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Auch in heimischen Gewässern gibts Gold - Nuggets wurden noch keine gefunden

Doch die Trockenheit bereitet auch den Goldwäschern in der Goldach einige Probleme.
Sie brauchen Wasser. Dennoch wurden dieses Jahr 19 Bewilligungen für die Suche mit Rinne ausgegeben.
Ines Biedenkapp
Für diese Saison wurden 19 Bewilligungen für das Suchen nach Gold in der Goldach ausgestellt. (Bild: Ines Biedenkapp)

Für diese Saison wurden 19 Bewilligungen für das Suchen nach Gold in der Goldach ausgestellt. (Bild: Ines Biedenkapp)

Mit ruhigen Händen bewegt Bruno, der nicht weiter namentlich genannt werden will, die Goldwaschpfanne. Konzentriert gibt der Goldsucher entweder Wasser zum Lösen hinzu, oder lässt es abfliessen. «Für mich ist das Entspannung pur», sagt er und zeigt auf die kleinen schimmernden Gold-Flimmer. Zu dem Hobby kam er durch einen Kollegen. «Seit ich als Kind gehört habe, dass es in jedem Fluss Gold gäbe, habe ich schon immer gerne nachgeschaut. Viel hat daher nicht gefehlt, um mich selbst mit dem Goldrausch anzustecken.»

Dieses Jahr hat das kantonale Amt für Natur, Jagd und Fischerei 19 Bewilligungen für das Goldwaschen in der Goldach ausgestellt. Das seien etwas mehr wie im Vorjahr. Die Bewilligungen wurden von Seiten des Kantons eingeführt, da es vor einigen Jahren Probleme mit Goldgräbern, unter anderem auch an der Goldach, gab. So wurden Erholungsgebiete nicht respektiert, die Ufer Seiten wurden vermüllt aufgefunden und es wurden zunehmend Maschinen bei der Suche nach Gold eingesetzt. «Heute haben wir praktisch keine Probleme mehr», sagt Christoph Birrer, vom Amt für Natur, Jagd und Fischerei. Zudem treffe man sich einmal im Jahr, um zusammen Probleme beider Seiten zu besprechen. «Das funktioniert sehr gut», sagt Birrer.

Vor- und Nachteile 
durch das Wetter

Die Goldflimmer sind schwer zu erkennen. (Bild: Ines Biedenkapp)

Die Goldflimmer sind schwer zu erkennen. (Bild: Ines Biedenkapp)

Dieses Jahr war jedoch auch für Goldwäscher eine Herausforderung. Zu Beginn des Jahres gab es Überflutungen und Hochwasser, danach folgte eine anhaltende Trockenperiode. Für die derzeitigen Goldsucher ist das Vor- und Nachteil zugleich. «Das Hochwasser war gut», sagt ein zweiter Goldwäscher. «Das hat neue Stellen freigegeben und Stellen aufgewirbelt. Doch die Trockenheit ist auch für uns problematisch, da wir zur Goldsuche Wasser brauchen.»

Wirklich mehr Gold würden sie durch die anhaltende Trockenheit daher nicht finden. Bei ihrer Suche halten sich die Goldwäscher an den sogenannten Ehrenkodex. Dieser beinhaltet einige Regeln zum eigenen Verhalten, um das Hobby zu bewahren. So sieht der Kodex vor, dass sich die Goldwäscher nicht nur an die gesetzlichen und örtlichen Bestimmungen halten, sondern auch einen respektvollen Umgang untereinander, dem Kanton und den Fischern hegen. Ausserdem wird klar geregelt, mit welchen Hilfsmitteln das Goldwaschen erlaubt ist.

Goldwäscher wollen die Natur schützen

Für die Benutzung einer Rinne braucht es eine Bewilligung. (Bild: Ines Biedenkapp)

Für die Benutzung einer Rinne braucht es eine Bewilligung. (Bild: Ines Biedenkapp)

Das Verwenden von Maschinen, wie etwa Dredges oder Presslufthammer, seien untersagt. Auch wollen die Goldwäscher die Schäden an Uferböschungen, Kulturland, Wald, Strassen und Wegen vermeiden. «Es ist Ehrensache, dass man sich daran hält», sagt der Goldwäscher. Bereits seit fünf Jahren ist er in der Goldach auf der Suche nach Gold. «Es nervt einen doch selbst, wenn man sein Hobby nicht ausüben kann, weil man erst mal den Müll von anderen beseitigen muss.»

Die Ausbeute nach acht Stunden Goldwaschen liegt bei etwa 0,25 Gramm, während ein Gramm rund 50 Franken wert ist. Das bisher grösste Stück aus der Goldach wog rund 10 Gramm. Von der Goldsuche leben könne man allerdings nicht. «Es geht mir nicht wirklich um das Gold», sagt Bruno. «Mich reizt es tatsächlich viel mehr zu beweisen, dass man in jedem Fluss Gold finden kann.»

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