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Arnegg hofft auf ein eigenes Schulhaus

An der HV der Dorfkorporation Arnegg ist ein möglicher Schulhausneubau das grosse Thema. Der Präsident mobilisiert für die Schulbürgerversammlung.
Johannes Wey
Bei einer Erweiterung des Ebnet-Schulhauses könnten hier bald über 300 Kinder zur Schule gehen. (Bild: Ralph Ribi, 31. März 2015)

Bei einer Erweiterung des Ebnet-Schulhauses könnten hier bald über 300 Kinder zur Schule gehen. (Bild: Ralph Ribi, 31. März 2015)

«Arnegg ist in Bewegung», sagte Markus Giger, Präsident der Dorfkorporation, gleich zu Beginn der Hauptversammlung. Und es war keine Floskel: Plötzlich gehe es beim Hochwasserschutz vorwärts, der Halbstundentakt am Bahnhof sei eingeführt worden und es tut sich was in Sachen Kernzone.

Selbst ein eigenes Schulhaus scheint plötzlich im Bereich des Möglichen. Jedenfalls ist es eine von zwei Optionen, die der Schulrat der Schulgemeinde Andwil-Arnegg vertieft prüfen will. Diese Grundsatzfrage wird an der Bürgerversammlung vom 1. April geklärt.

Ein eigenes Schulhaus ist eine uralte Forderung in Arnegg, wie Giger zeigte. Schon 1845 wurde ein Fonds gebildet, um dieses Ziel zu verwirklichen. Trotzdem warnte er vor überrissenen Erwartungen. Zum einen müsse man die beste Lösung für die Schulgemeinde suchen. «Wir müssen als Schulbürger entscheiden, nicht als Arnegger.» Zum anderen gehe es bei der Schulbürgerversammlung noch nicht um ein Bauprojekt, sondern erst um die Frage, welche Optionen geprüft werden sollen.

Ein Nein am 1. April wäre ein «Affront»

Trotzdem sieht Giger, von Beruf Schulleiter in Gossau, durchaus pädagogische Argumente für einen Schulhausneubau. So würde das Schulhaus Ebnet in Andwil nach einer Erweiterung von über 300 Schülerinnen und Schülern besucht, fast doppelt so vielen wie an einer durchschnittlichen Gossauer Schule.

Die Kosten, die bei einem zweiten Standort wohl höher als bei einer Erweiterung des Ebnet wären, dürften nicht alleine den Ausschlag geben. «Eine billigere Lösung gibt es immer.» Allerdings werde auch für die künftigen Generationen gebaut. Der Stadtrat rechne in Arnegg bis 2030 mit 2000 bis 2300 Einwohnern. Für Arnegg würde ein eigenes Schulhaus zusätzliche Perspektiven bieten, etwa für einen neuen Mehrzweckraum.

Unabhängig davon, ob sich der Standort Arnegg am Ende durchsetzt: Sollte sich die Schulgemeinde am 1. April dagegen aussprechen, ein Schulhaus in Arnegg auch nur zu prüfen, wäre das aus Gigers Sicht ein «Affront». Er rief die Anwesenden dazu auf, möglichst zahlreich an der Schulbürgerversammlung zu erscheinen.

Gemeindepräsident ist skeptisch

Der Gossauer Stadtrat hat bereits erklärt, dass er die Abklärungen begrüsse. Man könne sich «verschiedene Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung» an einem Neubau in Arnegg vorstellen. Der Andwiler Gemeindepräsident Toni Thoma ist hingegen skeptisch. Ein Arnegger Schulhaus würde nur wenige hundert Meter vom Ebnet entfernt stehen.

Unabhängig von den Finanzen müsse es dafür gute pädagogische Gründe geben. Er selber sehe eher organisatorische Gründe dagegen. Trotzdem wäre es gut, wenn ein Standort in Arnegg geprüft werde, um die jahrelangen Diskussionen zu beenden.

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