Auf dem Trottoir statt auf der Strasse: Der Veloweg durch Altenrhein wird sicherer

Die Pläne für die Sanierung der Dorfstrasse liegen auf. Vorgesehen ist eine eigene Velospur. So sollen Velofahrer künftig das Trottoir meiden.

Kurt Latzer
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Viele Velofahrer führen sich auf dem Trottoir sicherer.

Viele Velofahrer führen sich auf dem Trottoir sicherer.

Bild: Kurt Latzer

Bei schönem Wetter muss man auf Velofahrer nicht lange warten, die auf der Strasse gegenüber des Flugplatzes Altenrhein unterwegs sind. Die Dorfstrasse, vom Hundertwasser-Kreisel bis in den Ortskern von Altenrhein, ist von ihnen stark frequentiert. Vor allem in der warmen Jahreszeit. Die Strasse ist Teil des Bodensee-Radwanderweges.
Immer wieder sind auch ganze Gruppen mit ihren Velos unterwegs. Vielfach nutzen sie der Sicherheit zuliebe aber das Trottoir, was zu Konflikten mit Fussgängern oder der Polizei führen kann. Wie überall im Kanton ist Velofahren auf dem Trottoir verboten.

3,5 Meter breit und «Velos gestattet»

Der Kanton St. Gallen und die Gemeinde Thal wollen diesen Zuständen einen Riegel schieben. Vom Hundertwasser-Kreisel bis zum Bildstöckli vor dem ehemaligen Gasthaus Hirschen ist ein 3,5 Meter breiter Rad- und Fussgängerweg geplant.

«Dieser Weg wird markiert und mit ‹Velos gestattet› beschildert», sagt Georges-André Apothéloz, Projektleiter im Baudepartement St. Gallen. Ginge es nach dem Willen des Thaler Gemeinderates, würde der neue Velo- und Fussgängerweg so rasch als möglich gebaut. «Der Gemeinde ist es bereits schon länger ein grosses Anliegen, die Situation für Velofahrer zu verbessern», sagt Christoph Giger, Gemeinderatsschreiber von Thal. Er hofft, dass das Projekt, nach der Auflagefrist zügig umgesetzt werden kann.

Verhandlungen um Land verzögern das Projekt

Nicht so optimistisch wie Christoph Giger ist der Projektplaner: «Zuerst müssen wir abwarten, ob und wie viele Einsprachen es gibt», sagt Georges-André Apothéloz. Und: «anschliessend müssen wir Landverhandlungen führen.» Er will sich nicht festlegen, glaubt allerdings nicht daran, den neuen Fussgänger- und Veloweg im nächsten Jahr eröffnen zu können.

Parallel zu den Landverhandlungen kann laut Apothéloz mit der Ausschreibung der Arbeiten begonnen werden. Bald beginnen werden hingegen die Arbeiten zur Neugestaltung des Dorfzentrums.