

Der Spatenstich für das Haus Navan , das die Kirche Region Rorschach im Stadtzentrum bauen möchten, muss weiter warten. (Visualisierung: PD)

Es droht eine unendliche Geschichte zu werden

Der Beschwerdeführer hat zwei Wochen Zeit, um dem Verwaltungsgericht eine plausible Begründung zukommen zu lassen. Ausserdem ist ein Kostenvorschuss von 2000 Franken zu leisten. Geschieht dies nicht, wird der Fall zu den Akten gelegt.

Pius Riedener, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Region Rorschach, bedauert die aktuelle Entwicklung. «Es ist schade, dass das Projekt Haus Navan, beziehungsweise der an der besagten Kirchbürgerversammlung gesprochene Kredit über 13,2 Millionen Franken nun weiter blockiert ist. Wir hoffen, dass das Ganze nicht zu einer unendlichen Geschichte wird.»

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