Bauboom am Waldweg: Neue Mehr- und Einfamilienhäuser in Engelburg geplant

Die Immo Rhoden AG plant im Gebiet «Waldweg» in Engelburg vier Mehrfamilienhäuser samt Tiefgarage und Zufahrtsstrasse. Sieben Einfamilienhäusern sollen folgen. Das Baugesuch liegt nun öffentlich auf.

Jonas Manser
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Die geplanten Mehrfamilienhäuser mit Attikawohnung. (Visualisierung: PD)

Die geplanten Mehrfamilienhäuser mit Attikawohnung. (Visualisierung: PD)

Im Jahr 2018 hätte der Bauboom in Engelburg beginnen sollen – durch die Überbauungen «Kirchwiese» und «Waldweg» wäre das 3000 Einwohner zählende Engelburg um 82 Wohnungen und
sieben Einfamilienhäuser gewachsen. Der Gestaltungsplan der Kirchwiese wurde nach drei eingegangenen Rekursen jedoch vom kantonalen Baudepartement – unter anderem wegen Befangenheit des Gemeindepräsidenten – abgelehnt. Übrig geblieben ist das Projekt «Waldweg», dessen Baugesuch und Unterlagen nun öffentlich aufliegen.

Zonenplan bleibt unverändert

Die 12800 Quadratmeter grosse Planungsfläche gehört mehrheitlich der Immo Rhoden AG mit Sitz in Herisau. «Das Projekt umfasst vier Mehrfamilienhäuser mit einer Tiefgarage», sagt Christian Eisenhut vom Architekturbüro Eisenhut + Partner. Geplant sind dreistöckige Bauten, mit zusätzlichem Attikageschoss, die durch eine neue Zufahrtsstrasse mit der Oberhaldenstrasse verbunden sind. Die Wegführung des bestehenden Waldweges wird entsprechend angepasst.

In den auf dem Plan noch mit «A bis C» beschrifteten Mehrfamilienhäusern sind je neun Wohnungen geplant, im Haus «D» sechs Wohnungen. Die 2,5- bis 4,5 Zimmerwohnungen haben eine Fläche von 60 bis 124 Quadratmetern. «Wir hatten eine gute Vorlage. Der Zonenplan musste nicht angepasst werden», sagt Architekt Christian Eisenhut. Die Überbauung Waldweg laufe unabhängig vom Projekt auf der Kirchwiese und sei bereits seit zwei Jahren in Planung.

«Bei den Mehrfamilienhäusern handelt es sich um Wohnungen im gehobenen Segment», sagt Bruno Knechtle von der Immo Rhoden AG. Christian Eisenhut sieht das gleich: «Die Räume sind sehr grosszügig dimensioniert.» Dies könne man heute als Luxus bezeichnen. In zwei der Mehrfamilienhäuser würden die Wohnungen zu mieten sein. Bei den anderen zwei würde es sich um Eigentumswohnungen handeln.

Bauen, wie es der Quartierplan vorsieht

«Wir erwarten keine Einsprachen», sagt Bruno Knechtle von der Immo Rhoden AG. Die Vorlage stimme exakt mit dem Quartierplan überein. 

«Kritik würde bei höheren Gerichtsinstanzen nicht durchkommen.»

Bei der durchgeführten Informationsveranstaltung seien die Rückmeldungen der Bürger ebenfalls wohlwollend ausgefallen. Alle Ampeln stehen bisher auf Grün: «Der Gestaltungsplan der Überbauung Waldweg wurde bereits im Sommer 2017 vom Kanton bewilligt», sagt Gemeindepräsident Boris Tschirky.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden auf dem gleichen Grundstück (siehe Grafik: Fläche E) ausserdem sieben weitere Parzellen für Einfamilienhäuser zum Verkauf stehen. Drei Parzellen gehören der Immo Rhoden AG, vier Parzellen der Gemeinde. Einschränkungen und Vorgaben, wie die Häuser auszusehen hätten, gibt es laut Bruno Knechtle nur wenige. Es gelte «freie Architektur».

Hinweis
Das Baugesuch «Überbauung Waldweg» liegt bis zum 18. Februar im Gemeindehaus von Gaiserwald in Abtwil öffentlich auf.