Beat Bosshart soll die SP nach acht Jahren Pause wieder im Gemeinderat Thal vertreten: «Motiviert bin ich nach wie vor»

Schon einmal wirkte Beat Bosshart während 24 Jahren im Gemeinderat. Jetzt kandidiert der SP-Mann erneut. Der Energieingenieur will sich für eine nachhaltige Energiepolitik einsetzen.

Jolanda Riedener
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Der SP-Kandidat Beat Bosshart in seinem Garten in Altenrhein.

Der SP-Kandidat Beat Bosshart in seinem Garten in Altenrhein.

Bild: Jolanda Riedener

Beat Bosshart (SP) weiss, wovon er spricht: Der Altenrheiner war 24 Jahre lang im Gemeinderat tätig. Seit 2012 ist die SP im CVP-dominierenden Gremium nicht mehr vertreten. Nun bietet sich für die Bürger mit ihm erneut die Chance, einen SP-Vertreter in den Thaler Gemeinderat zu wählen. 2004 wurde Bosshart in den Kantonsrat gewählt, wo er fünfeinhalb Jahre wirkte. «Motiviert für das Amt bin ich nach wie vor», sagt der 56-Jährige.

Da sich je ein Kandidat der FDP und der SVP zur Wahl stellt, wollte die SP eine Alternative bieten und eine parteipolitisch bessere Durchmischung anstreben. Bosshart sagt:

«Wir wollten Hickhack nicht konkurrenzlos stehenlassen.»

Damit meint er die Unstimmigkeiten nach den Gemeindepräsidentenwahlen vom vergangenen Jahr, als sich die beiden CVP-Kandidaten in die Haare gerieten und dies in Parteiaustritten endete.

Fusion prüfen, Verschuldung abbauen

Ein Grund, sich damals aus Kantons- und Gemeinderat zurückzuziehen, war für Beat Bosshart die Familie. Da seine Frau auch berufstätig ist, hat sich der Energieingenieur ebenfalls um die Kinderbetreuung gekümmert. Mittlerweile gehen die beiden Söhne, elf und sieben Jahre alt, in die Schule und es bleibt wieder mehr Zeit für anderes. In den Gemeinderat würde Beat Bosshart seine berufliche Erfahrung aus dem Energiebereich einbringen. Aktuell ist er als Vertreter der Bauherrschaft für die Umsetzung des Fernwärmeverbunds in Buriet tätig. Ingenieurarbeiten erledigen dabei Dritte. Sollte er gewählt werden, wäre ihm ein sauberer und transparenter Ablauf bei Arbeitsvergaben besonders wichtig.

Wieder an die Hand nehmen würde Beat Bosshart die Uferwegplanung, mit der er sich bereits früher im Rat beschäftigte. Diese weise noch immer Lücken auf. Prüfen würde er auch eine Gemeindefusion mit Rheineck. Davon verspricht er sich grosses Potenzial und eine Optimierung der Verwaltung.

Den Betrieb des Flugplatzes Altenrhein würde er im jetzigen Rahmen beibehalten. Auch die lokale Umsetzung der Energiestrategie 2050 liegt ihm am Herzen. Er würde sich weiter für eine nachhaltige Finanzpolitik einsetzen. Dazu sagt Bosshart:

«Die Verschuldung müssen wir im Auge behalten.»
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