«Beim Malen fühle ich mich Gott nahe»: Nach einem Schicksalsschlag hat ein Engelburger zurück zu einer seiner Leidenschaften gefunden

Der Hobbykünstler Markus Meier zeigt bei sich Zuhause in Engelburg seine Gemälde in der Ausstellung «Home Gallery».

Elisabeth Fitze
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Markus Meier vor einem seiner Bilder.

Markus Meier vor einem seiner Bilder.

Elisabeth Fitze

Markus Meier hat sein Zuhause an der Gartenstrasse 1 in Engelburg in eine Galerie verwandelt. Der ehemalige Pastor stellt seine Landschaftsbilder bis Ende Februar dort aus. Die «Home Gallery» ist bereits seine dritte Ausstellung.

Die ersten beiden Ausgaben liegen aber schon ein Weilchen zurück. Die erste Ausstellung fand vor Jahren in St. Gallen statt, die zweite 2008 in Arbon. Während 31 Jahren fokussierte er sich vor allem auf seine anderen zwei Passionen: die Theologie und die Musik.

Der Kunstlehrer hat ihn inspiriert

«Diese drei Gaben begleiten mich schon mein ganzes Leben lang», sagt der 61-Jährige. Schon in der Kantizeit habe er den Schwerpunkt Musik und Kunst besucht. Sein Kunstlehrer war ihm ein grosses Vorbild.

Nach der Matura schlug er jedoch den Weg des Primarlehrers ein. Schon bald fühlte er sich aber dazu berufen, Pastor zu werden. Diesen Beruf hat er über 30 Jahre ausgeübt.

Vor zwei Jahren traf Meier jedoch ein Schicksalsschlag, der ihn dazu zwang, sein Leben umzustellen. «Seit meinem gesundheitlichen Einbruch muss ich mir meine wenigen Arbeitsstunden gut einteilen», sagt Meier. Anfang 2019 hat er sich selbstständig gemacht.

Durch die Kunst die Betrachter berühren

Die Arbeitsstunden teilt er auf seine drei Leidenschaften auf. Er tritt als Kirchenmusiker auf, arbeitet ab und zu wieder als Pastor und widmet sich mehr seiner Malerei. Mit dieser möchte er Menschen berühren. Seine Gemälde malt er vor Ort in der Natur, dann fühle er sich dieser ganz nah und spüre seine Verbindung zu Gott.

«Diese Liebe und Gefühle der Nähe zur Natur möchte ich den Betrachtern meiner Gemälde weitergeben.»

Bei einem Besuch freut sich Markus Meier auch darauf, Gastgeber zu sein – die Besucher führt er gerne durch seine Ausstellung. Für Speis und Trank sei auch gesorgt.

Die Ausstellung kann bis 23. Februar besucht werden. Dann findet die Finissage statt, bei der Stefan Edelmann den Abend mit dem Saxofon musikalisch begleiten wird. Die «Home Gallery» kann mit Anmeldung von Donnerstag bis Sonntag, jeweils von 17 bis 19 Uhr, besucht werden. Senioren dürften auch am Nachmittag vorbeikommen, sagt Meier.

Anmeldung; 079 414 49 51 oder markuswmeier@gmx.ch