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Badis der Region Rorschach kämpfen mit Einbrecherwelle

Bis kommenden Sonntag schliessen die Badis in der Region ihre Türen. Nicht alle sind mit der Saison zufrieden.
Lisa Wickart
Am Bettag schliesst das Rorschacher Strandbad wie viele andere Badis in der Region seine Türen. (Bild: Lisa Wickart (04. September 2019))

Am Bettag schliesst das Rorschacher Strandbad wie viele andere Badis in der Region seine Türen. (Bild: Lisa Wickart (04. September 2019))

Der Himmel über dem Rorschacher Strandbad ist wolkenlos blau und die Sonne scheint bei knapp 25 Grad vom Himmel. Am Beckenrand sitzt eine Gruppe von Primarschülern, an den Tischen des Badirestaurants plaudern einige Erwachsene und auf der Wiese liegt eine Handvoll Sonnenanbeter.

Sie gehören zu den letzten Badegästen der Saison, denn die meisten Badis in der Region schliessen bis Ende Woche. So auch in Rorschach: «Am 15. September hört bei uns die Badesaison auf», sagt Leiter Volkmar Hardegen. Er blickt mit gemischten Gefühlen auf die Sommermonate zurück:

«Es war eine schwierige Saison.»

Grund dafür sei das wechselhafte Wetter gewesen. Dazu kommt der Einbruch vor rund einem Monat. In der Nacht seien Unbekannte ins Strandbad eingedrungen und hätten Bargeld in Höhe von mehreren tausend Franken gestohlen. Einbrüche sind jedoch gemäss Hardegen selten: «In den über sechs Jahren, in denen ich schon hier bin, ist es der erste Einbruch.»

Sachschaden von über 6000 Franken

Damit ist das Strandbad Rorschach kein Einzelfall. In mehreren Badeanstalten in der Region kam es diesen Sommer zu versuchten oder gelungenen Einbrüchen. Auch in Goldach trieben Räuber ihr Unwesen: «Meist bleibt es nur bei einem Versuch», sagt Bademeister Boris Schneider. Vor rund einem Monat jedoch gelang es Einbrechern, Bargeld im Wert von mehreren tausend Franken zu stehlen und einen Sachschaden von über 6 000 Franken zu hinterlassen. Schneider sagt:

«Das war glücklicherweise der einzige Zwischenfall.»

Mit der Saison sei er durchaus zufrieden: «Es war ein durchschnittlicher Sommer.» Geschlossen werde die Badi am 14. September.

Babs Berner beschreibt den Sommer als wechselhaft: «Eigentlich war es nur zwei Wochen lang so richtig heiss», sagt die Kioskpächterin der Steinacher Badi. Die Leute hätten mittlerweile genug vom Baden:

«Obwohl wir noch bis zum Bettag geöffnet haben, hat es bereits kaum mehr Besucher.»

Steinach sei ebenfalls von Einbrechern heimgesucht worden: «Bei uns wurde sogar zweimal eingebrochen», sagt sie. Bei beiden Malen haben die Räuber Bargeld gestohlen und einen Sachschaden angerichtet.

Räuber auf frischer Tat ertappt

Aufgrund der schlechten Wetteraussichten für den September hat die Rheinecker Badi eine Woche früher geschlossen als geplant: «Wir haben am 7. September die Saison beendet», sagt Mauro Di Cugno. Als Bademeister hat er dieses Jahr seine erste Saison miterlebt: «Ich bin zufrieden mit dem Sommer», sagt er. Zu Unfällen sei es nicht gekommen, dafür beinahe zu einem Einbruch. In jener Nacht vor rund drei Wochen habe er in der Wohnung im oberen Stock des Badigebäudes geschlafen. Plötzlich habe er Geräusche gehört und er sei aufgestanden, um nachzuschauen: «Ich habe den Vorhang zur Seite gezogen und eine Person vor mir gesehen», sagt er. Daraufhin seien die Einbrecher geflüchtet. Es sei nichts gestohlen worden:

«Aber schlafen konnte ich die nächsten Nächte nicht mehr.»

Auch in Horn versuchten Einbrecher vor einem Monat ihr Glück. Die Badi war jedoch vorbereitet: «Wir haben von den Einbrüchen gehört und darum das Geld am Abend immer aus der Kasse genommen», sagt Bademeister Alexander Michevc. Daher gingen die Räuber leer aus. Am Morgen danach war die Kasse aufgebrochen und der Boden übersäht mit Gewürzen. So würden die Einbrecher versuchen, ihre Spuren zu verdecken. Mit den Besucherzahlen zeigt sich der Bademeister jedoch zufrieden: «Es war eine gute Saison ohne Unfälle.» Auch er schliesst die Türen am Bettag.

Schlechter Start in die Saison

Vergleichsweise ruhig zu und her ging es hingegen in der Rorschacher Badhütte. Gemäss Leiterin Beatrice Trachsel gab es keine Zwischenfälle. «Der Betrieb hat jedoch schlecht gestartet», sagt sie. Dafür seien umso mehr Leute in den Sommerferien gekommen. Auch die Badhütte schliesst die Saison am 14. September ab.

Ähnlich erging es auch der Badi Speck in Staad, die bereits seit dem 8. September geschlossen hat:

«Der Mai fiel regelrecht ins Wasser», sagt Kioskpächter Bruno Gähwiler.

Ende Juni sei es besser geworden und im Juli habe es am meisten Badegäste gehabt. Gemäss Gähwiler ist das Wichtigste, dass die Saison unfallfrei geblieben ist.

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