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Ausgequalmt! Die Bahnhöfe der Stadt St.Gallen sind jetzt rauchfrei

Seit Dienstag gilt an allen Bahnhöfen in der Stadt St.Gallen ein Rauchverbot. Für Raucher gibt es spezielle Bereiche.
David Gadze
Am Hauptbahnhof St.Gallen darf man seit heute nur noch in den gekennzeichneten Bereichen rauchen. (Bild: Lisa Jenny)

Am Hauptbahnhof St.Gallen darf man seit heute nur noch in den gekennzeichneten Bereichen rauchen. (Bild: Lisa Jenny)

Wer in der Stadt St.Gallen und der Region auf den Zug wartet, kann seine Zigarette ab sofort nicht mehr nach Lust und Laune rauchen. Das ist nur noch in den speziell gekennzeichneten Raucherbereichen auf den Perrons oder bei den Zugängen zu den Bahnhöfen möglich. Seit Dienstag sind der St.Galler Hauptbahnhof, der Bahnhof Bruggen und der Bahnhof Winkeln rauchfrei, am Bahnhof St. Fiden ist das seit Montag der Fall. Bereits seit August darf am Bahnhof Haggen nicht mehr gequalmt werden.

Auch an den meisten Bahnhöfen in der Region gilt das Rauchverbot inzwischen. Die Schweizerische Südostbahn (SOB) hat es an ihren Bahnhöfen Wittenbach, Muolen und Häggenschwil-Winden – wie in Haggen – im August eingeführt, in Rorschach und Staad ist es seit Freitag in Kraft, in Mörschwil und Goldach seit Montag und in Gossau ebenfalls seit Dienstag. Die letzte Raucher-Bastion bleibt somit noch Arnegg. Aber nicht mehr lange: Ab Samstag hat es sich auch dort ausgeraucht. In Herisau sind seit kurzem gar einzelne Buswartehäuschen rauchfrei.

200 Tonnen Zigistummel pro Jahr

Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) hat Ende 2018 die schweizweite Einführung von rauchfreien Bahnhöfen mit Raucherbereichen auf den Perrons beschlossen. Diese Massnahme sollte «die Aufenthaltsqualität der Kundinnen und Kunden durch mehr Sauberkeit und einen angenehmeren Geruch» erhöhen, begründet der VöV das Rauchverbot. Zwei Drittel aller Zigarettenstummel würden im Gleisbett landen. Das seien rund 550 Kilogramm pro Tag respektive 200 Tonnen pro Jahr. Bis Mitte 2020, 15 Jahre nach der Verbannung der Zigaretten aus den Zügen, soll das Rauchverbot an allen Schweizer Bahnhöfen umgesetzt sein.

Die Akzeptanz der schweizweiten etappenweisen Einführung von rauchfreien Bahnhöfen mit Raucherbereichen sei hoch, da dies einem Bedürfnis der Kundinnen und Kunden entspreche, sagt SBB-Mediensprecherin Sabine Baumgartner. Mit dem im 2018 durchgeführten Praxistest hätten die SBB eine umfassende, repräsentative Marktforschung durchgeführt. 75 Prozent der Befragten hätten sich eine Veränderung der damals geltenden Raucherregelung gewünscht: Neu sollte es «grossflächige Nichtraucherbereiche» geben, Rauchende sollten aber weiterhin die Möglichkeit haben, an speziell signalisierten Orten zu rauchen.

Im Wiederholungsfall droht die Wegweisung

Doch wie kontrollieren die SBB das Rauchverbot, wie setzen sie es durch? Reisende, die sich nicht an die Rauchfrei-Regelung halten, würden «höflich angesprochen» und auf die signalisierten Raucherbereiche auf den Perrons und bei den Zugängen zu den Bahnhöfen hingewiesen, sagt Sabine Baumgartner. «Personen, die sich nicht daran halten wollen, können im Wiederholungsfall weggewiesen werden.» In Bereichen, in welchen das Rauchen bereits vor der Änderung verboten gewesen sei, könnten weiterhin Bussen beziehungsweise Verzeigungen ausgesprochen werden.

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