Bergbahnenstreit: Toggenburg Bergbahnen zieht Fusionsangebot mit Bergbahnen Wildhaus zurück

Der 12-Millionen-Bau der neuen Wildhauser 6er-Sesselbahn sorgt für Ärger. Die Toggenburg Bergbahnen zieht ihr Fusionsangebot mit den Bergbahnen Wildhaus zurück.

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Wegen der Investition von 12 Millionen Franken in den neuen Wildhauser 6er-Sessellift ziehen die Toggenburg Bergbhanen das im September 2019 unterbereitete Fusionsangebot nun zurück.

Wegen der Investition von 12 Millionen Franken in den neuen Wildhauser 6er-Sessellift ziehen die Toggenburg Bergbhanen das im September 2019 unterbereitete Fusionsangebot nun zurück.

Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller

(bro) In einem an die Aktionäre der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) gerichteten Zeitungsinserat teilt die Toggenburg Bergbahnen AG (TBB) in der Samstagspresse mit, dass sie ihr Fusionsangebot «aufgrund veränderter Bedingungen» – sprich, dem Bau des neuen 6-er Sessellifts im Wildhauser Oberdorf – zurückziehen. Die TBB stellt die finanzielle Tragbarkeit des Sessellifts in Frage und weist auf die Rückzugsklausel im Fusionsangebot hin.

«Wunsch des Nachbarn nach Alleingang»

In den letzte Monaten sei die TBB wiederholt auf den Präsidenten der BBW zugegangen, um die Fusion voranzutreiben. Dessen Reaktionen hätten bestätigt, dass er kein Verständnis für eine Fusion und ein gemeinsames Ticket habe. Die TBB schreibt:

«Es bleibt der Toggenburg Bergbahnen AG nun nichts anderes übrig, als den Wunsch des Nachbarn nach Alleingang zur Kenntnis zu nehmen.»

Die TBB bitte um Verständnis für den heutigen Rückzug der Fusionsofferte. Dieser sei «ein Gebot unternehmerischer Vernunft und ökonomischer Sorgfalt.» Die TBB bedanke sich bei den vielen Wildhauser Aktionären, welche die Bereitschaft zum Aktienverkauf oder -tausch verbindlich erklärt hatten. Die daraus entstandenen gegenseitigen Verpflichtungen fielen mit dem heutigen Datum dahin.

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