Rheineck will Bach für Unwetter rüsten

Die Schäden am Töbelibach in Rheineck vom 1.-August-Unwetter sind repariert worden. Nun will das Städtli die Sanierung des Bachs ausweiten.

Jolanda Riedener
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Derzeit gleicht der Töbelibach mehr einem Rinnsal als einem reissenden Gewässer. Anders war das am 1. August dieses Jahres: Extreme Regenfälle sammelten sich im Bachbett, das Wasser trat übers Ufer und verliess den Bachlauf. Der Bach suchte sich seinen Weg über die Kiesstrasse des Töbelimüliwegs zur Töbelimülistrasse bis zur Tankstelle an der Hauptstrasse. Der Töbelimüliweg wurde stellenweise bis 60 Zentimeter tief ausgespült, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Auch führte der Bach Sand und Kies, das er bis an die Hauptstrasse mitriss.

Markus Zünd, Werkleiter der Stadt Rheineck, war vor Ort, als das starke Unwetter übers Städtli zog. «Wir hatten Glück, dass die Anwohner keine grossen Schäden erlitten», sagt Zünd. Trotz Ferienzeit konnten Mitarbeiter der Abteilung Werke mit einem örtlichen Bauunternehmen die Zufahrt wiederherstellen, heisst es in der Mitteilung weiter. «Wir haben Hindernisse aufgestellt, da auf den 2. August bereits wieder Regen angesagt war», sagt Zünd. Betonelemente und Dämme sollten einen zweiten Übertritt verhindern.

Kanton prüft Bachsanierung

Zu Schäden kam es aber auch weiter oberhalb des Töbelibachs: Im Waldbereich verstopfte Holz das Bachprofil. Nach den Sommerferien haben die Mitarbeiter des Forstbetriebs und einer Bauunternehmung Sofortmassnahmen zur Rückverlegung des Bachs in sein ursprüngliches Bett durchgeführt. Mittlerweile wurde der Bereich ausgeholzt und aufgeräumt, der Bach verläuft seither wieder in seiner ursprünglichen Form. Weitere Reparaturarbeiten haben im unteren Teil des Töbelibachs stattgefunden: Nach der Brücke zum Brüggershof und vor der Bahnhofstrasse sind Ausschwemmungen im Bachbett mit Sandsteinen geschlossen worden.

Die Sanierung des Töbelibachs hat die Stadt Rheineck bereits vor zwei Jahren in Angriff genommen. Ein Projekt wurde zur Vorprüfung beim Kanton eingereicht. Es soll nun zusätzlich bis in den Waldbereich erweitert werden. Mit den Ingenieurarbeiten hat die Stadt die Firma Bänziger Partner in Oberriet beauftragt. Der Töbelibach bildet die Gemeindegrenze, Beschlüsse müssen deshalb auch vom Gemeinderat in St. Margrethen getragen werden. Federführend ist Rheineck. Gemäss Werkleiter Markus Zünd kläre man derzeit ab, ob weiter bachaufwärts allenfalls ein Auffang für Holz- und Kies nötig sei. Laut Zünd gibt es gemäss Gefahrenkarte des Kantons St. Gallen zwei, drei Schwachstellen im Bereich Töbelibach: «Das Unwetter am 1. August war allerdings schon sehr heftig.»