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100'000 Franken für neue Uniformen: Die Musikgesellschaft Berg lässt sich ihr neues Kleid einiges kosten

Die Musikgesellschaft Berg will ihre Mitglieder neu einkleiden. Finanziert werden soll das Vorhaben mit kleineren Sponsoring-Events.

Elena Fasoli
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Die bisherige Uniform der Musikgesellschaft Berg stammt aus dem Jahr 1992.

Die bisherige Uniform der Musikgesellschaft Berg stammt aus dem Jahr 1992.

Bild: PD (26. Mai 2019)

Neue Uniformen sind bereits seit längerer Zeit ein Wunsch der Musikgesellschaft Berg. Aufgrund der Coronakrise hat sich dieses Vorhaben nun um zwei Jahre verzögert. Die Finanzierung wurde dieses Jahr durch die Pandemie erschwert. Denn die Kosten für die Neuuniformierung belaufen sich auf etwa 100'000 Franken. Deshalb sind nun kleinere Events während der nächsten zwei Jahren geplant, um genügend Geld aufzubringen.

«Wir tragen unsere Uniformen seit 1992», sagt Nadine Fecker, Präsidentin des Organisationskomitees der Neuuniformierung. Die Uniform sei eine der ältesten der Umgebung. Man sehe ihr das Alter zwar nicht an, aber es hätten sich einige Probleme damit ergeben. So habe die Musikgesellschaft Berg eine Zeit lang zu wenig Uniformen gehabt und musste auf Strickjacken ausweichen. Ausserdem gab es bisher nur einen Männerschnitt.

«Wir haben zwar eine gelernte Schneiderin im Verein, die Anpassungen vorgenommen hat», sagt Fecker. Trotzdem seien die Uniformen für viele Frauen zu gross.

«Mein eigenes Hemd geht mir fast bis zu den Knien.»

Wie die neuen Uniformen aussehen werden, steht noch nicht fest. «Wir werden zunächst den Hersteller aussuchen», sagt Fecker. Momentan seien noch zwei im Rennen. Die Farbe und genaue Ausstattung wird dann per Mehrheitsentscheid ausgewählt. «Die Hauptsache ist, dass die neue Uniform funktionaler und weniger schwer ist», sagt die OK-Präsidentin. Auch ein Frauenschnitt sei dieses Mal geplant. Ob die Uniformen für die etwa 35 Musikerinnen und Musiker massgeschneidert werden, ist abhängig von der Auswahl des Herstellers.

Planung eines grossen Anlasses ist zu riskant

Ursprünglich war geplant gewesen, die neuen Uniformen an einem Kreismusiktag mit grossem Fest im Juni 2021 einzuweihen. Dies erweist sich wegen der Coronapandemie jedoch als schwierig. «Sponsoren-Events kann man natürlich momentan nicht durchführen», sagt Fecker. Ausserdem sei die Planung eines grossen Anlasses riskant, weil er dann allenfalls nicht stattfinden könne. Daher entschloss sich der Verein, 2023 als Ziel für die neuen Uniformen anzustreben. «Es war sicher die richtige Entscheidung, das Fest abzusagen», so Fecker.

Verschiedene kleine Events sollen ab nächstem Jahr die nötigen Mittel für die Neuuniformierung aufbringen. Das OK hat dafür schon einige konkrete Ideen. Zunächst sollen die Vereinsmitglieder an einem sogenannten Helfertag in Berg und Freidorf für einen freiwilligen Beitrag Fenster putzen, einkaufen und Gärten pflegen.

«Wir wollen den Menschen etwas zurückgeben, anstatt nur nach Geld zu fragen», sagt Fecker. Weitere Ideen sind ein Muttertagsbrunch, Public Viewings, ein Sponsorenlauf und eine Olympiade mit anderen Vereinen aus der Umgebung. Letzteres soll den gesellschaftlichen Aspekt des Vereinslebens fördern. Wann genau die Events stattfinden, ist wegen Corona noch nicht ganz klar. «Doch wir haben glücklicherweise noch etwas Zeit bis 2023», sagt Fecker.

OK wurde kürzlich neu zusammengestellt

«100'000 Franken sind eine stolze Summe», sagt Fecker. Neben den geplanten Anlässen wird vermutlich ein grosser Teil des Geldes von Sponsoren kommen. Die OK-Präsidentin ist jedoch optimistisch, was die Finanzierung betrifft. «Unser OK ist eine Mischung aus jüngeren und älteren Leuten, die alle am gleichen Strang ziehen», sagt Fecker. Das Organisationskomitee wurde im September neu zusammengestellt, um frischen Wind in das Vorhaben zu bringen. Nadine Fecker übernimmt zum ersten Mal eine grössere Aufgabe innerhalb des Vereins. Die 22-Jährige sieht neben der Koordination ihre eigene Aufgabe darin, die Vereinsmitglieder weiterhin zu motivieren. «Wir behalten das Ziel trotz Verzögerung vor den Augen.»

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