Andwil
Lohnerhöhung für Gemeindepräsident Toni Thoma: Andwiler Bevölkerung bewilligt Budget mit 415 Ja- zu 100 Nein-Stimmen

Der Andwiler Gemeindepräsident ist erleichtert, dass das Budget bewilligt ist. Dass die CVP dieses zur Ablehnung empfahl, um seine Lohnerhöhung zu verhindern, wurmt ihn aber immer noch.

Melissa Müller
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Toni Thoma (SVP) an einer Kantonsratssession.

Toni Thoma (SVP) an einer Kantonsratssession.

Bild: Regina Kühne

Die Jahresrechnung 2020 wurde in Andwil mit 471 Ja- zu 43 Nein-Stimmen genehmigt, das Budget 2021 mit 415 Ja- zu 100 Nein-Stimmen. Die Finanzierung der schulergänzenden Tagesstrukturen Andwil wurde mit 383 Ja- zu 119 Nein-Stimmen genehmigt. Die Stimmbeteiligung betrug 35 Prozent.

«Ich bin erfreut, dass das Budget so klar angenommen wurde», sagt Gemeindepräsident Toni Thoma. Trotzdem: Den 415 Ja- stehen 100-Nein-Stimmen gegenüber. «Das ist schwierig einzuordnen», sagt Thoma.

«Möglicherweise hat es mit meinem Lohn zu tun.»

Der Gemeinderat hatte entschieden, das Pensum von Gemeindepräsident Toni Thoma (SVP) von 80 auf 85 Prozent und gleichzeitig den Lohn – hochgerechnet auf 100 Prozent – von 162’400 auf 170’000 Franken zu erhöhen. Unterm Strich verdient Thoma damit künftig 144’500 statt wie bisher 129’920 Franken.

Die CVP hatte das Budget deshalb zur Ablehnung empfohlen. «Es ist bedenklich, dass die CVP ohne eine Absprache mit mir gegen das Budget mobilisiert hat», sagt Thoma. Dass ein paar Andwilerinnen und Andwiler dieser Empfehlung gefolgt sind, sei legitim.

Erstaunlich findet er, dass 43 Personen die Jahresrechnung ablehnten. «Dabei ist Andwil wirtschaftlich noch nie so gut dagestanden. Wir haben acht Millionen Franken Eigenkapital, und die Rechnung 2020 schloss eine Million besser ab als budgetiert.»

Auch, dass 119 Bewohnerinnen und Bewohner die Finanzierung der schulergänzenden Tagesstrukturen ablehnten, findet Thoma verblüffend. «Die Tagesbetreuung war immer unbestritten.» Unterm Strich sei er aber zufrieden: Die Bevölkerung habe drei Mal deutlich Ja gesagt.

Andwiler Mesmerhaus wird verkauft

Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger haben dem Verkauf des alten gelben Mesmerhauses am Postplatz 7 mit 485 Ja- zu 28 Nein-Stimmen zugestimmt. 5 Stimmzettel gingen leer ein. Das Gebäude östlich der St.Otmarkirche gilt als historisch wertvoll. Beim Verkauf soll darauf geachtet werden, dass das Mesmerhaus nicht als kurzfristiges Renditeobjekt missbraucht wird.