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In St.Gallen sind Anwohner vom Rosenberg und aus Oberhofstetten verärgert über die Buslinie 10 – Stadtrat Peter Jans nimmt Stellung

Stadtrat Peter Jans versteht die Kritik aus den Quartieren. Gleichzeitig äussert er jedoch seine Bedenken zur Umsetzung. Er hofft aber, dass der Stadtrat zusammen mit dem Kanton eine Lösung findet.
David Grob
Stadtrat Peter Jans äussert sich zu den Petitionen aus Oberhofstetten und dem Rosenberg-Quartier. (Bild: Michel Canonica, 14. Januar 2019)

Stadtrat Peter Jans äussert sich zu den Petitionen aus Oberhofstetten und dem Rosenberg-Quartier. (Bild: Michel Canonica, 14. Januar 2019)

Die Quartiere Rosenberg und Oberhofstetten liegen an den gegenüberliegenden Enden der Buslinie 10. Beide Quartiervereine beklagen sich über die ÖV-Erschliessung ihres Viertels in den Randzeiten. Gibt es ein Bestreben, das Busangebot auszubauen?

Peter Jans: Ich muss etwas ausholen und einige Jahre zurückblicken. Denn seit einigen Jahren ist nicht mehr die Stadt für die Bestellung des Busangebots zuständig, sondern der Kanton. So sind Änderungen des letzten Fahrplanwechsels auch durch den Kanton beschlossen worden, denn er ist der Besteller. Insofern ist die Autonomie des Stadtrates stark eingeschränkt. Der Stadtrat wird die beiden Petitionen, für die momentan Unterschriften gesammelt werden, aber prüfen, sich intensiv mit den Anliegen auseinandersetzen und dem Kanton allenfalls einen Vorschlag unterbreiten. Derzeit gibt es also noch keine konkreten Pläne zur Verbesserung.

Für das Rosenberg-Quartier bedeutet die Fahrplanänderung eine Verschlechterung gegenüber dem früheren Fahrplan...

Ich habe volles Verständnis für die Anwohner in der Nähe der Haltestelle Röteli. Der ursprüngliche Plan des Kantons zur Fahrplanänderung sah allerdings sogar vor, ganz auf die Bedienung des Quartiers zu verzichten. Mit der Rosenbergschlaufe konnten wir einen Kompromiss aushandeln. Insofern ja, das Angebot hat sich verschlechtert – aber es hätte noch schlimmer kommen können.

Trotzdem: Sollte es in einer Stadt wie St. Gallen nicht Standard sein, dass Quartiere auch am Sonntag mit Bussen bedient werden?

Das ist immer auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Wo eine grosse Nachfrage ist, kann die Leistung rascher verbessert werden.

Ist die Nachfrage im Rosenberg-Quartier und in Oberhofstetten am Samstagabend und am Sonntag zu gering, um die Linie zu bedienen?

Die Nachfrage ist in der Tat im Vergleich eher gering. Die Linie 10 hat einen relativ geringen Kostendeckungsgrad. Es stellt sich deshalb in den Randzeiten natürlich auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der Buslinie. Und auch hier liegt die Zuständigkeit beim Kanton, der den Grossteil der Finanzierung leistet. Die Stadt St. Gallen beteiligt sich mit einem Sechstel an den Kosten. Es gilt deshalb, eine Lösung zu finden, die wirtschaftlich vernünftig ist.

Haben Sie Verständnis für die Forderung aus den beiden Quartieren nach zusätzlichen Bussen?

Ich habe durchaus Verständnis für die Anliegen der Anwohner. Eine volle ÖV-Abdeckung ist mittlerweile Standard und wird von der Bevölkerung erwartet. Allerdings: Ein Ausbau der Buslinie auf einen Stunden-Takt am Abend und am Sonntag wäre auch nur bedingt nützlich. Es müsste wohl mindestens ein Halbstunden-Takt sein. Doch bei allem Verständnis für die Anwohner: Ich habe auch Verständnis für die Wirtschaftlichkeit und die beschränkten Mittel.

Haben denn die Petitionen eine reelle Chance auf eine Umsetzung?

Dies ist schwierig zu beantworten für mich, da der Stadtrat – wie gesagt – nicht darüber entscheiden kann. Es gilt, vertiefte Abklärungen zu treffen. Aussagen über Details oder gar einen Zeitplan zu treffen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt unseriös. Sicher ist aber, dass das ÖV-Angebot so gut sein sollte, dass es eine echte Alternative zum Auto sein sollte.

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