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Autosauna kann für Hunde tödlich enden

Beim Parkplatz vor dem Seerestaurant macht ein Plakat der Susy-Utzinger-Stiftung auf die «Todesfalle Auto» aufmerksam. Fälle, bei denen Hunde aus Autos gerettet werden mussten, sind in der Region Rorschach aber nicht bekannt.
Jolanda Riedener
Auch ein offenes Autofenster hilft nicht, die enormen Temperaturen zu bändigen. (Bild: Jolanda Riedener)

Auch ein offenes Autofenster hilft nicht, die enormen Temperaturen zu bändigen. (Bild: Jolanda Riedener)

Nur kurz etwas einkaufen, oder im Seecafé einkehren: Muss der Vierbeiner in der Zwischenzeit im Auto warten, ist das in den Sommermonaten lebensbedrohlich. Wenn die Sonne aufs Auto scheint, können die Temperaturen im Inneren rasant ansteigen. Die Folge kann nach kurzer Zeit bereits ein Hitzeschlag sein, was unter Umständen den Tod für den Hund – oder das Kind – bedeutet.

Auf diesen Umstand weist ein Plakat hin, das beim rege besuchten Parkplatz vor dem Seerestaurant in Rorschach angebracht wurde. Gedruckt hat es die Susy-Utzinger-Stiftung. «Wir schicken solchen Plakate jeweils an Gemeinden und Badis in der ganzen Schweiz», sagt Regula Bieri, Leiterin Administration der Stiftung. Eine der Kernkompetenzen der Susy-Utzinger-Stiftung ist unter anderem die Aufklärung der Bevölkerung in Tierfragen, dazu gehören auch Informationskampagnen mit Flyer, Plakate oder Broschüren.

Stadt bringt die warnenden Plakate an

In Rorschach werden die Plakate jeweils im Auftrag der städtischen Tierschutzbeauftragten Claudia Brunner vom Werkhof aufgestellt. Und zwar zu Beginn des Sommers, in der Nähe von grösseren Parkplätzen, heisst es seitens der Stadt Rorschach auf Anfrage. Ziel der Plakataktion ist gemäss Regula Bieri von der Susy-Utzinger-Stiftung, möglichst viele Personen auf das drohende Unheil im Auto aufmerksam zu machen. Die Leute würden die Gefahr oft unterschätzen. «Manchmal braucht es wirklich nicht viel», sagt sie. Auch wenn man meine, nur kurz in einem Laden etwas kaufen zu müssen: Vergisst man die Zeit oder dauert es länger, ist es für den Vierbeiner vielleicht schon zu spät. Oder, wer sein Auto im vermeintlich kühlen Schatten abstellt, und nicht daran denkt, dass dieser mit der Sonne wandert.

«Je nach Sonneneinstrahlung ist nicht einmal eine hohe Aussentemperatur nötig, bis es gefährlich wird», sagt Bieri. So steht es auch auf dem Plakat vor dem Seerestaurant: Bereits bei 15 Grad Aussentemperatur kann der Innenraum sich bei Sonnenbestrahlung bis über 50 Grad aufheizen. Auch ein geöffneter Fensterspalt nütze nichts und könne das Fahrzeug dann nicht genügend kühlen.

Kaum Fälle in der Region bekannt

Daniela Capiaghi ist schon seit vielen Jahren aktiv im Tierschutzverein der Region Rorschach tätig und rückt auch für entsprechende Einsätze aus. Ihr sei in den vergangenen Jahren kein Fall bekannt, bei dem der Tierschutz hätte eingreifen müssen, um einen Hund aus einem überhitzen Auto zu retten. «In der Regel reagieren auch aufmerksame Passanten und suchen den Besitzer oder sprechen ihn auf die Gefahr an», vermutet Capiaghi.

Auch die Kantonspolizei St. Gallen muss bei solchen Fällen «sehr selten» ausrücken, sagt Kapo-Mediensprecher Hanspeter Krüsi auf Anfrage.

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