Beliebter Burgerbrater «The Ami» zieht an die Rorschacher Hafenmeile

Im ehemaligen Café Schnell will Adam Koc ab dem Frühjahr Burger servieren. Damit alles glatt läuft war der junge Rorschacher Koch kürzlich bei seinem früheren Chef in New York auf «Inspirationsbesuch».

Martin Rechsteiner
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Adam Koc in den Räumen des Ehemaligen Café Schnell. Wo jetzt noch Baumaterial und Staub liegen, soll es ab dem Frühjahr Amerikanische Spezialitäten bei topmoderner Restuaranteinrichtung geben. (Bild: Martin Rechsteiner)

Adam Koc in den Räumen des Ehemaligen Café Schnell. Wo jetzt noch Baumaterial und Staub liegen, soll es ab dem Frühjahr Amerikanische Spezialitäten bei topmoderner Restuaranteinrichtung geben. (Bild: Martin Rechsteiner)

Es geht etwas in den Räumen des ehemaligen Café Schnell an der Rorschacher Hafenmeile. Die Fenster sind seit kurzem herausgerissen, die Löcher mit Schaltafeln vernagelt. Aussen an der Mauer steht ein Steinmetz auf einer Leiter und flickt vorsichtig Risse mit Mörtel. Handwerker gehen im Gebäude ein und aus. 

Noch in diesem Frühling soll hier das amerikanische Restaurant The Ami neu eröffnen. Der Besitzer Adam Koc, der das Lokal zuvor an der Heidenerstrasse betrieben hatte, will aber noch nicht sagen, wann genau. «Wenn wir ein Datum bekanntgeben, verursacht das nur unnötige Eile.»

Besuch beim früheren Chef

Koc will es ruhig und bedacht angehen. Gerade erst hat der 28-jährige Koch, der für eine Zeit in den USA gearbeitet hat, wieder einmal seinen ehemaligen Chef in New York besucht. «Ich war zur Inspiration da», sagt er und gähnt. «Der Jetlag steckt mir immer noch in den Knochen.» Und kalt sei es gewesen. «Es herrschten Temperaturen von bis zu minus dreissig Grad – eine Kälte, die regelrecht brennt auf der nackten Haut.» Es sei schön, wieder in der vergleichsweise warmen Schweiz zu sein. 

Für Koc geht es ab jetzt allerdings, trotz Bedächtigkeit, regelrecht heiss zu und her, wenn er die Eröffnung bis im Frühling schaffen will. Denn das Innere des Restaurants ist noch kalt, dunkel und staubig. Überall steht Baugerät herum, Kabel ragen aus dem Fussboden. Plättchen an den Wänden deuten darauf hin, wo künftig die Küche liegen könnte. «Alles wird neu ausgebaut und topmodern eingerichtet», verspricht Koc.  Bis zu 100 Gäste sollen dereinst in «The Ami» Platz finden und bis zu 30 draussen auf dem Vorplatz.

Nicht nur Burger, Steaks und Fries

Kulinarisch soll «The Ami» bieten, was ein echter Amerikaner eben auf seiner Speisekarte führt: Burger, Steaks und Fries – also Pommes frites. Aber nicht nur. Nebst vegetarischen und veganen Gerichten, will Koc, wie im vorherigen «The Ami», einmal im Monat Sushi servieren. «Das war damals der Renner.» Sämtliche Gerichte sollen aus regionalen Zutaten bestehen. Das Lokal wird laut Koc tagsüber dauerhaft offen sein und auch für Gäste, die auf Kaffee und Gebäck aus sind, etwas bieten. 

Dass Koc mit seinem Vorgänger-Restaurant an der Heidenerstrasse einen Nerv getroffen hatte, zeigen die zahlreichen Anfragen, die der Rorschacher tagtäglich per Social Media oder über die Restaurant-Website erhält, die immer aufgeschaltet blieb. «Viele wollen wissen, wann und wo ich wieder eröffne», sagt der junge Mann und schmunzelt. Sein neues, grösseres Restaurant an der Hafenmeile soll dem Ansturm gewachsen sein. «Am alten Ort gab es wenig Platz, ich war alleine. Jetzt wird mein Bruder mit mir in der Küche, mein Cousin im Service arbeiten.» So werde das Restaurant ein kleiner Familienbetrieb.