Auf den Spuren der Frauen von gestern: Die Frauengemeinschaft Andwil-Arnegg wird 75 Jahre alt

Die Frauengemeinschaft Andwil-Arnegg feiert dieses Jahr ihren 75. Geburtstag.

Elena Fasoli
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Anita Züger (rechts oben) präsidiert den Vorstand.

Anita Züger (rechts oben) präsidiert den Vorstand.

Bild: PD

Seit 75 Jahren verbindet die Frauengemeinschaft Andwil-Arnegg die Frauen der beiden Dörfer. Das Motto «Frauenspuren – gestern, heute und morgen» begleitet den Verein durch sein Jubiläumsjahr. An der Hauptversammlung blickte Präsidentin Anita Züger zurück: «Ich fand es interessant, was die Frauen 1945 zur Gründung des damaligen Müttervereins bewegte.»

Damals sei der Verein neben gemütlichem Beisammensein vor allem zu Bildungszwecken gedacht gewesen. Heute sei die Frauengemeinschaft vielseitiger und biete auch Anlässe für Familien und Kinder.

Um die Geschichte der Gemeinschaft lebendiger darzustellen, hat Züger gemeinsam mit ihrem Mann einen Sketch eingeübt. Letzterer spielte an der Hauptversammlung den Pfarrer Hasler, der zu Beginn dem Verein vorstand. Er zeigte sich erstaunt, dass nun eine Frau die Veranstaltung leite, und brachte Zweifel an ihren Fähigkeiten an. «Unser Sketch sorgte für Lacher im Publikum. Vor allem weil alle wussten, dass der ‹Pfarrer› mein Mann ist», sagt Anita Züger.

Einen spannenden Einblick in die Vergangenheit gaben die beiden mit einem Vortrag von damals – zum Thema Schwiegermutter.

Geselligkeit ist auch in einer digitalen Welt gefragt

Bei einem Jubiläumsquiz konnten die Frauen ihr Wissen unter Beweis stellen. «Die Idee war, dass sich eine etwas jüngere Frau jeweils mit einem älteren Mitglied zusammentut», sagt Züger. Denn das Quiz fand online statt und einige benötigten dabei Hilfe. Die Frauen konnten dadurch neue Kontakte knüpfen und ihr Wissen über die Frauengemeinschaft unter Beweis stellen.

So lernten sie etwa, was die Gründungsmitglieder zur Hauptversammlung mitbringen mussten. «Nämlich eine Kaffeetasse und einen Löffel, da es zu der Zeit im Pfarreiheim noch kein Geschirr gab», sagt Züger.

Zum Abschluss wurden kurze Interviews gezeigt, in denen Frauen unterschiedlichen Alters erzählten, warum sie Mitglied in der Frauengemeinschaft sind. Die Motive der verschiedenen Generationen sind ähnlich. «Meist ist die Geselligkeit der Hauptgrund», sagt Züger. Dieses Bedürfnis werde auch in Zukunft nicht verloren gehen. «Die digitale Welt kann persönliche Kontakte nicht ersetzen.»