Kommentar

Baubewilligung für Umnutzung einer Telefonkabine in St.Gallen: Die Bedingungen müssen klar sein

Aus einer alten Telefonkabine auf dem St.Galler Blumenmarkt soll eine Märlistation werden. Doch das Projekt hat sich verzögert - wegen Missverständnissen. Bei künftigen Projekten darf das nicht passieren.

Marlen Hämmerli
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Marlen Hämmerli (Bild: Urs Bucher)

Marlen Hämmerli (Bild: Urs Bucher)

Eine Baubewilligung für eine Telefonkabine, die bereits steht: Da reibt sich der Laie die Augen. Die Initiantinnen der Märlistation dachten zwischendurch gar ans Aufgeben. Diese böse Überraschung hätte den drei Frauen erspart werden können. Wenn denn innerhalb der Stadtverwaltung besser kommuniziert würde. Selbst die städtischen Standortförderer gingen davon aus, dass die Kabine ohne Weiteres umgenutzt werden kann.

Ohne den Durchhaltewillen der drei Frauen bliebe die Märlistation eine blosse Idee. Denn auch zwischen Standortförderern und Initiantinnen kam es zu einem Missverständnis: Beide Seiten nahmen an, die andere würde die Märlistation realisieren. Für künftige Projekte zeigt das: Es muss von Anfang an klar sein, wer für Konzept, Finanzierung und Trägerschaft zuständig ist. Ansonsten drohen die Projekte von Anfang an, zu scheitern.