Bald kommen die E-Trottinette wieder in die Stadt St.Gallen: Stadt sucht nach passendem Anbieter

Mit einem Bewerbungsverfahren such die Stadt den besten Anbieter von E-Trottis in der Stadt. Die Bewilligung ist jedoch an Rahmenbedingungen gekoppelt.

Christoph Renn
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Im vergangenen Jahr führten der E-Trottinette-Anbieter Voi und die Stadt einen Pilotversuch durch.

Im vergangenen Jahr führten der E-Trottinette-Anbieter Voi und die Stadt einen Pilotversuch durch.

Bild: Marlen Hämmerli

Die Bewerbung für den Betrieb eines E-Trotti-Verleihsystems ist offiziell eröffnet. Genauer gesagt für die Bewilligung. Die Unterlagen sind ab sofort auf der Homepage der Stadt verfügbar. Aus allen Bewerben erteilt die Stadt für den kommenden Sommer eine Bewilligung mit einer Laufzeit von zwei Jahren für 300 Fahrzeuge, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Einreichefrist ist der 8. Mai 2020.

Der Stadtrat hat entschieden, das Bewerbungsverfahren für eine Bewilligung zum Betrieb von Selbstverleihsystemen mit E-Trottinetten durchzuführen. Damit hat er die Möglichkeit, darin verschiedene Rahmenbedingungen zu definieren. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil es im vergangenen Jahr während dem Pilotprojekt auch Kritik an den E-Trottis gegeben hat.

Einsammeln mit Elektro-Fahrzeugen

Um eine Bewilligung zu erhalten, müssen die Anbieter dafür sorgen, dass die E-Trottinette geordnet abgestellt werden. Zudem muss das Einsammeln mit Elektro-Fahrzeugen erfolgen, schreibt die Stadt weiter. Zudem müssen die Fahrzeuge jederzeit in verkehrssicherem und fahrtüchtigem Zustand sowie qualitativ hochwertig und langlebig sein. Die Gesuchsteller sind zudem dazu verpflichtet, einen effektiven Kundendienst, ein zuverlässiges Beschwerdemanagement und schnelle Reaktionszeiten sicherstellen.

Mit einer Bewilligung für zwei Jahren hält die Stadt zudem alle Karten weiter in der Hand. Denn danach gibt es eine erneute Bewerbung. Nimmt die Kritik in den zwei Jahren weiter zu, oder zeigt sich, dass die E-Trottinette bei der St.Galler Stadtbevölkerung doch nicht gut ankommen, kann der Stadtrat nach zwei Jahren wieder eingreifen und auch die Rahmenbedingungen entsprechend anpassen.

Mit Pilotprojekt Erfahrung gesammelt

Mit einem Pilotprojekt sammelte die Stadt im vergangenen Jahr Erfahrungen im Umgang mit E-Trottinetten im Selbstverleih. Die Auswertung zeigte einerseits, dass die Fahrzeuge rege genutzt wurden, schreibt die Stadt weiter. Andererseits gab es auch Herausforderungen bezüglich Parkierung und Verkehrssicherheit.

Der Stadtrat beurteilt die Nutzung des öffentlichen Grundes für kommerzielle Verleihsysteme, wie auch solche mit E-Trottinette, als gesteigerten Gemeindegebrauch. Somit untersteht diese Nutzung einer Bewilligungspflicht. Aus den Erfahrungen des Pilotprojekts hat die Stadt nun die Rahmenbedingungen für die Bewerbung für eine Bewilligung erarbeitet.

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