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Bereits über 4000 Mahlzeiten vor dem Abfallkübel gerettet: «Too Good To Go»-App kommt in St.Gallen gut an

Immer mehr Geschäfte in St.Gallen wollen ein Zeichen gegen Food-Waste setzen und bieten über die App «Too Good To Go» Esswaren an. Insgesamt seien so bereits über 4000 Mahlzeiten gerettet worden.
Christina Weder
Diverse Restaurants, Bäckereien oder Detailhändler verkaufen Lebensmittel, die kurz vor Ablaufdatum stehen, über die App «Too Good To Go». (Bild: Urs Bucher)

Diverse Restaurants, Bäckereien oder Detailhändler verkaufen Lebensmittel, die kurz vor Ablaufdatum stehen, über die App «Too Good To Go». (Bild: Urs Bucher)

Sandwiches, Brot, Patisserie und manchmal ein Salat: Die Chocolaterie Kölbener am St.Galler Klosterplatz schnürt täglich zwei Päckli mit überschüssigen Nahrungsmitteln. Ihr Wert beläuft sich auf 18 Franken. Verkauft werden sie zu einem Drittel des Preises über die Smartphone-App «Too Good To Go». Die Chocolaterie ist eines von derzeit 27 Geschäften in der Stadt, die über die App vorrätige Lebensmittel anbieten, die sonst im Abfall landen würden.

Das Angebot, das ursprünglich aus Dänemark stammt und Food Waste bekämpft, gibt es in der Schweiz seit einem Jahr. In St.Gallen wurde es vor einem halben Jahr eingeführt. Restaurants, Bäckereien, Detailhändler und Warenhäuser bieten über die Smartphone-App Esswaren an, die sie am nächsten Tag nicht mehr verkaufen können. Kundinnen und Kunden können sich in der App anmelden und das, was bei Ladenschluss übrig bleibt, zu einem vergünstigten Preis beziehen. Dabei müssen sie sich überraschen lassen, was sich in den Taschen befindet. Der Inhalt variiert von Tag zu Tag.

Das Angebot reicht von Curry bis Glace

«Das Angebot kommt sehr gut an», sagt Samantha Breitenmoser von der Chocolaterie Kölbener. «Die Päckli kommen bei uns jeden Tag weg.» Und sie seien immer schneller auf der App ausverkauft. Gemäss Angaben der App-Betreiber beläuft sich die Zahl der beteiligten Geschäfte schweizweit auf über 1350. Im Kanton St.Gallen machen 50 Betriebe mit, 27 davon stammen aus der Kantonshauptstadt. «Dafür, dass das Projekt so spät in St.Gallen gestartet ist, läuft es sehr gut», sagt Sara Osmani, Medienbeauftragte von «Too Good To Go». Laufend kämen neue Betriebe hinzu. Tatsächlich hat die App in der Stadt einen steilen Start hingelegt. Mitte Februar beteiligten sich erst neun Betriebe, fünf Monate später sind es bereits 27. Darunter befinden sich die Sushi-Kette Yooji’s, das Vegi-Restaurant Tibits, Globus Delicatessa, aber auch lokale Cafés und Restaurants wie das Lokal in der Lokremise, Øya, Franz, Tibet Corner, Schiffschuchi oder das Hotel Dom. Das Angebot reicht von Sushi über Pasta, Pizza, tibetische Momos und indischen Curry bis zu Glace.

Schweizweit sind gemäss dem App-Anbieter bereits rund 370800 Mahlzeiten gerettet worden. Im Städteranking sind Zürich, Basel und Luzern die Spitzenreiter. St.Gallen liegt derzeit auf dem zehnten Platz. Seit Projektstart wurden in der Stadt 4441 Mahlzeiten gerettet. Jeden Monat werden es mehr. Im Januar zählten die Betreiber noch 166 gerettete Mahlzeiten, im Juni waren es bereits knapp 1300. Das entspricht 43 geretteten Mahlzeiten pro Tag.

Projekt kommt bei Kunden und Betrieben gut an

Die Erfahrungen der Betriebe in der Stadt sind positiv. «Eine tolle Sache», sagt etwa Katalin Löte, Geschäftsführerin des «Tibits» am Bahnhofplatz.

«Wir wollen so wenig wie möglich wegwerfen.»

Durchschnittlich bietet das «Tibits» pro Tag fünf Boxen mit warmen vegetarischen Speisen auf der App an. Wird das Essen doch noch vor Ladenschluss verkauft, können die Mahlzeiten in der App storniert werden.

Für Chaouki Hamdar, Inhaber des Restaurants Pärkli mit libanesischen Spezialitäten, ist die App eine unkomplizierte und gute Möglichkeit, vorrätiges Essen doch noch an die Kunden zu bringen. Davon würden beide Seiten profitieren, sagt er: «Es tut mir gut, und es tut den Kunden gut.» Auch Globus St.Gallen hat gute Erfahrungen mit der App gemacht, wie Pressesprecherin Marcela Pacek bestätigt. Täglich werden Taschen mit Produkten aus dem Delicatessa-Sortiment zusammengestellt und zu einem Drittel des Preises angeboten. Abgefüllt werden Lebensmittel wie Pasta, Chips oder Lachs, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen. «Seit dem ersten Tag läuft das Angebot sehr gut», sagt Pacek. Kaum seien die Taschen online ausgeschrieben, seien sie auch schon wieder ausverkauft.

Weitere Informationen zu «Too Good To Go»: www.toogoodtogo.ch

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