Baugesuche für Hotelneubau und Villa Wiesental liegen auf

Im Januar wurde bekannt, das neben der Villa Wiesental in der St.Galler Innenstadt ein Hotel geplant ist. Nun liegt das Baugesuch auf.

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Die Villa Wiesental soll saniert werden.

Die Villa Wiesental soll saniert werden.

Bild: Hanspeter Schiess (19. Februar 2019)

(pd/mha/tn) Lange schon stehen bei der Villa Wiesental an der Rosenbergstrasse Bauvisiere. Neben der Villa ist ein Hotel geplant, wie diesen April bekannt geworden ist. Die Villa selbst soll saniert werden. Zuständig für den Bau des neuen Gebäudes und die Renovation der Villa ist die bisherige Eigentümerin und Totalunternehmerin HRS Real Estate AG. Diese teilt am Donnerstag mit, sie habe für die beiden Gebäude jüngst die Baugesuche eingereicht. Diese liegen nun öffentlich auf.

Gehen keine Einsprachen gegen das Projekt ein, könnte die Baubewilligung bis Ende Jahr vorliegen. In diesem Falle wäre es realistisch, dass das neue Hotel im Frühling 2023 eröffnet, teilt die HRS mit. Auch die Villa Wiesental sollte bis dann renoviert sein.

Ein Hotel mit 100 Zimmern

Im April wurde bekannt, dass die HRS neben dem historischen Gebäude ein Hotel mit rund 100 Zimmern und einer Tiefgarage eröffnen will. Zum Zeitpunkt der Hoteleröffnung soll auch die Villa Wiesental fertig saniert sein. Hinter dem Hotelprojekt steht die Hotel Wiesental St.Gallen AG mit Marcel Walker, Dominik Grossenbacher und Sascha Vörös.

Neben der Villa Wiesental ist ein Hotel mit acht Stockwerken und einem Attikageschoss geplant.

Neben der Villa Wiesental ist ein Hotel mit acht Stockwerken und einem Attikageschoss geplant.

Visualisierung: PD/HRS Real Estate AG

Auf Nachfrage sagte Michael Breitenmoser, Leiter Immobilienentwicklung bei der HRS Real Estate AG, damals, dass das Innere der Villa noch gut erhalten sei, der Sanierungsbedarf sei vor allem an der Gebäudehülle sehr gross. Das Dach und die Fassade mit den vielen Sandsteinelementen würden praktisch komplett neu erstellt.

«Die Villa Wiesental wird in altem Glanz erstrahlen, aber neu sein.»

Lange war unklar, was mit der Villa und dem Grundstück passiert

Die Villa an der vielbefahrenen Rosenbergstrasse lotterte jahrelang vor sich hin. Die Besitzerin und Generalunternehmerin HRS kaufte die Villa im Herbst 2014 von der Swisscanto Anlagestiftung. Der Plan lautete, im Garten der Villa einen Neubau zu errichten und die Villa selbst zu sanieren. Doch im Januar 2016 lehnte der Stadtrat den entsprechenden Gestaltungsplan ab, aus städtebaulichen Gründen. Damit war auch die Sanierung vom Tisch. Die HRS kündigte daraufhin an, die Villa im damaligen Zustand erhalten zu wollen.

Im April 2019 verkaufte die HRS das Gebäude dann an die Pensionskasse der Stadt St.Gallen. Diese plante erst, auf dem Areal ein Bürogebäude zu bauen.