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«Für Kinder gefährlich»: Anwohnerin einer St.Galler Baustelle sorgt sich um die Sicherheit

Die Anwohnerin einer Baustelle an der Flurhofstrasse sorgt sich um die Sicherheit der Kinder. Die Lastwagen versperrten teilweise die Hälfte des Trottoirs, was zu gefährlichen Situationen führe. Die Bauherrin sieht das anders.
Marion Loher
Baustelle in der Ecke Flurhof-/Kleinbergstrasse, wo ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen entsteht. (Bild: Urs Bucher)

Baustelle in der Ecke Flurhof-/Kleinbergstrasse, wo ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen entsteht. (Bild: Urs Bucher)

In der Ecke Flurhof-/Kleinbergstrasse, im Südosten der Stadt, entsteht ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen. Die Bauarbeiten haben vor wenigen Wochen begonnen, noch wird Erde ausgehoben. Madeleine Dinkel wohnt unweit der Baustelle. Von ihrem Balkon aus sieht sie zwar nicht direkt auf die Grube, aber sie kann die An- und Abfahrten der Lastwagen beobachten.

Die Anwohnerin ist besorgt. «Die Lastwagen versperren teilweise die Hälfte des Trottoirs und der Strasse», sagt sie. Dadurch werde die auf den Trottoirs angebrachte gelbe Markierung, die für die Kinder zum Überqueren der Strasse aufgezeichnet wurde, verdeckt.

«Das kann für die Kinder gefährlich sein, da sie auf ihrem Weg in den Kindergarten oder in die Schule an der Baustelle vorbei müssen.»

Die Situation verschärfe sich, wenn gleichzeitig Lastwagen für die nächst grössere Baustelle, die sich ein paar hundert Meter entfernt im Bereich Flurhofstrasse/Steingrüebli befindet, vorbeifahren. «Man muss etwas machen, bevor etwas Schlimmes passiert», sagt die Anwohnerin.

Vorschläge stossen auf taube Ohren

Ideen, wie die Baustelle sicherer gemacht werden kann, hat Madeleine Dinkel genügend. «Man könnte einen Spiegel montieren oder zwei Parkplätze in der blauen Zone aufheben.» Bei letzterem könnten die Kinder etwas weiter weg vom jetzigen Übergang, dafür umso sicherer, über die Strasse geleitet werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Baracke, die jetzt vor der Baugrube steht, auf den gegenüberliegenden Platz bei der Trafostation zu verschieben.

Mit ihren Ideen ist die Anwohnerin auf taube Ohren gestossen. Von der Bauherrin, der Reseda Invest AG in Wil, habe sie auf ihren Anruf keine Antwort erhalten. Auf Nachfrage sagt Firmeninhaber Daniel Hengartner, dass die Baustelle von der Stadtpolizei bewilligt worden sei. Aufgrund der Reklamationen hätten er, die Baufirma und die Stadtpolizei die Situation vor wenigen Tagen nochmals angeschaut. «Es gibt keine andere Möglichkeit», sagt Hengartner.

«Aber ich sehe auch das Problem nicht, da die Lastwagen jeweils von einem Bauarbeiter eingewiesen werden und es auf beiden Seiten ein Trottoir gibt.»

Adrian Dieziger vom verantwortlichen Bauunternehmen sagt, sie hätten viel Aufwand betrieben, um die Sicherheit so hoch und die Emissionen so gering wie möglich zu halten. Unterstützung bekommt Madeleine Dinkel von besorgten Eltern aus dem Quartier. Allerdings wollen sie nicht mit Namen in der Zeitung genannt werden. Eine Mutter sagt am Telefon, dass sie ihre Kinder nicht alleine an der Baustelle vorbei gehen lasse, da es zu gefährlich sei.

Stadtpolizei hat auch schon kontrolliert

Die Stadtpolizei hat Kenntnis von einer Reklamation bezüglich beider Baustellen an der Flurhof­strasse. «Wir waren deshalb auch schon vor Ort», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der St.Galler Stadtpolizei. «Die Kontrolle hat gezeigt, dass alles in Ordnung ist.» Es bestehe aber immer ein Restrisiko, weshalb sich alle Beteiligten vorsichtig verhalten müssten.

Nicht erlaubt sei allerdings, Lastwagen auf Trottoirs abzustellen. Ebenso dürfen sie nicht auf der Strasse warten, bis sie etwas auf- oder abladen können. Das sei auch in der Baubewilligung als Auflage festgehalten, sagt Widmer. «Sollte diese Auflage nicht eingehalten werden, kann es zu einer Anzeige oder im gravierendsten Fall zu einem Baustopp kommen.»

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