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Interview

«Bautechnisch sind wir am Anschlag»: Horns Gemeindepräsident gibt Einblicke, wie die Entwicklung weitergehen könnte

Das Seebad-Gebäude in Horn muss saniert werden. Gemeindepräsident Thomas Fehr hofft auf neue Informationen im Herbst.
Ines Biedenkapp
Horns Gemeindepräsident, Thomas Fehr, überraschte an der Bürgerversammlung mit der Einheitsgemeinde. (Bild: Ralph Ribi)

Horns Gemeindepräsident, Thomas Fehr, überraschte an der Bürgerversammlung mit der Einheitsgemeinde. (Bild: Ralph Ribi)

Seit Jahren hat Horn den niedrigsten Steuerfuss der umliegenden Gemeinden. Im Interview erklärt Gemeindepräsident Thomas Fehr, wie es dazu kommt und was es mit der Einheitsgemeinde auf sich hat.

Im Juni wurde Ihre Legislaturperiode erneuert. Was haben Sie für Pläne?

Thomas Fehr: Die genaue Legislaturplanung werden wir im Herbst machen und dann gemeinsam schauen, was wir uns für die nächsten vier Jahre vornehmen.

Wie zufrieden sind Sie bisher mit 2019?

Die Gemeinde ist sehr gut gestartet. Wir haben bisher, Gott sei Dank, keine Unglücke gehabt, Hochwasser war kein Thema und wir konnten das Bauprojekt am Hornbach abschliessen.

Was gefällt Ihnen besonders, wenn Sie an die Entwicklung der letzten Jahre denken?

Also sicher, dass wir jetzt mit der Wohnüberbauung Horn-West einen markanten Schritt machen konnten. Das hat sich wirklich stark positiv ausgewirkt. Und dass wir jetzt einen schönen, sanierten, hochwassersicheren Hornbach haben.

Der Dorfplatz ist natürlich der Höhepunkt, dass wir aus einer relativ unattraktiven Verbindungsstrasse einen solchen Begegnungsplatz machen konnten.

Und da sind wir auch bei dem Punkt, der in Zukunft vielleicht mehr kommen könnte, nämlich wie man Neuzuzüger zum «Wir-Horner-Gefühl» bringt.

Zur Person

Seit 2007 ist Thomas Fehr Gemeindepräsident von Horn. Dazu ist er Finanzchef der Bioforce AG in Roggwil. In seiner Freizeit ist er am liebsten mit seiner Frau und dem Töff oder auch einmal mit dem Velo unterwegs. (ibi)

Wie könnte das aussehen?

Die Menschen in die Aktivitäten der Gemeinde einbinden. Ein Beispiel könnte sein, dass vielleicht die Musikgesellschaft Tübach-Horn einmal ein Ständchen vorträgt. Dass man vom Hornerkreis etwas macht. Oder ganz allgemein ein Anlass in diesem Neubaugebiet, der für alle ist und auch Neuzuzüger merken, aha, wir gehören auch in die Gemeinde.

Horn hat einen sehr tiefen Steuerfuss, wovon viele Gemeinden nur träumen. Wie schaffen Sie das?

Ich würde sagen, das ist schon von meinen Vor-Vorgängern gelegt worden. Wir haben ein kleines Gemeindegebiet und seit jeher gute Steuerzahler bei natürlichen Personen. Hinzu kommt ein gutes Haushalten und das hat sich jetzt über die Jahre so ausgezahlt.

Natürliche Personen?

Man muss sich das so vorstellen: Wenn die Gemeinde eine Grossfirma als potenten, wichtigen Steuerzahler hätte, die einen Grossteil ihrer Steuern generiert, spürt man die wirtschaftliche Lage mit ihren Ups and Downs wesentlich mehr.

Und in Horn haben wir fast 85 bis 90 Prozent natürliche Personen.

Da haben wir praktisch keine wirtschaftlichen Schwankungen.

Wie soll sich Horn allgemein weiterentwickeln?

