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Mehr als ein Betondeckel: Fürs Olma-Neuland braucht es Ingenieurskunst

Es geht vorwärts mit dem sogenannten Olma-Neuland: Noch bis Mitte Dezember liegt das Baugesuch für die Überdeckung der Stadtautobahn beim Ostportal des Rosenbergtunnels öffentlich auf. Eine komplexe Angelegenheit.
Daniel Wirth
Für die Überdeckung der Autobahn A1 braucht es Ingenieruskunst und tonnenweise Stahlbeton. (Bild: Urs Bucher)

Für die Überdeckung der Autobahn A1 braucht es Ingenieruskunst und tonnenweise Stahlbeton. (Bild: Urs Bucher)

Olma-Deckel oder Überdeckung der Stadtautobahn SA1. Beides klingt banal. Ist es aber nicht. Im Gegenteil: Das Baugesuch, das seit dieser Woche bis 14. Dezember öffentlich aufliegt, umfasst mehr als ein Dutzend Pläne und ist für Nicht-Bauingenieure ein Buch mit sieben Siegeln. «Die Konstruktion für das Olma-Neuland ist sehr komplex», sagt der hauptverantwortliche Projektleiter Georg Schärrer von der international tätigen Nüesch Development AG.

Auf einer Länge von rund 200 Metern wird der Rosenbergtunnel der Stadtautobahn SA1 beim Ostportal mit einem Dach aus Stahlbeton verlängert. Die Überdeckung der Fahrbahnen löst Kosten aus von 41,6 Millionen Franken. Diese teilen sich die Stadt und der Kanton St. Gallen und die Olma Messen; der Kantonsrat bewilligte zwölf Millionen, das Stadtparlament und die Stimmberechtigten der Stadt 18 Millionen Franken für das Olma-Neuland.

Der Bau des Deckels dauert gut zwei Jahre

Geht das Baugesuch bei den Personen und Organisationen, die zur Einsprache berechtigt sind, gleich schlank durch wie die Baukredite durch die politischen Instanzen gingen, kann gemäss Schärrer im Frühling nächsten Jahres mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen werden.

Der eigentliche Baubeginn ist für 2020 geplant. Schärrer geht davon aus, dass die Bauarbeiten rund zwei Jahre dauern werden. Der Grossteil der Arbeiten wird ausgeführt, ohne dass die Autobahn ganz oder teilweise gesperrt werden muss. Das war eine Vorgabe des Bundesamts für Strassen (Astra).

Die tonnenschwere Betonkonstruktion, die dereinst die neue Olma-Halle 1 tragen muss, hört nicht bei den Pannenstreifen der Autobahn auf: Auf der Nordseite der SA1 wird sie quasi über den Rosenbergtunnel der SBB gelegt, um diesen «zu verstärken», wie es Georg Schärrer ausdrückt.

Weil das Astra die bestehenden Tunnelröhren der 1987 eröffneten Stadtautobahn sanieren will, muss das Olma-Neuland im Frühling 2022 gebaut und für den Neubau der Messehalle fertig bestellt sein. Der Zeitplan ist eng.

Grösste stützenfreie Halle der deutschen Schweiz

Quasi über der Autobahn wollen die Olma Messen anstelle der heutigen Halle 1 die grösste stützenfreie Event- und Messehalle der Deutschschweiz mit einer Gesamtfläche von 12500 Quadratmetern aufstellen. Die Baukosten sind mit 121,8 Millionen Franken veranschlagt. Gegenwärtig läuft der Projektwettbewerb.

Dieser soll gemäss Olma-Direktor Nicolo Paganini im März nächsten Jahres abgeschlossen und das Siegerteam von der Jury bestimmt sein. Für die Teilnahme am Wettbewerb bewarben sich rund 50 Schweizer und Liechtensteiner Planungsteams, die aus Architekten, Ingenieuren und Landschaftsarchitekten gebildet werden mussten.

Gemäss Paganini wurden schliesslich 14 Teams zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen. Paganini rechnet für die Halle mit einer Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren. «Die neue Halle 1 ist frühestens an der Olma 2024 fertig», sagt er. In der neuen Halle können auch Sportveranstaltungen oder Konzerte durchgeführt werden, die bis zu 10000 Zuhörerinnen und Zuhörern anlocken.

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