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Auch die historischen Fenster am St.Galler Hauptbahnhof werden saniert

Vergangene Woche haben viele Passantinnen und Passanten gestaunt: Am Seitenflügel des Hauptbahnhofs waren viele Fenster durch Bretter ersetzt worden. Ein «Mega-Vandalenakt», wie ein Leser vermutete, ist allerdings nicht der Grund dafür. Hier werden vielmehr historische Fenster renoviert.
Reto Voneschen
Derzeit fehlen am Seitenflügel des Bahnhofgebäudes viele Fenster. Sie sind durch Bretter ersetzt, weil hier Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. (Bild: Reto Voneschen)

Derzeit fehlen am Seitenflügel des Bahnhofgebäudes viele Fenster. Sie sind durch Bretter ersetzt, weil hier Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. (Bild: Reto Voneschen)

Während der Arbeiten für Renovation und Umbau des Hauptbahnhofs St.Gallen hat sich nämlich herausgestellt, dass verschiedene der historischen Fenster in schlechtem Zustand sind. Deshalb, so sagt SBB-Mediensprecher Oli Dischoe auf Anfrage, habe man zusätzliche Sanierungsmassnahmen beschlossen.

Dabei werden insbesondere die Kitt-Fugen zwischen Fensterglas und Holzrahmen erneuert, das Holz ausgebessert, Gläser ausgewechselt und die Oberflächen neu gestrichen. Die Massnahmen an den Fenstern sind, wie es sich für ein historisches Bijou wie den Hauptbahnhof gehört, mit der Denkmalpflege der Stadt St.Gallen abgesprochen. Nach derzeitigem Stand der Planung werden die historischen Fenster voraussichtlich ab Ende Juli wieder sichtbar sein.

Ein der Textilmetropole würdiger Bahnhof

Das heutige Aufnahmegebäude des Hauptbahnhofs St.Gallen wurde 1911 bis 1913 anstelle des ersten St.Galler Bahnhofs von 1856 erstellt. Dieser war für die damals prosperierende Textilmetropole St.Gallen zu klein geworden. Und mit dem Neubau sollte die selbstbewusste, damals durch Handelsbeziehungen mit der ganzen Welt verknüpfte Stadt auch einen ihrem Status würdigen Bahnhof erhalten.

Dem Bau ging eine lange Phase der Planung voraus: Erste Entwürfe für den neuen Bahnhof stammen aus den Jahren 1884/85. Nach langen Diskussionen, Streitereien und einem Architekturwettbewerb im Jahr 1907 begannen die Bauarbeiten am neuen Bahnhof 1911. Eingeweiht wurde der Neubau am 23. Dezember 1913.

Eine «Kathedrale» für den Zugsverkehr

Ein halbes Jahr später, Ende Juli 1914, brach der Erste Weltkrieg aus. Er beendete auch die St.Galler Grossstadt-Träume. Durch den Absturz der Stickerei-Industrie gerieten die Stadt St.Gallen und die weitere Region in eine schwere Krise. Davon erholte sich die Stadt erst ab Ende der 1940er-Jahre wieder.

In dieser Zeit war der Bahnhof, den Zeitgenossen bei der Eröffnung noch als «Kathedrale» für den Verkehr, für den Aufschwung und für eine neue Zeit gedeutet hatten, für die Bedeutung der Stadt eigentlich überdimensioniert. Mit der Reorganisation der Bahnen, insbesondere dem Auszug der SBB-Kreisdirektion, wurden darin auch Räume frei.

Zentrale Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs

1985 bis 1987 wurde das Aufnahmegebäude des Bahnhofs St.Gallen umfassend saniert. Die Migros-Klubschule samt Restaurant übernahm in der Folge einen Grossteil der Räume in den oberen Stockwerken. In den Seitenflügel, in dem früher das Bahnhofbuffet untergebracht war, zogen Läden ein.

Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
Rathausunterführung, nach einjähriger Bauzeit im Rohbau, vor Wiedereröffnung (Bild: Urs Bucher)
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Die neue Aorta des Hauptbahnhofs St.Gallen

Heute ist der St.Galler Bahnhof und der Bahnhofplatz davor die zentrale Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs in der Ostschweiz. Gegen 80'000 Bahnreisende sind hier täglich unterwegs. Derzeit wird der Bahnhof durch die SBB und der Bahnhofplatz durch die Stadt saniert und umgebaut.

Offizielle Einweihung Anfang September

Grosse Teile des Projektes sind bereits abgeschlossen und in Betrieb. Im Bahnhof gehören dazu namentlich die ehemalige Schalterhalle (in der anstelle der SBB-Schalter neu zwei Restaurants untergebracht sind), das neue Bahnreisezentrum im Seitenflügel, eine neue Toilettenanlage und die Rathaus-Unterführung.

Die offizielle Einweihung von Bahnhof und Bahnhofplatz erfolgt Anfang September. Bis die allerletzten Bauarbeiten, insbesondere jene hinter dem Bahnhof an der Rosenbergstrasse, abgeschlossen sind, wird es aber Ende Jahr.

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