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Alt, biblisch, kurz und mit vielen Vokalen: Das sind die beliebtesten Babynamen in der Stadt St.Gallen

Die Favoritenliste für Babynamen scheint bei vielen Eltern aus St.Gallen ähnlich auszusehen. Das zeigt ein Blick auf die Namen der 879 Mädchen und Buben, die im letzten Jahr auf die Welt gekommen sind.
Seraina Hess
Laura, Lena oder Anna: Nach der Geburt sollten sich Eltern langsam aber sicher für einen Namen entscheiden. (Bild: Benjamin Manser)

Laura, Lena oder Anna: Nach der Geburt sollten sich Eltern langsam aber sicher für einen Namen entscheiden. (Bild: Benjamin Manser)

Drei Tage. So lange dürfen frischgebackene Mütter und Väter überlegen, welchen Namen sie ihrem Kind geben möchten. Wenn sie ihn denn nicht schon längst bestimmt haben. In der Regel bekämen alle Kinder innerhalb der Frist einen Namen, sagt Philipp Lutz, Mediensprecher des Kantonsspitals St.Gallen. «Es gibt aber auch Eltern, die etwas mehr Zeit benötigen und ihr Kind zuerst sehen möchten, um sich dann definitiv für einen passenden Namen aus ihrer Favoritenliste zu entscheiden.»

Die Favoritenliste scheint bei vielen stadtsanktgaller Eltern der 879 Mädchen und Buben, die im letzten Jahr auf die Welt gekommen sind, ähnlich auszusehen. So bekamen je acht Töchter die Namen Anna und Sofia. Auf die beiden Spitzenreiterinnen folgen Jana und Mina mit je fünf und Alea und Hannah mit je vier Nennungen. Auch im Vorjahr hatten die St.Galler klingenden, kurzen Mädchennamen den Vorrang gegeben. Dennoch ist das Ranking etwas anders ausgefallen: Lena, Elin, Alma, Emilia, Sara und Sophie waren 2017 besonders beliebt.

Jonas stösst Noah 
vom Thron

Während 2017 sieben Noahs geboren wurden, ist 2018 Jonas der erste auf der Bubennamen-Rangliste. Acht Kinder wurden nach dem biblischen Propheten benannt. Je fünf Eltern haben ihren Söhnen die Namen David, Elia und Leon gegeben, je vier nannten sie Leonardo und Louis. Im Vorjahr hatten sich Adam, Felix, Martin und Max den zweiten Platz geteilt.

Obwohl in der St.Galler Statistik Namen vorkommen, die auf gesamtschweizerischen Hitlisten ebenfalls vertreten sind, lässt sich in der verhältnismässig kleinen Stadt kein wirklicher Trend feststellen. «Die Namens-Hitlisten sind eine statistische Spielerei, die wir lediglich auf Anfrage auswerten und nicht systematisch führen», erklärt Stephan Wenger, Leiter der Bevölkerungsdienste. Aussagekräftiger ist hingegen die Entwicklung der Geburtenzahlen über die Jahrzehnte (siehe Zweittext) oder gar die Anzahl Neugeborener nach Quartieren der Stadt.

In diesen Quartieren leben am meisten Säuglinge

Der Kanton hat Zahlen für 31 statistischen Quartiere der Stadt St.Gallen erhoben. Auffallend sind die Einheiten St. Fiden – Krontal mit 97, Langgass – Heiligkreuz mit 96 und Vonwil – Lachen – Schoren mit 82 Geburten. Bereits Rang vier, Achslen-Wilen, weist mit 55 Kindern eine markant tiefere Zahl auf.

Es zeigt sich: Quartiere mit vielen Einwohnern verzeichnen auch viele Geburten. So leben etwa im geburtenreichen Quartier Langgass-Heiligkreuz über 8100 Personen, während im geburtenärmeren Rotmonten knapp 2800 Menschen wohnen. Weil die Quartiere in der Bevölkerungsstatistik aber grösser gefasst werden als jene in der Geburtenstatisik, lassen sich die Neugeborenen pro 1000 Einwohner nicht exakt berechnen.

Wie Stephan Wenger vermutet, sind die besonders hohen Geburtenzahlen in den drei genannten Quartieren auf zwei Faktoren zurückzuführen. Einerseits auf den verfügbaren günstigen Wohnraum, der sich für grosse Familien eignet. Andererseits auf den erhöhten Anteil Ausländerinnen und Ausländer, die gemäss Statistik mehr Kinder zur Welt bringen als die Schweizer Bevölkerung. Von den 879 Kindern, die 2018 geboren wurden, ist mehr als ein Drittel von Eltern ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies, obschon die ausländische Wohnbevölkerung weniger ausmacht.

Maksim, Aleksej
oder Marko

So kommt es denn manchmal auch zu Namen in der Bestenliste, die aus ferneren Ländern als dem für Namen beliebte Italien stammen. 2017 waren das etwa Maksim und Lorik, 2018 Aleksej und Marko – wobei im Ranking nicht festgehalten wird, ob die Namen von Schweizern oder von anderen Staatsangehörigen gewählt wurden.

Gemäss Philipp Lutz vom Kantonsspital St.Gallen gibt es auch Kulturen, in denen der Name des Kindes nicht oder nicht alleine von den Eltern bestimmt wird, sondern durch eine Art Familienrat. Für die Namenswahl sind dabei unter anderem auch Geburtszeit und Geburtsdatum entscheidend. Eines ist aber bei allen gleich: Die Frist ist wenn möglich einzuhalten. «Sind Eltern auch nach drei Tagen unschlüssig, hakt das Zivilstandsamt nach», sagt Stephan Wenger. Das komme in St.Gallen aber höchst selten vor.

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