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Den Feierabend auf der Yogamatte verbringen

Wer statt einem Bier lieber seinen Körper und Geist in Einklang bringen will, ist beim Sunset Yoga goldrichtig. Im Rahmen der Strandfestwochen trifft man sich in Leggins und mit dem Mättli am Seeufer.
Jolanda Riedener
Schweisstreibend und meditativ: Rund 30 Personen treffen sich zur Yoga-Session am Feierabend. (Bild: Jolanda Riedener)

Schweisstreibend und meditativ: Rund 30 Personen treffen sich zur Yoga-Session am Feierabend. (Bild: Jolanda Riedener)

Es ist heiss. Sehr heiss. Dennoch treffen sich rund 30 Personen zur Yogastunde an den Strandfestwochen beim Würth-Haus. Sunset Yoga, das tönt entspannend: Langsame Bewegungen am Seeufer, während die Sonne untergeht. Kursleiter Hanspeter Wöhrli warnt die bunte Gruppe – mehrheitlich Frauen – gleich zu Beginn: «Wir machen kein Wohlfühl-Yoga, es kann auch streng werden.»

Bereits beim Sitzen bilden sich Schweissperlen auf der Stirn. Eine Frau nebenan sagt, sie hätte auch schon Yoga praktiziert, besuche aber nicht regelmässig Stunden. Einige probieren es überhaupt zum ersten Mal aus.

Wöhrli betreibt mit einem Kollegen die Shuniya Kundalini Yogaschule in St. Gallen. Yogaübungen lassen die Energie im Körper wieder fliessen, sagt er. Man könne sich diese Energie als Schlange vorstellen, die zusammengerollt am unteren Ende der Wirbelsäule ruhe. Ziel der aus Indien stammenden Philosophie sei, diese schlafende Schlange durch Yogapraktiken zu wecken und Blockaden aufzulösen. Schnell wird klar: Die Atmung spielt im Yoga eine wichtige Rolle. Und: Die Bewegungen sind schneller als gedacht. Immer wieder ermahnt Wöhrli: «Tief, bis in den Boden atmen.»

Nebengeräusche ausblenden

Die Seepromenade eignet sich grundsätzlich gut für etwas Bewegung am Abend: Es hat ausreichend Schatten, der See ist zu sehen und der Rasen weich. Nur ist die Yogagruppe an einem heissen Donnerstagabend nicht alleine auf dem Areal. Spaziergänger, Velofahrer, spielende Kinder, Jugendliche, die zu Musik Bier trinken, sie alle sind gut zu hören. «Seid ganz bei euch. Konzentriert euch auf euren Körper und blendet alle Geräusche um euch herum aus», leitet der Meister an. Die Augen sollen stets geschlossen bleiben. Während sich die Beweglichkeit bei manchen in Grenzen hält, gibt es auch geübte Yoga-Teilnehmer. Deren Bewegungen zeichnen sich durch Geschmeidigkeit und offensichtliche Leichtigkeit aus.

Sich ins Shavasana, einer Tiefenentspannung hinzugeben, ist gar nicht so einfach, wenn das Surren einer Drohne unmittelbar über dem Kopf wahrnehmbar ist. Irritierte Blicke schauen zum Himmel. «Das nächste Mal bringe ich eine Steinschleuder mit», zischt jemand.

Die Oberschenkel zittern, das T-Shirt ist feucht, Stechmücken setzen zum Angriff an. Zum Schluss folgt ein anstrengender Meditationsteil, bei dem die Hände über den Kopf gehalten werden. Beim öffnen der Augen ist die Sonne blutrot, ganz nah am Horizont. «Und, wie war's ?» Anders als erwartet, aber es habe ihr gefallen, sagt die Frau nebenan und zeigt auf den Sonnenuntergang.

Hinweis

In dieser Serie beschreiben wir in loser Folge, wo und wie Menschen in der Region Rorschach ihren Feierabend verbringen.

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