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Internationaler Städtevergleich: Beim Tourismus hat St.Gallen Luft nach oben

Eine Studie zum Wirtschafts-, Arbeits- und Wohnstandort zeigt: Im Vergleich mit den zehn grössten Schweizer und 17 europäischen Städten schneidet St.Gallen beim Tourismus schlecht ab.
Daniel Wirth
Schalter von St.Gallen-Bodensee Tourismus in der Stadt St.Gallen (Bild: Urs Bucher)

Schalter von St.Gallen-Bodensee Tourismus in der Stadt St.Gallen (Bild: Urs Bucher)

Im Auftrag der Stadt St.Gallen hat die Fachstelle Statistik des Kantons St. Gallen zum vierten Mal nach 2012, 2014 und 2016 eine Studie zum europäischen Städtevergleich erarbeitet. Verglichen werden die zehn grössten Schweizer und 17 Städte in Europa. Aufgezeigt werden die Situation und die Entwicklung der Stadt als Wirtschafts-, Arbeits- und Wohnstandort.

Der Tourismus hatte 2016 eine stark unterdurchschnittliche Bedeutung. Auf 1000 Einwohner kamen in St. Gallen 23 Gästebetten. In Friedrichshafen und in Luzern, den beiden Spitzenreitern, lag dieser Wert bei 72. Samuel Zuberbühler, Leiter der Standortförderung der Stadt St.Gallen, relativiert diese Zahlen: «Gegenwärtig werden in der Stadt neue Hotels gebaut und ein grosses umgebaut.»

Dennoch: Weniger Hotelbetten im Verhältnis zu den Einwohnern hatten 2016 nur noch Winterthur und Biel. Städte wie Weimar, Konstanz (62) oder Perugia hängten St. Gallen ab. Das gilt auch für die Logiernächte: Pro Einwohner logierten 2016 drei Gäste in der Stadt St.Gallen, in Luzern waren es 16. Mit drei Logiernächten pro Einwohner liess St. Gallen nur Maribor, Winterthur, Biel, Reims, Pécs und Besançon hinter sich.

Als Arbeitsort sehr beliebt

Wesentlicher besser schneidet St. Gallen im Vergleich mit den anderen Städten als Arbeitsort ab. Auf 100 Einwohner kommen 108 Beschäftigte. Gemäss den Verfassern der Studie zeigt das: St.Gallen kommt über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung als Arbeitsmarktzentrum zu. Eine höhere Beschäftigungsdichte haben nur Bern, Zürich und Basel, die rote Laterne bei diesem Vergleich hat Perugia in Italien.

Auf dem vierten Platz hinter Zürich, Cambridge und Lausanne liegt St.Gallen im IT-Sektor; der Anteil an der Gesamtbeschäftigung lag 2016 bei 4,5 Prozent. Für Samuel Zuberbühler ist das ein Indiz dafür, dass die Initiativen «IT St. Gallen rockt!» und «Startfeld» Erfolg zeitigten.

Tiefe Steuerbelastung für Firmen

Verglichen werden in der Studie auch die Steuerbelastung von Unternehmen. In St.Gallen haben Unternehmen eine Steuerlast von 14 Prozent zu tragen. Nur in Luzern (10 Prozent) und im ungarischen Pécs (11 Prozent) liegt die Steuerbelastung noch tiefer. Am höchsten ist sie in den deutschen Städten Freiburg, Konstanz, Friedrichshafen, Weimar und Konstanz mit gegen 30 Prozent.

Verglichen wird auch die Steuerbelastung hochqualifizierter Arbeitnehmer mit einem verfügbaren Einkommen nach Steuern von 100'000 Euro (rund 113'000 Franken). Hier schneidet St.Gallen ebenfalls nicht schlecht ab und kommt mit einer Belastung von 26 Prozent auf den fünften Platz. Vor ihr liegen Liberec, Luzern, Zürich und Basel. Zum Vergleich: In Brügge in Belgien bezahlt ein Arbeitnehmer mit dem gleichen Einkommen etwas mehr als 60 Prozent Steuern. Unter den Schweizer Städten bildet Lausanne hier das Schlusslicht mit einer Steuerlast von über 35 Prozent.

Auch die Erreichbarkeit der 27 miteinander verglichenen Städte ist ein Thema in der soeben veröffentlichten Studie. Indikator dafür ist die durchschnittliche Reisezeit in die zehn grössten Wirtschaftsräume Europas. Am besten erreichbar ist Freiburg im Breisgau, gefolgt von Basel, Winterthur, Zürich, Konstanz, Friedrichshafen, Luzern und St. Gallen auf dem achten Platz. Schlusslicht ist Toledo in Spanien.

Hinweis

www.statistik.stadt.sg.ch

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