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Auf nach Appowila! Acht gute Gründe für einen Besuch an den Highland Games

Am Wochenende finden in Abtwil die Highland Games statt. Acht gute Gründe für einen Besuch.
Rossella Blattmann, Johannes Wey und Perrine Woodtli

1. Die grosse Parade

Die grosse Parade musste 2017 gestrichen werden. (Bild: Peter Kaeser - 6. September 2015)

Die grosse Parade musste 2017 gestrichen werden. (Bild: Peter Kaeser - 6. September 2015)

Die Highland Games finden nur alle zwei Jahre statt. Und wenn sich am Samstag um 11 Uhr die grosse Parade auf der Auwiesenstrasse in Bewegung setzt, wird der letzte Umzug sogar ganze vier Jahre her sein. 2017 musste er wegen Starkregens nämlich gestrichen werden. So garstig sollte das Wetter dieses Jahr gemäss Prognosen nicht werden. Damit steht dem Schauspiel mit über 180 Dudelsackbläsern und Tambouren, den Mitgliedern des Trägervereins sowie den Sportlerinnen und Sportlern nichts im Weg. Die diesjährige Dudelsackparade wird damit nach dem Basel Tattoo die zweitgrösste der Schweiz.

2. Dudelsack im Ohr

Aim Rahmen der Highland Games finden jeweils die Schweizer Meistersschaften für Pipes and Drums statt. (Bild: Hanspeter Schiess - 2. September 2017)

Aim Rahmen der Highland Games finden jeweils die Schweizer Meistersschaften für Pipes and Drums statt. (Bild: Hanspeter Schiess - 2. September 2017)

Wer an Schottland denkt, dem klingt unweigerlich eine Dudelsack-Melodie im Ohr. Und die Klänge der «Pipes» werden die Festivalbesucher auch während des gesamten Wochenendes begleiten. Im Rahmen der Highland Games finden auch diesmal die offiziellen Schweizer Meisterschaften für Pipes and Drums statt. Damit treffen sich in Abtwil die Dudelsackszenen aus der ganzen Schweiz und des nahen Auslands. Mit dabei sind natürlich auch die Lokalmatadoren von den «United Maniacs Pipes and Drums of St.Gallen».

3. Haggis, Neeps and Tatties

Am Fest der Schottlandfans gibt es selbstverständlich auch das schottische Nationalgericht zu essen. (Bild: Ralph Ribi - 3. September 2017)

Am Fest der Schottlandfans gibt es selbstverständlich auch das schottische Nationalgericht zu essen. (Bild: Ralph Ribi - 3. September 2017)

Zugegeben, die britische Küche im Allgemeinen und die schottische im Speziellen geniessen keinen guten Ruf. Aber einmal alle zwei Jahre kann man sich das schottische Nationalgericht Haggis durchaus zu Gemüte führen. «Nose to Tail», von der Nase bis zum Schwanz, heisst ein gastronomischer Trend der letzten Jahre. Da reiht sich der Haggis nahtlos ein. Die Appowiler haben als Lieferanten einen Metzger ihres Vertrauens angelernt. Und Vertrauen ist wichtig, wenn es um Innereien gekocht im Schafsmagen geht. Begleitet werden diese wie es sich gehört von gestampften Steckrüben («Neeps») und Kartoffeln («Tatties»). Wo sonst kann man dieses Kulturgut auf dem europäischen Festland probieren?

4. Die (Spass-)Wettkämpfe

An den Highland Games werfen Frauen und Männer Baumstämme und Steine. (Bild: Ralph Ribi - 3. September 2017)

An den Highland Games werfen Frauen und Männer Baumstämme und Steine. (Bild: Ralph Ribi - 3. September 2017)

Die sportlichen Wettkämpfe stehen im Zentrum der High­land Games. Echte Kerle werfen Baumstämme oder Steine durch die Gegend und stossen dabei aus ihren bärtigen Mündern urige Schreie aus. Die Veranstalter versprechen «einige der besten Highland-Games-Profis aus der Schweiz und dem Ausland». Doch wer statt verbissener Muskelprotze lieber etwas zum Lachen über sich selbst und andere hat, der sollte sich den Samstagmittag freihalten: Von 11.45 bis 12.30 Uhr steht das Baumstammwerfen jedermann und -frau offen – mit unterschiedlichen Baumstamm-Kalibern.

