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Antrag um Erhöhung der Subvention ans St.Galler Textilmuseum geht zurück an den Absender

Der Stadtrat muss noch einmal über die Bücher: Das Stadtparlament hat am Dienstagabend einen Antrag um eine Erhöhung der Subvention ans Textilmuseum zurückgewiesen. Und zwar einstimmig.
Daniel Wirth
Exponate der aktuellen Austellung «Spitzen der Gesellschaft» im Textilmuseum.Bild: Thomas Hary (25. Oktober 2018)

Exponate der aktuellen Austellung «Spitzen der Gesellschaft» im Textilmuseum.Bild: Thomas Hary (25. Oktober 2018)

Die Stadtregierung wollte die jährliche Subvention ans Textilmuseum ab dem laufenden Jahr um 150000 auf 430000 Franken erhöhen. Der Kanton leistet den gleichen jährlichen Beitrag; der Kantonsrat stimmte der Subventionserhöhung bereits mit dem Budget 2018 zu. Der Hintergrund: Wie die Stiftsbibliothek will auch das Textilmuseum eine finanzielle Unterstützung des Bundesamtes für Kultur (BAK).

In diesem Jahr scheiterte das Textilmuseum noch mit einem Gesuch; es hatte in der Vergangenheit nach Auffassung des BAK nicht genügend Besucherinnen und Besucher angelockt. Durchschnittlich wird das Textilmuseum in einem Jahr von 28000 Personen besucht. Diese Zahl soll in den nächsten Jahren schrittweise auf 45000 bis 50000 erhöht werden, in dem das Museum modernisiert und zu einem «Arbeitenden Museum» entwickelt wird.

Ursprünglich war geplant, das Geschäft am 18. September dem Stadtparlament vorzulegen. Die Behandlung der Vorlage wurde dann auf gestern verschoben – die Geschäftsprüfungskommission (GPK) habe eine zweite Lesung gebraucht, wie GPK-Präsidentin Evelyne Angehrn sagte.

Noch sind viele Detailfragen offen

Das Textilmuseum habe in beiden Lesungen viel Sympathien erhalten in der vorberatenden Kommission. Es sei mehrheitlich anerkannt worden, dass es zur Identität der Stadt gehöre und für die Stadt selbst wichtig sei, sagte die GPK-Präsidentin. Das Textilmuseum soll seine Bedeutung mit internationaler Ausstrahlung weiterentwickeln und auf einen Level gebracht werden, damit es zukünftig Bundesgelder erhalte.

Das Textilmuseum ist gegenwärtig in einer Umbruchphase. Gemäss Angehrn interessierte die GPK deshalb besonders, wie die neuen Strukturen aussehen werden. In der zweiten Lesung konnten diesbezügliche Fragen durch den Präsidenten des Vereins Textilmuseum St.Gallen nicht vollständig und nicht befriedigend beantwortet werden, wie Evelyne Angehrn ausführte.

Die GPK brachte Rückweisung locker durch

Die GPK beantragte Rückweisung des Geschäfts und forderte verbindliche Angaben zur Neuorganisation, eine klare Definition der Betreiberschaft, einen Businessplan und Informationen darüber, wie die Sanierung des Textilmuseums finanziert wird. Nach Voten im Sinn der GPK durch die Sprecher von SP/Juso/PFG, Grünliberalen und Grünen wehrte sich Stadtpräsident Thomas Scheitlin gar nicht mehr gegen eine Rückweisung. Dieser stimmte das Stadtparlament mit 62 zu 0 Stimmen zu.

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