Wegen Werkleitungsarbeiten: Bagger belegen Blaue-Zone-Parkplätze in Rorschach

Zwischen Signal- und Mariabergstrasse sind wegen anhaltender Baustellen die Parkfelder der blauen Zonen vorübergehend gesperrt. Viele weitere Parkmöglichkeiten sind jedoch nicht vorhanden.

Valentina Thurnherr
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Einige Autofahrer ignorieren die Verbotstafeln gekonnt, so wie hier an der Bäumlistorkelstrasse. (Bild: Valentina Thurnherr)

Einige Autofahrer ignorieren die Verbotstafeln gekonnt, so wie hier an der Bäumlistorkelstrasse. (Bild: Valentina Thurnherr)

In Rorschach herrscht zurzeit, wie überall in der Schweiz, reges Bautreiben. Strassen werden aufgerissen und die Werkleitungen saniert. Betroffen von diesen Arbeiten sind momentan vor allem die Signal-, Kirch- und Löwenstrasse sowie die Löwengarten-, Gäbris- und Grainastrasse. Während bei Letzterer mehrere blaue Zonen Parkplätze in der näheren Umgebung vorhanden sind, haben die Parkkarten-Besitzer des Sektors 3 rund um die Signal- und Mariabergstrasse weniger Glück. Die nächsten Parkfelder sind entweder ab der Feuerwehrstrasse oder bereits in Sektor 2 vorhanden.

Rund 33 Parkplätze sind momentan nicht benutzbar. Das sind im Verhältnis zu den mehr als 260 vorhandenen Plätzen in Sektor 3 auf den ersten Blick zwar nicht viel. Allerdings konzentrieren sich diese 33 vor allem um die Signal-, Kirch- und Bäumlistorkelstrasse.

In einen anderen Sektor wechseln

Wer nun im Bereich dieser 33 gesperrten Parkplätze seinen Arbeitsplatz hat, findet nur schwer einen Ersatz in der näheren Umgebung. Informiert werden die Autofahrer vor Ort durch entsprechende Tafeln. Und die gelöste Parkkarte gilt grundsätzlich nur für eine Zone. «Ein generelles Öffnen der Zonen ist schon rein deshalb nicht zweckmässig, da die Gebiete sehr gross sind und die Baustellen lokal zu Engpässen führen», sagt Markus Fäh, Bereichsleiter Bau und Stadtentwicklung Rorschach. Die Stadt habe bei Engpässen für Direktbetroffene von Baustellen die Parkbewilligungen temporär auch schon für eine angrenzende Zone angepasst, damit im direkten Umfeld ausgewichen werden konnte. «In der kommenden Ferienzeit ist das Parkplatzangebot in Rorschach jedoch sowieso bedeutend weniger stark ausgelastet, womit die Einschränkungen wieder abnehmen werden» sagt Fäh.

Die Zahlen der momentanen Bewilligungen, die bei der Stadt registriert sind, zeigen auch, dass eigentlich mehr als genug Parkplätze in den blauen Zonen vorhanden sind. In Sektor drei sind 210 Personen registriert, bei zurzeit 260 vorhandenen Parkfeldern. In Zone 2 sind es bei 250 Plätzen gerade 165 Bewilligungen. «Wir stellen unser Angebot immer in eine Relation», sagt Fäh. Wer bereits registriert sei, könne seine Bewilligung immer wieder erneuern. «Wer sich neu registriert, bei dem überprüfen wir erst, ob im Verhältnis zu den vorhandenen Bewilligungen noch genügend Parkplätze vorhanden sind.» Im Zweifelsfalle würden sie die Bewilligung nicht geben. Er sagt:

«Aber zurzeit sind keine der Sektoren überbucht.»

Aufgrund der Verteilung der Parkplätze können Baustellen dennoch lokal zu Einschränkungen führen. Die Sanierungsarbeiten an der Signalstrasse laufen noch bis Ende September, laut Fäh dürfte jedoch bereits Ende August das Gröbste überstanden sein. Rund um die Löwengartenstrasse dauern die Arbeiten noch bis Oktober.

Falschparkierer trotz Hinweisschildern

Dass durch die Baustellen Engpässe entstehen in den betroffenen Strassenabschnitten, scheint für viele Autofahrer Jacke wie Hose zu sein. Vor allem an der Mariaberg- und der Bäumlistorkelstrasse parkieren nach wie vor Fahrzeuge auf den Feldern der blauen Zonen. Mehrere Autofahrer hielten sogar direkt neben den Halteverbotsschildern mit entsprechendem Hinweis, dass das Parkieren auf beiden Seiten der Strasse nicht erlaubt ist.

Da der Verkehr wegen der Baustelle jedoch umgeleitet wird, ist der zusätzliche Platz notwendig. Das merkt jeder, der in den letzten Wochen einmal die Bäumlistorkelstrasse entlanggelaufen ist