5. Whisky und Co.

Whisky degustieren: Gleich vier Whiskyzelte sind auf dem Geländeplan eingezeichnet. (Bild: Hanspeter Schiess - 2. September 2017)

Whisky degustieren: Gleich vier Whiskyzelte sind auf dem Geländeplan eingezeichnet. (Bild: Hanspeter Schiess - 2. September 2017)

Der berühmteste Export Schottlands ist der Whisky. Während der Highland Games wird man zu keiner Uhrzeit schräg angeschaut, wenn man mit einem kleinen Single Malt angetroffen wird: Gleich vier Whiskyzelte mit grosser Auswahl sind auf dem Geländeplan eingezeichnet. Wer es weniger mit dem harten Alkohol hat, ist im «Last Drop» gut aufgehoben. Im Pub gibt es zahlreiche schottische Biere, Livemusik und Fussballübertragungen. Und am Mittelaltermarkt (siehe unten) kann man auch am süssen Honigwein Met nippen.

6. Ins Mittelalter eintauchen

Gegen 50 Stände sind dieses JAhr am Mittelaltermarkt vertreten. Unter anderem verkaufen sie auch Kleider. (Bild: Ralph Ribi - 3. September 2017)

Gegen 50 Stände sind dieses JAhr am Mittelaltermarkt vertreten. Unter anderem verkaufen sie auch Kleider. (Bild: Ralph Ribi - 3. September 2017)

Wer durch den Mittelaltermarkt an den Appowila Highland Games schlendert, fühlt sich wirklich um Jahrhunderte zurückversetzt. Gegen 50 Marktstände reihen sich aneinander und die Auswahl ist gross: Nebst Ständen, an denen altes Handwerk demonstriert wird, werden an anderen keltischer und nordischer Schmuck, glitzernde Diademe oder Bartperlen angeboten. Wer ein Trinkhorn dem Becher vorzieht, findet es ebenfalls am Markt. Auch ein Heerlager, Bogenschiessen und neuerdings Axtwerfen gibt es. Doch nicht nur die ausgefallenen Marktstände und Angebote sorgen für das mittelalterliche Flair. Viele Besucherinnen und Besucher verkleiden sich anlässlich des Festes; von Ritterkostümen über Elfenohren und Waffenrock ist alles zu sehen.

7. Celtic-Metal

Dieses Jahr tritt Eluveitie am Appowila auf. (Bild: PD)

Dieses Jahr tritt Eluveitie am Appowila auf. (Bild: PD)

Elu wer? Das dürften sich einige gedacht haben, als die Appowiler stolz verkündeten, Eluveitie würden in Abtwil auftreten. Als die «erfolgreichste Celtic-Metal-Band der Schweiz» wurden sie angekündigt. Doch die neunköpfige Gruppe ist mehr. Sie ist die erfolgreichste Schweizer Band im Ausland und gehört zu den grossen Namen in der Celtic-Szene. Trotz 100-Millionen-Klicks auf Youtube, einer Million Followern auf Social Media und einem Swiss Music Award (2014, als erste Metal-Band überhaupt) kennt die breite Masse die Band kaum. Doch es lohnt sich hineinzuhören – auch wenn keltische Folklore kombiniert mit Metal-Klängen nicht jedermanns Sache ist. Zudem bietet sich diese Möglichkeit nicht oft: Eluveitie spielen dieses Jahr nur vier Konzerte in der Schweiz. Die übrige Zeit touren sie durch die Welt und spielten unter anderem am «Wacken» auf der Hauptbühne vor Zehntausenden Fans.

8. Das Kilt-Mysterium

Am Appowila sind immer viele Kilts zu sehen. (Bild: Hanspeter Schiess - 2. September 2017)

Am Appowila sind immer viele Kilts zu sehen. (Bild: Hanspeter Schiess - 2. September 2017)

Die Highland Games bieten ein breites Forschungsfeld, einer der letzten ungeklärten Fragen europäischer Geschichte auf den Grund zu gehen: Was tragen Schotten unter ihrem Kilt? Das luftige Kleidungsstück gerät besonders bei den Sportwettkämpfen gerne in Schwingung. Mit Gemeindepräsident Boris Tschirky war bei den vergangenen Highland Games zudem auch ein prominenter Kiltträger unter den Gästen.

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