Badi Rotmonten
Wegen Einsprache: Sanierung der St.Galler Badi Rotmonten verzögert sich um ein Jahr

Am Montag hätte Baustart sein sollen: Doch eine hängige Einsprache verhindert den Start der Gebäudesanierung in der Badi Rotmonten.

Julia Nehmiz Jetzt kommentieren
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Badi Rotmonten: Das in die Jahre gekommene Gebäude (Umkleiden, Gastronomie, Sanitärbereich) muss umfassend saniert werden.

Badi Rotmonten: Das in die Jahre gekommene Gebäude (Umkleiden, Gastronomie, Sanitärbereich) muss umfassend saniert werden.

Bild: Andrea Tina Stalder (7.9.2021)

Bestes Badiwetter, doch die Badi Rotmonten bleibt geschlossen. Saisonschluss – denn am Montag, 13. September, hätte der Baustart sein sollen. Über die Wintersaison sollte das Gebäude umfassend saniert und umgebaut werden. Doch wie Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner am Montag mitteilte, verzögert sich die Sanierung um ein Jahr. Nächster geplanter Baustart: nach der Badesaison 2022.

Grund für die Verzögerung ist eine hängige Einsprache. Zwei waren während des Baubewilligungsverfahrens eingegangen. Eine Einsprache wurde nach Gesprächen zwischen Baubeteiligten und Einsprechenden zurückgezogen. Die zweite Einsprache wurde von der Baubewilligungskommission am 20. August abgewiesen, das Sanierungsprojekt wurde bewilligt. Jetzt heisst es: 14 Tage warten, ob die Einsprechenden Rekurs einlegen.

Sollte kein Rekurs eingereicht werden, wäre es trotzdem für einen Baustart zu spät, sagt Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner. Denn Aufträge kann er erst auslösen, wenn die Baubewilligung vorliegt. Hätte es keine Einsprachen gegeben, hätte Rechsteiner die Baubewilligung im Juli erhalten, dann hätte jetzt gestartet werden können. Doch nun fehlt die Zeit.

Hansueli Rechsteiner, St.Galler Stadtbaumeister.

Hansueli Rechsteiner, St.Galler Stadtbaumeister.

Bild: Ralph Ribi

Man wird nächsten Sommer nicht in einer Baustelle baden müssen

«Die Sanierung verschiebt sich nicht um wenige Wochen, sondern um eine ganze Saison», sagt Rechsteiner. Mit Mehrkosten rechnet er deswegen nicht. Und: Für die Badegäste wird sich kommende Saison nichts ändern. «Sie werden nicht in einer Baustelle baden müssen», sagt Rechsteiner.

«Der Betrieb, wie man ihn kennt, soll gewährleistet werden.»

Einzig unaufschiebbare Unterhaltsarbeiten würden noch vorgenommen werden. Wenn also beispielsweise das Dach undicht wäre oder wenn es in der Küche etwas zu reparieren gäbe.

Noch heute gut in Schuss: Im Winterhalbjahr 2008/2009 wurden die gesamte Badewassertechnik, Schwimmbecken und Rutschbahnbecken saniert.

Noch heute gut in Schuss: Im Winterhalbjahr 2008/2009 wurden die gesamte Badewassertechnik, Schwimmbecken und Rutschbahnbecken saniert.

Bild: Andrea Tina Stalder

Für die Sanierungsarbeiten hatte das Stadtparlament im März 1,6 Millionen Franken gesprochen. Damit soll das in die Jahre gekommene Gebäude der Badi umfassend saniert und umgebaut werden. Das Schwimmbad Rotmonten, 1951 erbaut, gehört zu den bedeutenden Baudenkmälern der Nachkriegszeit in St.Gallen. Der Garderobentrakt wird neugestaltet und entrümpelt, Elektro- wie auch Sanitärinstallationen und -Einrichtungen müssen erneuert werden. Im Kiosk braucht es eine zeitgemässe Küche für die Gastronomie.

Am markantesten: Das ursprüngliche Sonnendeck über dem Kiosk soll wieder hergestellt werden, die nachträglich darauf erstellten Räume werden rückgebaut. So soll die luftig-leichte Architektur des Hauptgebäudes wieder zum Vorschein kommen.

Ob diese Arbeiten im Herbst 2022 angegangen werden können, wird sich zeigen, wenn die Rekursfrist verstrichen ist. Sollte Rekurs eingereicht werden, geht das Verfahren an die nächste Instanz, an das kantonale Baudepartement.

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