Das ist relativ schwierig zu sagen. Bautechnisch sind wir, wenn dann in Horn-West auch das letzte Feld bebaut ist, am Anschlag. Wenn, dann gibt es vielleicht irgendwelche Innenverdichtungen.

Sie haben die Bürger dieses Jahr mit der Einheitsgemeinde überrascht.

Wir sind der Frage vor Jahren schon einmal nachgegangen. Da war ich noch Schulpräsident. Schule und Gemeinde zusammen sind damals aber zur Überzeugung gekommen, das bringt zu wenig. Damit ist das Thema liegen geblieben. Vor ungefähr zwei Jahren haben wir von den politischen Parteien eine Anfrage oder Aufforderung erhalten, das nochmals zu überprüfen. Damit haben wir die Diskussion wieder gestartet, sind mit der Schulgemeinde zusammengesessen und haben die Frage erörtert.

Doch wieso der Abend?

Sie sprechen jetzt die Gemeindeversammlung an, wo ich, beziehungsweise der Gemeinderat wissen wollte, ob das nur die Ansicht der Parteivorstände oder eben auch derjenigen ist, die an diesem Abend dabei waren.

Wie ist das spontane Stimmungsbild?

Und, das ist richtig, das war vielleicht eine kleine Überraschung. Aber ich denke, einen Bauchentscheid kann man auch ein wenig überrascht treffen.

Thomas Fehr, Gemeindepräsident von Horn (Bild: Ralph Ribi)

Thomas Fehr, Gemeindepräsident von Horn (Bild: Ralph Ribi)

Wie geht es jetzt also weiter?

Der ganze Schulrat und Gemeinderat hat im August wieder eine gemeinsame Sitzung. Und da werden wir uns hauptsächlich dieser Thematik annehmen. Zwischenzeitlich sind wir in der Spurgruppe schon zusammengesessen, um die Augustsitzung vorzubereiten.

Gibt es Vor- oder Nachteile?

Dazu kann ich mich noch nicht äussern, da es etwas ist, dass beide Räte zusammen entscheiden oder besser gesagt, diskutieren müssen. Jetzt geht es erst einmal darum, sich beraten zu lassen, auch zu schauen, was andere Gemeinden gemacht haben. Wir sind völlig neutral und schauen, was die Vor- oder Nachteile sind und das braucht viel Input auch von ausserhalb.

Wie weit ist derzeit das Projekt Horn-West?

Wir liegen absolut im Plan. Die Firma Fortimo ist mit der zweiten Etappe praktisch fertig. Nebenan, also westlich davon, ist die Firma Rimaplan im Prinzip baubereit. Auf der anderen Seite, dem ehemaligen Raduner-Areal, harzt es tatsächlich ein bisschen. Aber das ist eine Diskussion zwischen den Grundeigentümern. Wir wissen, dass Verhandlungen stattfinden, aber wie diese aussehen, wissen wir nicht.

Sie nehmen mir da eine Frage vorweg. Kann man etwas zu den Plänen für das Raduner-Areal sagen?

Nein, eben leider noch nicht.

Gibt es auch Pläne, das Seebad zu sanieren?

Ja. Es gibt derzeit eine Projektgruppe, die unsere Badi besichtigt und schaut, wo man etwas machen müsste.

Sicher ist, wir müssen was machen.

Da ist man schon mit verschiedenen Nutzern zusammengesessen. Derzeit lassen wir verschiedene Pläne ausarbeiten, haben Architekten eingeladen und irgendwann im Spätsommer, werden wir weiter schauen. Dann geht es darum, was sind für Vorschläge eingegangen und wie können wir das umsetzen.

Wann kann man mit neuen Informationen rechnen?

Es soll eine Informationsveranstaltung geben. Denn das betrifft alle, es geht ja um unsere Badi. Jetzt sind aber erst mal die Architekten am Schaffen, daher ist das Wann noch völlig offen.

Kommen wir zur letzten Frage. Wie kühlen Sie sich am liebsten ab?

Na ab in die Badi.

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