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Ab 2020 werden auch die Zivilschützer von Wittenbach, Häggenschwil, Muolen und Berg von St. Gallen aus geleitet

Die Zahl der regionalen Zivilschutzorgansiationen wird von 20 auf 8 reduziert: Die Gemeinden können dadurch sogar Geld sparen – trotzdem gibt es Bedenken.
Johannes Wey
Der Zivilschutz soll künftig vorwiegend bei Katastrophen zum Einsatz kommen, wie beim Rheinhochwasser in Altstätten. (Bild: Ennio Leanza/Keystone (29. Juli 2014))

Der Zivilschutz soll künftig vorwiegend bei Katastrophen zum Einsatz kommen, wie beim Rheinhochwasser in Altstätten. (Bild: Ennio Leanza/Keystone (29. Juli 2014))

Die Änderung tritt auf Anfang des nächsten Jahres in Kraft: Die Zahl der regionalen Zivilschutzorganisationen (RZSO) im Kanton wird von 20 auf 8 reduziert. Das bedeutet das Ende der eigenen Zivilschutzorganisation der Gemeinden Wittenbach, Häggenschwil, Muolen und Berg. Sie werden der Zivilschutzregion St. Gallen-Bodensee angegliedert, der nebst der Stadt auch Gaiserwald, Eggersriet, Mörschwil, Untereggen, Tübach, Rorschacherberg, Thal, Steinach, Goldach, Rorschach und Rheineck angehören werden.

Die beteiligten Gemeinden haben sich vor kurzem für das Sitzgemeindemodell entschieden: Die Stadt St. Gallen erbringt mit ihren bestehenden Strukturen die Leistungen. Die Zusammenarbeitsvereinbarung muss in den beteiligten Gemeinden noch dem fakultativen Referendum unterstellt werden.

Die Kosten bleiben fast gleich

In Wittenbach hat man sich mit der Neuerung abgefunden. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden im Kanton, wo man sich wegen steigender Kosten gewehrt hat. Was die bisherige Zivilschutzorganisation Wittenbach betreffe, sei die Umstrukturierung hingegen beinahe kostenneutral, sagt Gemeinderat Urs Schnelli. Gegenwärtig rechnet man für die Gemeinden mit 6.50 Franken pro Einwohner. Laut Schnelli würden Wittenbach, Häggenschwil, Muolen und Berg damit insgesamt sogar ein paar tausend Franken weniger bezahlen.

Zukunft der Anlagen noch offen

Trotzdem: «In Jubel sind wir nicht ausgebrochen», sagt Schnelli über die Umstrukturierung. In den Gemeinden befürchte man, dass man die Angehörigen des Zivilschutzes nicht mehr so unkompliziert einsetzen könne, wie das bislang der Fall gewesen sei. «Ich denke da beispielsweise an die Instandhaltung des Sitterstrandwegs, bei der der Zivilschutz bis jetzt einen grossen Beitrag geleistet hat.» Er selber sei diesbezüglich optimistisch. «Vielfach wird der Weg bei Unwettern beschädigt.» Deshalb rechne er damit, dass diese Hilfestellung, die zudem eine gute Übung sei, auch zukünftig geboten werde. Ein grösseres Fragezeichen setze er hingegen bei Veranstaltungen wie dem CSIO St. Gallen. Noch offen ist gemäss Schnelli, was mit den Zivilschutzanlagen in den Gemeinden geschehe. Nur der Fortbestand der Anlage in der Steig, wo oft auch das Militär absteigt, ist unbestritten.

Sorgen um die Sicherheit der Gemeinde Wittenbach macht sich Schnelli aber auch mit der neuen Organisation keine. Bei Grossereignissen helfe der Zivilschutz wie bisher. «Und wir haben nach wie vor eine super Feuerwehr.»

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