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Rorschach muss trotz Verbot nicht auf Feuerwerk verzichten

Das 1. August-Feuerwerk fällt im Kanton St.Gallen wegen des Feuer- und Feuerwerksverbots fast überall ins Wasser. In Rorschach findet das Seefeuerwerk beim Arion am Dienstagabend trotzdem statt.
Rossella Blattmann
Das Feuerwerk an der Bundesfeier vor einem Jahr zog zahlreiche Zuschauer in seinen Bann. (Bild: Jil Lohse (31. Juli 2017))

Das Feuerwerk an der Bundesfeier vor einem Jahr zog zahlreiche Zuschauer in seinen Bann. (Bild: Jil Lohse (31. Juli 2017))

Eine 1. August-Feier ohne Feuerwerk? Unvorstellbar, aber im Kanton St.Gallen Realität. Mit einer Ausnahme: Rorschach. Das Feuerwerk anlässlich der gemeinsamen Bundesfeier von Rorschach, Rorschacherberg und Goldach in der Hafenstadt findet aufgrund einer Spezialerlaubnis statt. Diese erlaubt nach wie vor «kommunale Grossfeuerwerke auf Seen, sofern der Abstand zum Ufer mindestens 350 Meter beträgt», wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt.

Erwin Schweizer, stellvertretender Stabschef des Kantonalen Führungsstab St. Gallen, sagt, dass man mit der Spezialbewilligung Rücksicht auf die Bedürfnisse der Seebevölkerung habe nehmen wollen. Bis wann das absolute Feuer- und Feuerwerksverbot im ganzen Kanton gelte, könne er nicht sagen.

Längere Leine für tieferen Anker

Kurt Reich, Leiter des St.Galler Schifffahrtsamtes in Rorschach sagt: «Heute kurz nach der Mittagszeit haben wir auf Geheiss der Kantonspolizei gemessen, dass der Bodensee 350 Meter von der Arionwiese weg 40 Meter tief ist.» Somit stehe seitens des Schifffahrtsamtes dem traditionellen Rorschacher 1. August-Feuerwerk nichts mehr im Wege. An der Stelle, wo das Schiff mit den Feuerwerkskörpern üblicherweise stehe, sei der Bodensee 26 Meter tief. «Nun ist es Sache des Veranstalters, genügend Verankerungsmaterial zu organisieren», sagt Reich.

Konkret bedeutet das: «Die Ankerleine wird länger, da der Anker sich nun tiefer unten als sonst befindet», sagt Alexander Kleger, Geschäftsleiter der Tripan AG und Organisator des Feuerwerks.

Seit mehr als zehn Jahren koordiniert er das Feuerwerk, das im Rahmen der gemeinsamen Bundesfeier von Rorschach, Rorschacherberg und Goldach beim Arion stattfindet. Dies sei jeweils ein grosser Aufwand. «Darum koordiniere ich das Feuerwerk dieses Jahr zum letzten Mal», sagt Kleger. Jedoch werde er weiterhin im Organisationskomitee der Bundesfeier bleiben. Auch wenn das Feuerwerk viel Arbeit bedeutet: «Es ist jedes Mal schön zu sehen, wenn die Augen der Zuschauer vor Freude leuchten.»

Fürs Abfeuern der Feuerwerkskörper um 22.20 Uhr ist nicht Kleger, sondern der Aargauer Feuerwerksprofi Maurice Regel zuständig. «Sämtliche Aufwände einberechnet kostet ein zwölfminütiges Feuerwerk 20'000 Franken.» Doch das Feuerwerk in Rorschach koste deutlich weniger, etwa 8000 Franken, auch weil zahlreiche Freiwillige im Einsatz seien.

«Für das zwölfminütige Feuerwerk am Dienstagabend werden auf dem Schiff etwa 80 Quadratmeter Grundfläche mit Feuerwerkskörpern belegt», sagt Kleger. Auf dem Schiff werden anschliessend die einzelnen Bilder aufgebaut, fest verzurrt und anschliessend mit Elektrozündern verbunden. «Zum Teil werden auch fertige Kompositionen mit bis zu 300 Schuss integriert.» Insgesamt werden circa 600 Kilogramm Material aufs Schiff gebracht. «Das meiste ist Karton und Holz», sagt Kleger. Lediglich circa 85 Kilogramm seien Schwarzpulver. «Eine solche Menge darf nur ein Profi-Feuerwerker abfeuern.»

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