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Auf dem Bodensee überholen Motorboote die Segelboote

Bootfahren hat mehr mit Autofahren gemein, als angenommen – vor allem in der Ökologie.
Ines Biedenkapp
Christoph Winterhalter (rechts) beim Unterrichten. (Bild: PD)

Christoph Winterhalter (rechts) beim Unterrichten. (Bild: PD)

Im Hafen Rorschachs liegen die Schulboote der bekannten nautischen Akademie HOZ Hochseezentrum International aus Thal. Gründer ist Christoph Winterhalter. Eigentlich ist der studierte Theologe Coach, Mediator und Seelsorger. Die Seefahrt bezeichnet er als Hobby, das seinen Beruf ergänzt. «Alles was wir hier machen, ist professionell», sagt Christoph Winterhalter, das sei ihm wichtig. «Es gibt viel zu viele dubiose Anbieter», sagt er weiter. Doch diese würden den Sport kaputt machen. «Nur billig funktioniert eben nicht.»

In der nautischen Akademie bieten er und seine 25 Mitarbeiter den Hochseeschein für Segel- wie auch Motorboote an. Wer selbst schon daran dachte, den Führerschein für die See zu machen, solle sich jedoch im Klaren sein, was für Kosten auf einen zukommen, ist Winterhalters erster Rat.

«Das kann schnell in die Tausende gehen.»

Ein wichtiger Aspekt in der Ausbildung sei ihm vor allem die Ökologie. So könne man etwa auch mit einem Motorboot umweltfreundlich fahren. «Der geringste Verbrauch ist beim perfekten Drehmoment», sagt der 58-Jährige.

Die Angst vor zu kurzen Laufzeiten der Batterie

Auch gibt es immer neue Technologien, die Bootsbauer einsetzen würden, etwa Elektromotoren. Allerdings seien diese in der Anschaffung sehr teuer. Zudem beobachtet Winterhalter einen ähnlichen psychologischen Effekt wie bei Elektroautos:

«Viele Leute haben das Gefühl, dass die Laufzeiten von Elektromotoren von vier bis sechs Stunden zu kurz sind.»

Christoph Winterhalter an seinem Schreibtisch. (Bild: ibi)

Christoph Winterhalter an seinem Schreibtisch. (Bild: ibi)

Dabei käme es jedoch immer auf die Fahrt selbst an. «Viele fahren gar nicht so lange, sondern machen ja meist irgendwo einen Stopp zum Plauschen oder Schwimmen.» Allerdings sei dies den Meisten gar nicht bewusst.

Auch für die Motorbootsschule würde sich ein reines Elektrofahrzeug noch nicht lohnen. «Damit müsste ich die schon recht hohen Preise pro Fahrstunde um etwa 50 Franken erhöhen», ist sich Winterhalter sicher. Dennoch sieht der erfahrene Seemann eine Trendwende. «Vor etwa 20 Jahren gab es etwa 60 Prozent Segler und 40 Prozent Motorbootfahrer. Heute ist es umgekehrt», sagt er. Doch auch Segelboote bräuchten Motoren. «Gibt es keinen Wind, kommen auch die Segelboote nicht vom Fleck», sagt Winterhalter.

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