Badi Goldach gelangt an Kapazitätsgrenze: Das führt zu Unmut bei den Gästen

Um möglichst vielen Badegästen den Zugang zum Freibad zu ermöglichen, hat die Gemeinde Goldach auch die Spielwiese zur Liegefläche erklärt. Das nutzen allerdings zu wenige, weshalb die Abstandsvorschriften nicht mehr eingehalten werden können.

Jolanda Riedener
Drucken
Teilen
Stösst an die Kapazitätsgrenzen: In der Badi Goldach kam es zu Wartezeiten vor dem Eingang.

Stösst an die Kapazitätsgrenzen: In der Badi Goldach kam es zu Wartezeiten vor dem Eingang.

Bild: Michel Canonica (21.Juni 2017)

Hitzetage und viele, die ihre Sommerferien daheim verbringen: Diese Kombination brachte den Badis in der Region Rorschach in den vergangenen Tagen viele Besucherinnen und Besucher. Wegen den Sicherheits- und Hygienemassnahmen im Zusammenhang mit Corona gelangen die Freibäder allerdings an ihre Kapazitätsgrenzen. So auch die Goldacher Badi Seegarten, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.

Das Schutzkonzept für die Badi enthält eine maximale Besucherzahl, entsprechend der Gesamtfläche des Freibades liegt diese bei 2000 Besuchern. Um möglichst viele Gäste aufnehmen zu können, hat die Gemeinde für die Berechnung der Besucherzahl auch die Spielwiese einbezogen, heisst es.

Es zeige sich nun aber, dass die Badibesucher nicht bereit seien, von ihren Gewohnheiten abzuweichen und ihr Badetuch auf der Spielwiese auszubreiten. Als Folge davon liessen sich auf der Liegewiese die Abstandsvorschriften von 1,5 Metern schon vor Erreichen der Maximalbelegung nicht mehr einhalten. Der Badmeister hat deshalb die Kompetenz, den Zugang zur Badeanstalt zu schliessen, wenn die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Nachrücken der Badegäste ist nicht immer möglich

Weiter nehmen vor dem Eingang wartende Badibesucher an, dass sie sofort nachrücken können, wenn jemand das Freibad verlässt. Massgebend sei jedoch nicht primär die Gesamtzahl der Gäste, sondern vielmehr die tatsächliche Situation im Bad, heisst es in der Mitteilung. Und weiter:

«Die Pforten öffnen erst dann wieder, wenn eine spürbare Besserung eingetreten ist. Das kann entsprechend länger dauern und lässt sich nur schwer vorhersehen.»

Auch die Badhütte Rorschach konnte am vergangenen Samstag keine Gäste mehr hereinlassen. Bisher habe es immer geklappt, sagt Pächterin Beatrice Trachsel, da in der Badhütte oft ein Kommen und Gehen stattfindet. Man weise die Gäste an der Kasse aber darauf hin, wenn es keinen Platz mehr auf der Liegefläche gebe. «Viele kommen ohnehin nur kurz zum Schwimmen», sagt Trachsel.

Mehr zum Thema