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Areal öffnen, ohne die Wurzeln zu verlieren

Die Pläne fürs Feldmühle-Areal liegen vor. Die Architekten wollen an der Vergangenheit anknüpfen und arbeiten mit bestehenden Elementen. Das kommt gut an.

Jolanda Riedener
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Auf dem ehemaligen Feldmühle-Areal soll ein neuer Stadtkern entstehen. (Bild: PD)
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Gassen sollen den Blick auf die Evangelische Kirche freigeben. (Bild: PD)
Die Planer öffneten die Fabrikhallen für die Bevölkerung und zeigten die Überbauungspläne. (Bild: Jolanda Riedener)
Architekt Arno Bruderer erzählt am Stadtapéro, wie die Planer vorgegangen sind. (Bild: Jolanda Riedener)
Stadtpräsident Thomas Müller(links) und Beat Käser von der Steiner AG präsentierten ihr Vorhaben am Donnerstagabend. (Bild: Jolanda Riedener)

Auf dem ehemaligen Feldmühle-Areal soll ein neuer Stadtkern entstehen. (Bild: PD)

Die Geschichte der Feldmühle hat Rorschach geprägt. Das Fabrikareal erinnert an den Stickereiboom und dessen Auswirkungen auf die Arbeiterstadt. 2725 Personen beschäftigte die Feldmühle AG in ihren besten Tagen, darunter viele Eltern oder Grosseltern der heutigen Rorschacherinnen und Rorschachern.

Jolanda Riedener (Bild: Peter Käser)

Jolanda Riedener (Bild: Peter Käser)

Dass die Planer vor diesem Hintergrund mit Einfühlungsvermögen vorgehen, ist löblich. Die Architekten haben sich intensiv mit der Geschichte des Areals beschäftigt, wie sie am Stadtapéro zum Ausdruck bringen. Sie wollen die Brücken zur Vergangenheit nicht abreissen, sondern bestehende Elemente erhalten, aufwerten und erweitern.

Dieser historische Bezug überzeugt. Dass das Areal insbesondere von der Pestalozzistrasse her offen gestaltet wird, macht Sinn. Gassen, Treppen und Aussenhöfe öffnen das Gebiet für die Bevölkerung. Eine klare Aufwertung gegenüber dem heutigen Zustand. Ebenfalls wichtig für die Entwicklung der Stadt ist eine Mischung aus Wohn- und Gewerberaum, wie sie im Projekt vorgesehen ist.

Dem Zeitgeist entspricht zudem das Versprechen, die Räume bis zum Baubeginn für die Bevölkerung zu öffnen. In welcher Form, wird sich zeigen.